Wenn alles am Ende stimmig ist
Ihnen gesagt
Ein Bild, das vielleicht nicht um die Welt geht, aber in unseren Herzen bleiben wird, ist für mich der erste Segen unseres Erzbischofs Josef Grünwidl. Ja, die Verantwortlichen, Nuntius López hat er öffentlich angesprochen, und wir alle in der Kirche von Wien hatten viel Geduld mit ihm. Dafür konnte er schlussendlich ein Jahr nach seiner Ernennung zum Apostolischen Administrator mit starkem Rückenwind zu seiner Bischofsweihe in den Dom einzuziehen – und das nicht nur, weil am Stephansplatz bekanntlich immer der Wind weht, damit der Teufel hier nicht sesshaft wird.
Stimmige Weihe des neuen Erzbischof
Nicht jede Bischofsweihe im Stephansdom ist im Lauf der Geschichte so stimmig in Gottes Melodie – um den Wahlspruch von Josef Grünwidl zu zitieren – verlaufen. Da gab es schon Demos vor der Kirche und ein anderer hat Reißaus genommen. Nicht alle Menschen bewegt oder interessiert es, was ein Erzbischof sagen will, der den Auftrag hat, das Wort Gottes zu verbreiten. Oder wie die Kinder der Domsingschule sangen: „Du bist ein Ton in Gottes Melodie!“ Jede und jeder Einzelne ist ein tragender, wichtiger Ton und gemeinsam sind wir ein Lied, meint Grünwidl. So wünschen wir, dass viele bereit sind, Erzbischof Grünwidls Einladung anzunehmen – er ist dazu jetzt bereit. Sind wir es auch?
Erzbischof Grünwidl: "Nehmt Gottes Melodie in euch auf!"
Denn spannend ist es, in Zeiten der Bekenntniskirche – auch wenn man davon bei der großen Feier nichts bemerkt hat – mit zu überlegen, welche eigene Aufgabe man in dieser Melodie übernehmen kann. Alles dem Erzbischof zu übertragen, ist vielleicht persönlich bequem, aber wohl keine Option. Sonst ist es nicht mehr stimmig und Gottes Melodie klingt dann auch nicht mehr sehr harmonisch.