Bereit für Pastoral und Mission
Sendungsfeier
Die acht und ihre Wirkungsbereiche: Antonela Djeno, Pfarrverband Schwechat; Marion Ertel-Steinböck, Junge Kirche Vikariat Nord; Sandra Hons, Pfarrverband Poysdorf; Lennart Möhle, Barmherzige Schwestern Krankenhaus Wien und Herz Jesu Krankenhaus; Gertrud Nemeth BEd, Krankenhaus Göttlicher Heiland; Elisabeth de Parcevaux, Propsteipfarre Wiener Neustadt; Agnes Pesendorfer, Pfarre Breitensee; Beatrix Wratzfeld, Pflegewohnhäuser der Caritas Haus Schönbrunn und Haus Sankt Magdalena.
Pastoralassistent: Hinhören auf Gottes Stimme im Alltag
Als Pastoralassistentinnen und als Pastoralassistent werden sie in der Pfarrpastoral, im Jugend- und Kinderpastoralschwerpunkt der Jungen Kirche und in der Kategorialen Seelsorge ihren Dienst tun. Ihre Aufgabe wird sein, in den vielfältigen Stimmen der Menschen darauf hinzuhören, wo sich die Stimme Gottes Gehör verschafft. Damit machen sie die Kirche sensibler, die Zeichen der Zeit zu erkennen. Pastoralassistentinnen und Pastoralassistenten haben ein kirchliches Amt nach kirchlichem Gesetz inne. Sie sind Bereicherung und wichtiges Potential für die pastoral-missionarische Sendung der Kirche geworden. Ihr Tun besteht im Suchen, im Ermächtigen, in der Sorge um Bildung, im Vernetzen und im Begleiten ehrenamtlicher Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Teamarbeit aufbauen, Eigenverantwortung fördern, Seelsorge in Kooperation mit Priestern, Diakonen und den unterschiedlichen Menschen in den größeren Räumen sind die großen Herausforderungen im diözesanen Entwicklungsprozess geworden. Sie bieten „in Person“ Modelle einer gelebten Alltagspiritualität an und stärken die Glaubenden, Glauben zu leben und zu bezeugen.
Ausbildung zum Beruf Pastoralassistent
Die Ausbildung zum Beruf Pastoralassistent(in) beinhaltet umfassende Ausbildung in den Bereichen Theologie, Spiritualität, Persönlichkeitsbildung, Praxiserfahrung und Reflexion, Auseinandersetzung mit pastoral relevanten Fragestellungen, institutionelle und strukturelle Kompetenz.
Antonela Djeno
- Geboren: 2000 in Wien, ledig
- Vorberuf: Administration, Buchhaltung
- Ausbildungsweg: Theologischer Fernkurs, Ausbildung pastorale Berufe, Berufsbegleitende pastorale Ausbildung Österreich (BPAÖ)
- Aktueller Einsatzort: Pfarrverband Ala Nova in den Pfarren Mannswörth, Rannersdorf-Kledering, Schwechat und Zwölfaxing, digitale Seelsorge
Persönlicher Bibelleitspruch: "Die aber auf den HERRN hoffen, empfangen neue Kraft, wie Adlern wachsen ihnen Flügel. Sie laufen und werden nicht müde, sie gehen und werden nicht matt." (Jes 40,31)
Wieso habe ich mich entschieden, als Seelsorgerin tätig zu sein?
Ich bin mir sicher: Seelsorge sucht man sich nicht aus, zu ihr wird man berufen. Es ist ein Geschenk, als Werkzeug Gottes Menschen begleiten zu dürfen. Was mich jeden Tag antreibt, ist die Begegnung mit ganz unterschiedlichen Menschen: Von den Neugeborenen, Kindern, Jugendlichen und jungen Familien bis hin zu den Senioren darf ich den ganzen Lebensbogen begleiten. Jeder Tag bringt neue Gesichter, neue Geschichten und neue Herausforderungen. Es erfüllt mich mit großer Freude, ein offenes Ohr zu haben, gemeinsam zu beten, feiern, trauern, uns Gott anzuvertrauen und in jeder Lebensphase füreinander da zu sein.
Marion Ertel-Steinböck
- Geboren: 1980 in St. Pölten, verheiratet
- Vorberufe: Kirchenmusikerin, Mitarbeiterin im Bildungshaus, Mietwagenlenkerin für Menschen mit Behinderung
- Ausbildungsweg: Theologischer Fernkurs Wien, Ausbildung pastorale Berufe, Berufsbegleitende pastorale Ausbildung Österreich (BPAÖ)
- Aktueller Einsatzort: Junge Kirche der Erzdiözese Wien, Vikariat Nord, Fels am Wagram
Persönlicher Bibelleitspruch: „Warum fürchtest du dich? Ich bin da, Jesus Christus. Ich habe dich als Erster geliebt ..., in dich habe ich meine Freude gelegt.“ (aus den Quellen von Taizé)
Wieso habe ich mich entschieden, als Seelsorgerin tätig zu sein?
