Pummerin zur Probe

Anekdoten
Ausgabe Nr. 42
  • Heiter bis heilig
Autor:
Die Pummerin läutet oft als Probe um der auch der Öffentlichkeit die "Stimme Österreichs" zu zeigen.
Die Pummerin läutet oft als Probe um der auch der Öffentlichkeit die "Stimme Österreichs" zu zeigen. ©Stephan Schönlaub

Am 17. Oktober 2025 wurde Josef Grünwidls Ernennung zum Erzbischof von Wien im päpstlichem Bulletin veröffentlicht.

Bereits Tage zuvor brodelte aber die Gerüchteküche. Der damalige Pressesprecher der Erzdiözese Wien, Michael Prüller, hatte alle Hände voll damit zu tun. Ein Jahr später kann man darüber zum Glück schmunzeln. Hier sind einige Auszüge.

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Pummerin läutet nur zur Probe

Datum: 10. Oktober 2025, Betreff: Achtung! Pummerin läutet nur zur Probe

Liebe Dienststellenleiterinnen und -leiter, weil ja die Nervosität steigt und man das sonst vielleicht als „Habemus episcopum!“ missverstehen könnte: Aufgrund einer notwendigen Reparatur der Pummerin wird am Montag, 13.10.2025, die Pummerin zu hören sein. Dabei handelt es sich um ein Probeläuten.  Liebe Grüße Michael Prüller

PS:  Ein Aviso – falls, wie in Österreich üblich, in den kommenden Wochen etwa aus Indiskretionen politischer Kreise der Name des kommenden Erzbischofs von Wien bekannt werden sollte, können wir als Diözese ein solches Gerücht nicht bestätigen, weil der Papst auch nach der Ministerratssitzung seine Wahl noch ganz anders treffen kann. Wir werden eine offizielle Freudens- und Dankbekundung daher erst nach Veröffentlichung der Ernennung im päpstlichen Bollettino veröffentlichen. Gerne wollen wir aber allen Mitarbeitern zu gegebener Zeit per Mail zur Kenntnis bringen, dass es ein solches Gerücht gibt, das wir nicht bestätigen können.

Warten auf den neuen Erzbischof

themaedw@edw.or.at (Thema Kirche online) vom 15. Oktober 2025: 

PS:  Die Gerüchteküche zum Thema „neuer Erzbischof“ steht dermaßen unter Dampf, dass wir dringend empfehlen, auch dann nicht an ein Gerücht zu glauben, wenn es Ihnen schon von zehn Seiten zugetragen wurde. Es gibt weder eine gesicherte Auskunft darüber, ob am vergangenen Donnerstag das Bischofsdikasterium in Rom überhaupt getagt hat, noch dass die Wiener Besetzung auf der Tagesordnung stand, genausowenig, dass es bereits einen Vorschlag des Dikasteriums an den Papst gibt oder dass dieser den Vorschlag bereits akzeptiert hätte. Wir melden uns schon, wenn es Gerüchte mit Substanz gibt. Das kann schon heute Abend sein – oder genauso gut in einer Woche, einem Monat oder (Gott möge abhüten!) in einem Jahr.

Zum Glück hatte das Warten zwei Tage später ein Ende.

©Wiener Domverlag

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Autor:
  • Bernadette Spitzer
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