Die eiserne Nonne "Iron Nun"

Anekdoten
Ausgabe Nr. 43
  • Heiter bis heilig
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Mit 55 Jahren schaffte die amerikanische Ordensfrau Sister Madonna Buder ihren ersten Ironman.
Mit 55 Jahren schaffte die amerikanische Ordensfrau Sister Madonna Buder ihren ersten Ironman. ©istock/Symbolbild
Man bezeichnet Sister Madonna Buder „Iron Nun“, die eiserne Nonne.
Man bezeichnet Sister Madonna Buder „Iron Nun“, die eiserne Nonne. ©English Wikipedia / Pennbradly

Sport ist nicht Teil der christlichen Spiritualität, dennoch gibt es zahlreiche Gläubige, die sich beim Sport Gott nahe fühlen. Zu ihnen zählt die amerikanische Ordensfrau Sister Madonna Buder.

Sie wurde 1930 als Marie Dorothy Buder in Saint Louis geboren. Schon mit 14 Jahren entschloss sie sich, Nonne zu werden. Im Alter von 23 trat sie einem Kloster der Schwestern vom Guten Hirten bei, verließ den Orden 1970 aber wieder, um eine Kommunität als Teil der katholischen „Sisters for Christian Community“ zu gründen. So weit, so unspektakulär. 

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Mit 55 Jahren schaffte sie ihren ersten Ironman

Mit 48 empfahl ihr ein Priester, mit dem Joggen zu beginnen, weil es „Körper und Geist und Seele“ in Einklang bringe. Das gefiel Sister Madonna nicht nur sehr gut, es wurde ihr bald zu wenig. Sie nahm Schwimmen und Radfahren dazu und absolvierte mit 52 Jahren ihren ersten Triathlon, in einem Alter, in dem die meisten Sportler daran denken, allmählich kürzer zu treten. Die Ordensfrau hingegen begann erst so richtig. Mit 55 Jahren schaffte sie ihren ersten Ironman. Und es ging weiter. Sie hat mehr als 400 Triathlons bestritten, darunter 45 Ironman-Rennen. Sie hält den Weltrekord als älteste Frau, die je einen Ironman beendete. Damals war sie 82. 2014 wurde sie in die USA Triathlon Hall of Fame aufgenommen.

„Während des Trainings in der Natur spüre ich mich selbst, und ich spüre auch Gott. Das ist erbauend und erhebend zugleich.“

Die eiserne Nonne "Iron Nun"

Ihr Talent sieht sie als Auftrag. Sister Madonna sammelte beim Laufen Spenden für wohltätige Zwecke. In einem Interview sagte sie: „Während des Trainings in der Natur spüre ich mich selbst, und ich spüre auch Gott. Das ist erbauend und erhebend zugleich.“
Deshalb hat sie einen respektvollen Spitznamen erhalten. Man nennt die mittlerweile 96-Jährige „Iron Nun“, die eiserne Nonne.

©Wiener Domverlag

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  • Bernadette Spitzer
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