Junge Menschen auf ihrem Glaubensweg zu stärken und zu begleiten. Trotz Enttäuschungen und Verwundungen in ihrem Leben, Mut und Hoffnung zu schenken, Verantwortung für ihre Zukunft und für andere Menschen zu übernehmen.
Sandra Hons
- Geboren: 1981 in Mistelbach, verheiratet, 2 Kinder
- Vorberufe: Institutssekretärin an der Universität für Bodenkultur Wien, seit 2013 Pfarrsekretärin
- Ausbildungsweg: Wiener Theologischer Kurs, Pastoraltheologischer Kurs – Würzburg, Ausbildung pastorale Berufe
- Aktueller Einsatzort: Pfarrverband Poysdorf als Pastoralassistentin & Pfarrsekretärin
Persönlicher Bibelleitspruch: „Brannte nicht unser Herz in uns, als er unterwegs mit uns redete und uns den Sinn der Schriften eröffnete!“ (Lk 24,32)
Wieso habe ich mich entschieden, als Seelsorgerin tätig zu sein?
Die Geschichte der Emmausjünger bringt für mich auf den Punkt, was Seelsorge für mich persönlich bedeuten kann: Jesus geht ein großes Stück des Weges mit den beiden Jüngern. Er hört ihnen zunächst einfach zu, lässt sie erzählen und nimmt wahr, was sie bewegt. Er betrachtet das Gehörte im Licht der Heilige Schrift und dann erst handelt er.
Mir ist seine Haltung des Zuhörens und Hinhörens bereits in meinem Beruf als Pfarrsekretärin besonders wichtig geworden und hat mich motiviert, den Weg als Seelsorgerin zu gehen. Seelsorge bedeutet für mich vor allem, für die Menschen da zu sein, zuzuhören und sie ein Stück ihres Weges zu begleiten. Ich möchte durch mein Leben Menschen mit Christus in Berührung bringen, ihnen helfen, Gott in ihrem eigenen Leben zu entdecken und seine Liebe und Nähe im Alltag zu erfahren.
Lennart Möhle
- Geboren: 1994 in Westerstede (Deutschland), verlobt
- Ausbildungsweg: Studium kath. Fachtheologie in Münster und Wien, Klinische Seelsorge Ausbildung (KSA) in Österreich
- Aktueller Einsatzort: Barmherzige Schwestern Krankenhaus Wien, Herz-Jesu Krankenhaus
Persönlicher Bibelleitspruch „Umsonst habt ihr empfangen, umsonst sollt ihr geben“ (Mt 10,8)
Wieso habe ich mich entschieden, als Seelsorger tätig zu sein?
Krankenhausseelsorge bedeutet für mich an die Ränder zu gehen. Ich darf Menschen aller Couleur begegnen, die jedoch alle durch die Ausnahmesituation Krankenhaus aus ihrem Alltag herausgerissen sind. Diesen Menschen Raum für ihre Bedürfnisse, ihre Sorgen aber auch für ihren Glauben geben zu können, motiviert mich.
Gertrud Nemeth
- Geboren: 1971 in Wien, verheiratet
- Vorberufe: Diplomierte Gesundheits- und Krankenschwester, Trainerin in der Erwachsenenbildung, Religionslehrerin an APS
- Ausbildungsweg: Klinische Seelsorge Ausbildung (KSA) in Österreich
- Aktueller Einsatzort: Göttlicher Heiland Krankenhaus, Wien 17
Persönlicher Bibelleitspruch: "Der Geist des Herrn ruht auf mir; / denn er hat mich gesalbt. Er hat mich gesandt, / damit ich den Armen eine frohe Botschaft bringe; damit ich den Gefangenen die Entlassung verkünde / und den Blinden das Augenlicht; damit ich die Zerschlagenen in Freiheit setze.“ (Lk 4,18)
Wieso habe ich mich entschieden, als Seelsorgerin tätig zu sein?
Ich möchte dem Evangelium ein Gesicht geben. Mit meinen aufmerksam hörenden Ohren, dem zugewandten Blick, mit meinen Reflexionen und meinem Wissen, mit respektvoll, guten Worten im vertrauenden Schweigen möchte ich den mir anvertrauten Menschen Zeugnis von der liebenden Gegenwart Gottes und der Hoffnung auf das Leben, das nicht endet, geben. Ich möchte dem Evangelium mein Gesicht geben – mit Gottes Segen wird es gelingen.
