Globales Handeln im Sinne des Weihbischofs

Florian-Kuntner-Preis
Ausgabe Nr. 14
  • Weltkirche
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Im Einsatz wie der Weihbischof: die Preisträgerinnen und Preisträger des Florian-Kuntner-Preises 2026.
Im Einsatz wie der Weihbischof: die Preisträgerinnen und Preisträger des Florian-Kuntner-Preises 2026. ©Erzdiözese Wien/Stephan Schönlaub

Der diesjährige Florian-Kuntner-Preis würdigt den Einsatz für weltkirchliche Partnerschaft wie auch die Entwicklungszusammenarbeit mit der Kirche des Südens und erinnert an den 1994 verstorbenen, beliebten Missio-Nationaldirektor.

Am 27. März wurde in Wien der Florian-Kuntner-Preis für weltkirchliche Partnerschaft und Entwicklungszusammenarbeit vergeben. Erzbischof Josef Grünwidl überreichte die Preise und würdigte das außergewöhnliche Engagement der insgesamt neun prämierten Initiativen. Der Preis wird alle zwei Jahre von der Diözesankommission für Weltkirche und Entwicklungszusammenarbeit der Erzdiözese Wien ausgelobt, das Preisgeld beträgt insgesamt 18.000 Euro. Heuer wurden in den drei Preiskategorien „Weltkirchliche Partnerschaft“ – „Bildungsarbeit für Eine Welt“ und „Junges Engagement“ je drei Preise vergeben.

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Florian-Kuntner-Preis für Weltkirchliche Partnerschaft

„The Rain Workers“  wurden für das Projekt „Wissen regnen lassen – Schutz, Würde und Selbstbestimmung für geflüchtete Communities in Yambio, Südsudan“ im Bereich „Weltkirchliche Partnerschaft“ ausgezeichnet. In enger Zusammenarbeit mit der Leitung des Caritas-Büros in Yambio wurden 15 Mitarbeitende nach einem eigens entwickelten Curriculum trainiert, um sogenannte „Rain Workers“ zu werden – Menschen, die Wissen regnen lassen. Sie erhielten eine umfassende Ausbildung in Familienplanung sowie sexueller Gesundheit. Weiters wurden in dieser Kategorie Preise vergeben an die Gemeinschaft in der Muttergotteskirche im Augarten/Pfarre Allerheiligen mit dem Projekt „Verbesserung der Gesundheit und der Lebensumstände in einem Dorf in der Demokratischen Republik Kongo“ und an die Pfarre Rossau mit dem Projekt „Partnerschaft mit der Caritas Socialis Centro de Apoio à Família in Brasilien“.

„Bildungsarbeit für Eine Welt“

Der Verein „GLOBAL ACHTSAM“ wurde im Bereich „Bildungsarbeit für Eine Welt“ für  das Projekt „Fortführung des Weltladens Rennweg als Drehscheibe für den Fairen Handel für Pfarren“ gewürdigt. Auch ausgezeichnet wurden: „Jugend Eine Welt“ für das Projekt „Aktionsgruppe gegen Kinderarbeit“ sowie das Wiener Neustädter Bundesgymnasium Zehnergasse für das Projekt „Partnerschule in Infanta, Philippinen“.

„Junges Engagement“ beim Florian-Kuntner-Preis gewürdigt

Für das Projekt „(un)sichtbar“ wurde das Don Bosco Sozialwerk Wien im Bereich „Junges Engagement“ prämiert. Das Projekt des Jugendzentrums „Come In“ widmet sich der politischen Teilhabe junger Menschen – unabhängig davon, ob sie wahlberechtigt sind oder nicht. Weiters wurden in dieser Kategorie gewürdigt: die Stiftung PRO ORIENTE für das Projekt „Ökumenische Jugendvernetzung im Nahen Osten“ und die „Junge Kirche“ der Erzdiözese Wien für das Projekt „Laetare! Musik verbindet.Freude bewegt“.

Gedenken an Florian Kuntner

Am 30. März jährte sich zum 32. Mal der Todestag von Weihbischof Florian Kuntner (1933–1994), der für sein konsequentes Eintreten für Frieden und globale Solidarität bekannt war. Als Bischofsvikar „für alle Anliegen der Mission und Entwicklungshilfe in der Erzdiözese Wien“, Referatsbischof für Weltkirche, Mission und Entwicklungshilfe in der Österreichischen Bischofskonferenz und Nationaldirektor der Päpstlichen Missionswerke (Missio) war es Kuntner ein großes Anliegen, globale Gerechtigkeit und partnerschaftliche Beziehungen zu den Kirchen des Südens zu fördern.

Autor:
  • Stefan Kronthaler
  • Kathpress
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