Hast an Ofen?
Anekdoten
Zu Beginn seiner Laufbahn trat er in den Franziskanerorden ein, den er nach einigen Jahren verließ und in die Erzdiözese Wien wechselte.
Markus Tiwald als junger Student
Als junger Student ging er daher in der klassischen braunen Franziskanerkutte zu den Vorlesungen auf der Wiener Hauptuniversität am Schottentor. Am Weg, im von den Wienern „Jonasreindl“ genannten Station, begegnete ihm ein Obdachloser und fragte ihn: „Hast du a Cash?“ Er meinte damit Bargeld. Tiwald verneinte. „Hast an Ofen zum Haz’n?” Er meinte damit eine Zigarette. Tiwald verneinte wieder. Dann musterte ihn der Obdachlose von oben bis unten und sagte dann: „Du bist eine arme Sau, komm, ich schnorr dir eine von meinen Zigaretten.“ Tiwald betrachtete das als Ehre. Deshalb nahm er das Angebot an und rauchte mit ihm eine Zigarette. Während des Gesprächs fragte ihn der Obdachlose, wie alt er war. „Ich bin achtzehn.” Da meinte der Mann: „Du schaust aber aus wie dreizehn. Naja, das macht wohl das solide Leben im Kloster.”
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Beten, Herr Pfarrer! – Anekdoten zwischen Alltag und Altar. Von Bernadette Spitzer, 176 Seiten, ISBN: 978-3-85351-332-3, EUR 27,00