Elisabeth de Parcevaux
- Geboren: in Wien 1977, verheiratet, vier Kinder
- Vorberufe: Assistentin im wirtschaftlichen Bereich, Pädagogin im Lycee Francais
- Ausbildungsweg: Wiener theologischer Kurs, Ausbildung pastorale Berufe, Berufsbegleitende pastorale Ausbildung Österreich (BPAÖ)
- Aktueller Einsatzort: Propsteipfarre Wiener Neustadt
Persönlicher Bibelleitspruch: „Denn wie der Leib einer ist, doch viele Glieder hat, alle Glieder des Leibes aber, obgleich es viele sind, einen einzigen Leib bilden.“ (1. Kor 12, 12)
Wieso habe ich mich entschieden, als Seelsorgerin tätig zu sein?
Weil dieser Beruf mein Herz berührt. Mich motiviert das ehrliche Lachen der Kinder und das Privileg, Menschen in ihren dunkelsten Stunden beizustehen. Mich stärkt der Zusammenhalt im Team und die wunderbare Dynamik im „Weinberg des Herrn“. Die kleinen Gesten – wie eine Essenseinladung vor Stellenantritt oder ein selbstgedichtetes Lied zum Abschied – zeigen mir, wie wertvoll diese Arbeit ist. In Momenten der Stille spüre ich: Gott lässt meine Hand nicht los. Genau diese Erfahrung möchte ich weitergeben und Räume eröffnen, in denen Gottes Liebe für andere spürbar wird.
Für mich bedeutet die Sendung in den pastoralen Dienst: meine eigenen Gaben in den Dienst des einen Leibes zu stellen: Menschen zu begleiten, Gemeinschaft zu fördern, den Glauben zu verkünden, Liturgie und Gebet zu ermöglichen und Menschen in unterschiedlichen Lebenssituationen beizustehen.
Agnes Pesendorfer
- Ausbildungsweg: Studium der katholische Fachtheologie an der Universität Wien. Ausbildung zur Pastoralassistentin im Zentrum für Theologiestudierende.
- Aktueller Einsatzort: Pfarre Breitensee, 14. Bezirk, Wien
Persönlicher Bibelleitspruch: „Gott ist so groß, dass er es wohl wert ist, ihn ein Leben lang zu suchen.“ – Theresa von Avila
Wieso habe ich mich entschieden als Seelsorgerin tätig zu sein?
Mich motiviert Kirche als einen freundlichen, offenen Ort zu gestalten, in dem die große Vielfalt des Menschseins Platz hat. Dass ist leider nicht die einzige Art, wie ich Kirche erlebt habe, aber immer wieder ist mir doch diese bereichernde und bestärkende Seite begegnet. Diese Erfahrung möchte ich weitergeben. In diesem Anliegen und in allem anderen möchte ich mit den Menschen vor Ort gemeinsam nach Gott suchen.
Beatrix Wratzfeld
- Geboren: 1970 in Wien
- Vorberuf: Volksschullehrerin
- Ausbildungsweg: Religionspädagogische Akademie der Erzdiözese Wien, Klinische Seelsorge Ausbildung (KSA) in Österreich
- Aktueller Einsatzort: Caritas Pflegewohnhaus St. Magdalena und Haus Schönbrunn
Persönlicher Bibelleitspruch: „Die aber auf den Herrn hoffen, empfangen neue Kraft, wie Adlern wachsen ihnen Flügel“ (Jes 40,31)
Wieso habe ich mich entschieden als Seelsorgerin tätig zu sein:
Der Glaube ist für mich eine heilsame Kraftquelle. Ich lebe aus meiner Beziehung zu Gott, der meine Hoffnung und Freude, mein Licht und mein Heil ist und ich diese Beziehung den Menschen anbiete. Ich möchte mich empathisch und achtsam auf die existenziellen Fragen und Nöte von pflegebedürftigen Menschen einlassen, mich von ihrer Betroffenheit in Krankheit, Einsamkeit und dem Ringen nach Sinn berühren und mich dabei auf die Spur ihrer Spiritualität führen lassen.
Mich motiviert den Menschen Zeit zu schenken, im Hinhören, um einen Raum der Geborgenheit zu eröffnen, in dem sie sich verstanden und aufgehoben fühlen. Die Menschen in ihrem Dürsten mit Gottes Nähe zu stärken, in seinem Wort, in der Feier der Eucharistie ist der geistliche Wind in meinen Segeln.
Mehr Informationen
Mehr zur Ausbildung: theozentrum.com