29. Juni: Heiliger Paulus

Im Auftrag der Seelsorge
Ausgabe Nr. 26
  • Heiligenschein
Autor:
Podcaster oder Influencer wären heutige Aufgaben für Paulus. ©Irene Unger

Wöchentliche Heilige, vorgestellt von Bernadette Spitzer.

Über Paulus findet man einiges in der Bibel, und nicht nur Nettes. Er stammte aus Tarsus in der heutigen Türkei, war Zeltteppichweber, römischer Bürger und beherrschte Griechisch. Außerdem war er ein Gegner der Christen. Seinen ersten biblischen Auftritt hat er bei der Steinigung des Stephanus, die er zufrieden zur Kenntnis nimmt, bis er eine eindrückliche Begegnung mit Jesus hat.

Werbung

Paulus statt Saulus

Er ist am Weg nach Damaskus, um dort Christen zu verfolgen, als er plötzlich von einem hellen Licht umstrahlt wird und eine Stimme hört: „Saulus, Saulus, warum verfolgst du mich?“ Dieses dramatische Ereignis, das erst eine vorübergehende Erblindung und dann seine Bekehrung nach sich zieht, ist ein beliebtes Motiv der Malerei. Vom radikalen Christengegner wird er zum radikalen Christen und führt seinen Namen Saulus fortan in der griechischen Form Paulus.

Tod von Paulus

Er war maßgeblich dafür verantwortlich, dass sich das Christentum weltweit verbreiten konnte, denn er setzte sich mit seiner Ansicht durch, dass nicht nur Juden Christen werden können, sondern alle Menschen. Paulus unternahm auch waghalsige Missionsreisen. Über seinen Tod berichtet die Bibel nichts. Die gängigste These ist die Hinrichtung im Zuge der Christenverfolgung unter Kaiser Nero um das Jahr 67. Begraben liegt er in Sankt Paul vor den Mauern, einer der vier großen Hauptkirchen und Pilgerziele Roms.

Buchcover Von Bischofsstab bis Besenstiel
©Wiener Dom-Verlag

Das Buch zum Podcast

Heilige, das sind beeindruckende Persönlichkeiten auf allen Kontinenten, in allen Jahrhunderten: Herrscher und Sklaven, Brave und Aufmüpfige, Geistliche und Laien. Diese bunte Schar porträtiert Autorin Bernadette Spitzer in kurzweilig-informativen Geschichten, wobei sie die Besonderheit der jeweiligen Persönlichkeit treffend hervorkehrt. Sie übersetzt die teils sperrigen Quellen in eine heutige Sprache und spart dabei nicht mit einem Augenzwinkern. Die tägliche Auswahl dieser „Vorbilder“ reicht von in der breiten Öffentlichkeit weniger bekannten, bis hin zu solchen, die erst vor kurzem heilig- oder seliggesprochen wurden. Aufgefrischt durch moderne Illustrationen und bemerkenswerte  Zitate wird das Buch zur täglichen Inspirationsquelle.

 

Bernadette Spitzer
Von Bischofsstab bis Besenstiel. Mit 365 Heiligen durchs Jahr.
Wiener Dom-Verlag.
ISBN: 978-3-85351-294-4

Erhältlich im Webshop des Wiener Dom-Verlags.

Schlagwörter
Autor:
  • Bernadette Spitzer
0:00
0:00
Werbung

Neueste Beiträge

Advertorial
Ausbildung am Konservatorium für Kirchenmusik
Diözesankonservatorium

In den drei Ausbildungszweigen "Kirchenmusik", "Lied-Messe-Oratorium" sowie "Neues Geistliches Lied“ werden Schülerinnen und Schüler auf die vielfältigen Aufgaben, als Kirchenmusikerinnen und Kirchenmusiker vorbereitet.

| Leben
Mütter in der Literatur

Erschöpft, überfordert, krank oder verstorben – Mütter haben es in der Kinder- und Jugendliteratur der vergangenen Jahre manchmal schwerer als im echten Leben. Aber warum ist das so? Welche Mutterbilder dominieren und was können Kinder und Jugendliche – aber auch Erwachsene – daraus mitnehmen?

| Meinung
Ihnen gesagt

Chefredakteurin Sophie Lauringer über die Papst-Wahl vor einem Jahr und Papst Leos erstes Jahr im Amt.