„Die Zukunft der Kirche!“

Glaubenszeugnis
Ausgabe Nr. 4
  • Spiritualität
Autor:
Leonie Stockhammer machte das Praktikum beim SONNTAG großen Spaß. ©Stephan Schönlaub

Leonie Stockhammer, 22, studiert Journalismus und Medienmanagement an der Fachhochschule Wien der Wirtschaftskammer. Sie hat ihr Praktikum beim SONNTAG gemacht, da die Kirchenzeitung auch schon für ihre Mama eine wichtige Inspirationsquelle war. Im Interview erzählt sie, warum sie sich für Kirche interessiert.

In Leonie Stockhammers Pfarre Hernals hatte die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen immer schon einen hohen Stellenwert.

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Kirche und Jungschar

Du bist in deiner Pfarre in der Jungschar tätig. Was machst du genau und warum stellst du Deine Zeit für die Gemeinde zur Verfügung?  

Ich habe das große Glück, in einer Pfarre aufgewachsen zu sein, die der Arbeit mit Kindern einen sehr hohen Stellenwert einräumt – und das merkt man! Bei uns in der Kalvarienbergkirche sind die Jungschar und Ministrantinnen und Ministranten zu je einer sogenannten „JuMi-Gruppe“ pro Jahrgang zusammengelegt. Aktuell haben wir sechs Jahrgänge mit insgesamt über 50 Kindern und über 20 Leiterinnen und Leitern. Es ist wirklich toll, dass wir so viele sind! Besonders schön ist, dass wir ein sehr junges und dynamisches Team sind, in dem viele Gruppenleiterinnen und Gruppenleiter selbst erst vor wenigen Jahren Kinder in der Gruppe waren und nun Verantwortung übernehmen. Dadurch entsteht ein sehr familiäres Umfeld, in dem sich Kinder wohlfühlen. Dabei werden wir sowohl von unserem Pastoralassistenten als auch von unserem Pfarrer sehr unterstützt. Diese lebendige Gemeinschaft und das gemeinsame Unterwegssein im Glauben sind für mich wesentliche Gründe, warum ich meine Zeit gerne für die Gemeinde einsetze. Wir wollen den vielen Kindern aber auch etwas bieten. Neben den wöchentlichen Gruppenstunden organisieren wir zahlreiche Aktivitäten im Jahreskreis, etwa das Sternsingen, Rätselrallyes oder Bastelwerkstätten zu Weihnachten und Ostern. Fixpunkte sind außerdem ein Kinderwochenende im Frühling und das einwöchige Sommerlager. Gerade das Lager ist dabei für viele jedes Jahr ein ganz besonderes Highlight.

Der Glauben ist in deinem Leben ganz alltäglich. Wie hat sich das entwickelt?

Vor allem über die Gemeinschaft. Glaube war für mich immer etwas, das man miteinander lebt. Gemeinsam zu beten, zu singen oder rund ums Lagerfeuer Musik zu machen, gibt mir ein starkes Gefühl von Verbundenheit. Natürlich ist auch die Zeit allein mit Gott wichtig, aber gerade in der Gemeinschaft spüre ich seine Kraft oft am intensivsten. 

Interesse an der Kirche und der Kirchenzeitung

Leonie, du warst Praktikantin beim SONNTAG – digital und für die Printausgabe. Warum hast du dich für die Kirchenzeitung interessiert?

Mein Interesse am SONNTAG ist über meine Mama entstanden. Sie ist seit vielen Jahren im Kinderwortgottesdienst-Team engagiert und war lange Zeit Volksschul-Religionslehrerin. Der SONNTAG war für sie immer eine wichtige Inspirationsquelle für ihren Unterricht, deshalb ist sie langjährige Abonnentin. So bin auch ich immer wieder mit der Zeitung in Berührung gekommen, später vor allem über den Instagram-Account. Besonders angesprochen haben mich die multimediale Ausrichtung und das vergleichsweise kleine, persönliche Redaktionsteam. Als im Rahmen meines Studiums ein Pflichtpraktikum anstand, war für mich schnell klar, dass ich mich bei der Kirchenzeitung bewerben möchte.  

Du warst auch bei einem Fotoshooting mit dabei für das Magazin „Himmel & Erde“. Es stand Papst Leo im Mittelpunkt. Du hast ein T-Shirt mit seinem Porträt getragen. Wie ist es dir dabei ergangen?

Ehrlich gesagt: besser als gedacht. Ich bin erst zwei Tage davor von meinem Auslandssemester in Neuseeland zurückgekommen und musste mich erst wieder an Wien gewöhnen. Zusätzlich war ich ziemlich aufgeregt, weil ich an diesem Tag das SONNTAG-Team zum ersten Mal kennengelernt habe. Das Fotoshooting fand noch vor meinem offiziellen ersten Praktikumstag statt. Ich wurde aber sehr herzlich empfangen. Nach professionellem Haare- und Make-up-Styling durfte ich gemeinsam mit Praktikantin Isabella im ersten Bezirk vor die Kamera. Für den gewünschten Bewegungseffekt am Foto wurde mit sehr langer Belichtungszeit gearbeitet, was bedeutete, dass wir lange ganz stillhalten mussten. Das war gar nicht so leicht, hat aber echt großen Spaß gemacht und war eine spannende Erfahrung!

„Die Kirche in den Medien hat Potential, noch näher an den Lebensrealitäten junger Menschen zu sein.“

Leonie Stockhammer

Kirche in den Medien

Dein Berufsziel ist in den Medien – wo siehst du die Kirche in den Medien? 

Ich sehe für die Kirche in den Medien großes Potential, besonders darin, noch näher an den Lebensrealitäten junger Menschen zu sein. Authentische Geschichten, persönliche Glaubenszeugnisse und Einblicke in konkrete kirchliche Arbeit können zeigen, dass Kirche vielfältig, engagiert und relevant ist. Wichtig finde ich dabei eine zeitgemäße Sprache, Offenheit für neue Formate und eine stärkere Präsenz auf digitalen Kanälen. Social Media ist einfach ein wichtiger Schlüsselfaktor, um heutzutage vor allem junge Menschen anzusprechen und die braucht es. Denn: Kinder und Jugendliche sind nun mal die Zukunft der Kirche!

Schlagwörter
Autor:
  • Sophie Lauringer
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