Vom Wert unserer Arbeit im SONNTAG

Ihnen gesagt
Ausgabe Nr. 42
  • Meinung
In jeder SONNTAG-Ausgabe steckt viel Arbeit.
In jeder SONNTAG-Ausgabe steckt viel Arbeit. ©Lisa Trauer

Chefredakteurin Sophie Lauringer darüber, warum es kein Kavaliersdelikt ist Artikel aus dem SONNTAG zu fotografieren und in den Sozialen Medien zu teilen.

Unbeliebt mache ich mich nicht gerne, auch wenn es den Spruch gibt: „Machen Sie sich einmal unbeliebt, dann nimmt man Sie ernst.“ Worum geht es? Immer wieder erleben wir, dass Artikel aus dem SONNTAG fotografiert und oft in freundlicher Absicht weitergegeben werden mit einem Klick auf Facebook oder Instagram, in eine Mail eingefügt zur Info oder in eine Whats-App-Gruppe, denn das ist ja ohnehin nur eine geschlossene Empfängerrunde. 

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Eine gute PR für den SONNTAG

Uns tut das weh. Warum? Wir leben von den Einnahmen durch den Kauf oder das Abo unserer Zeitung – analog als Heft oder digital auf unserer Website. Wenn aber Artikel unkontrolliert verteilt werden, ist das nicht, wie eine liebe Kollegin meinte, eine gute PR für den SONNTAG, sondern schlicht nicht rechtens. Ich habe dazu einen Medienanwalt kontaktiert, der bestätigt: Das Abfotografieren oder Screenshotten ist eine urheberrechtliche Vervielfältigungshandlung und an sich unzulässig. Das klingt nicht freundlich und bitte, ich will niemanden verärgern. Es gibt nämlich eine ganz einfache Lösung: Wer einen Link von unserer Website oder einem Posting auf Social Media weitergibt, also mittels Link teilt, ist auf der sicheren Seite. Und wir freuen uns doppelt. Warum? Denn dann wissen wir, welche Beiträge von Ihnen besonders geschätzt werden. Jeder einzelne Aufruf auf unserer Website wird nämlich gezählt. So hat unsere Arbeit einen weiteren Mehr-Wert. 

Bezahlschranke beim SONNTAG

Und wenn Sie sich wundern, dass nicht alle Artikel frei zugänglich sind, ist das einfach erklärt. Wir können es uns schlicht nicht leisten, alle Beiträge kostenfrei zugänglich zu machen. Dass wir dafür auch schon gerügt wurden, zeigt das Unverständnis gegenüber der Arbeit in der Redaktion. 

Hier bitte ich Sie um Verständnis! 

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