7. April: Heiliger Johannes de La Salle

Vorbild für Lehrer und Erzieher
Ausgabe Nr. 13
  • Heiligenschein
Autor:
Fand seine Erfüllung in der Schule, die er allen Schichten ermöglichte. ©Irene Unger

Wöchentliche Heilige, vorgestellt von Bernadette Spitzer.

Er war ein echter Schulreformer. Der Orden, den er dafür gründete, war eigentlich ein Nebenprodukt. Johannes-Baptist de la Salle wurde 1651 als erstes von elf Kindern einer adeligen Juristenfamilie geboren und wurde Priester. Seelsorgerlich störte ihn, dass Bildung nur für Reiche möglich war. Deshalb gründete er 1679 zwei kostenlose Schulen. Ein Jahr später begann er, seine Lehrer zum Essen in sein Haus einzuladen, aber bald zogen sie zusammen. Zusätzlich bekam die Gemeinschaft eine geistliche Prägung. 1684 gründeten sie die Brüder der Christlichen Schulen. Und – sie waren Laien, keine Priester.

Werbung

Gründung vieler Schulen durch Johannes

De La Salle gründete viele Schulen, ja er erfand sogar die unterschiedlichsten Schultypen für Kinder und Jugendliche, aber auch für die Ausbildung von Lehrern. Er krempelte das gesamte französische Unterrichtswesen um. So war die Unterrichtssprache Französisch, nicht mehr Latein. Der Unterricht wurde mit Anschauungsmitteln lebensnah gestaltet.

Tod von Johannes de La Salle

Johannes de La Salle starb mit 68 Jahren am 7. April 1719 und wurde 1900 heiliggesprochen. Die Schulbrüder betreuen heute in 80 Ländern in fast 1.000 Einrichtungen an die 900.000 Kinder und Jugendliche, in Österreich an vier Standorten in Wien.

Buchcover Von Bischofsstab bis Besenstiel
©Wiener Dom-Verlag

Das Buch zum Podcast

Heilige, das sind beeindruckende Persönlichkeiten auf allen Kontinenten, in allen Jahrhunderten: Herrscher und Sklaven, Brave und Aufmüpfige, Geistliche und Laien. Diese bunte Schar porträtiert Autorin Bernadette Spitzer in kurzweilig-informativen Geschichten, wobei sie die Besonderheit der jeweiligen Persönlichkeit treffend hervorkehrt. Sie übersetzt die teils sperrigen Quellen in eine heutige Sprache und spart dabei nicht mit einem Augenzwinkern. Die tägliche Auswahl dieser „Vorbilder“ reicht von in der breiten Öffentlichkeit weniger bekannten, bis hin zu solchen, die erst vor kurzem heilig- oder seliggesprochen wurden. Aufgefrischt durch moderne Illustrationen und bemerkenswerte  Zitate wird das Buch zur täglichen Inspirationsquelle.

 

Bernadette Spitzer
Von Bischofsstab bis Besenstiel. Mit 365 Heiligen durchs Jahr.
Wiener Dom-Verlag.
ISBN: 978-3-85351-294-4

Erhältlich im Webshop des Wiener Dom-Verlags.

Schlagwörter
Autor:
  • Bernadette Spitzer
0:00
0:00
Werbung

Neueste Beiträge

| Leben
Erinnerungen eines 96-Jährigen Wieners

1929 geboren, hat Franz Winter in den vergangenen Jahrzehnten viel erlebt. In Sankt Johann Nepomuk (Wien 2) wirkte Winter jahrzehntelang im pfarrlichen katholischen Bildungswerk. Und einmal pilgerte er mit dem damaligen Kaplan Josef Grünwidl nach Mariazell. Jetzt hat Winter ein Buch über sein Leben geschrieben.

| Heiter bis heilig
Anekdoten

Mitten in der Fastenzeit hatte die Autorin dieser Kolumne einen Termin bei einem Pfarrer im Dekanat Gänserndorf. Der Pfarrer liebte seine Arbeit und die Menschen.

| Leben
Musikprojekt

Die Junge Kirche unterstützt das Projekt Laetare, das brasilianische Melodien nach Wien bringt.