Unerschütterlicher Glaubensoptimist

SONNTAGs-Jause
Ausgabe Nr. 118
  • Wien und Niederösterreich
Autor:
Den ersten Leitartikel schrieb Michael Prüller im Juli 2013. Mehrere hundert Kommentare sollten folgen.
Den ersten Leitartikel schrieb Michael Prüller im Juli 2013. Mehrere hundert Kommentare sollten folgen. ©Markus Langer/Erzdiözese Wien
Michael Prüller hat rund 700 Kolumnen für den SONNTAG verfasst.
Michael Prüller hat rund 700 Kolumnen für den SONNTAG verfasst. ©Erzdiözese Wien/Markus Langer
Durch seine Familie habe der Journalist immer die aktuellen theologischen und kirchlichen Debatten mitbekommen.
Durch seine Familie habe der Journalist immer die aktuellen theologischen und kirchlichen Debatten mitbekommen. ©Erzdiözese Wien/Markus Langer

Am 5. Juli ist Michael Prüller, der Pressesprecher der Erzdiözese Wien in der SONNTAGs-Jause zu Gast. Er erzählt über seine baldige Pensionierung und blickt zurück auf seine Arbeit.

Dass der studierte Jurist Journalist geworden ist, war fast ein Zufall. Als junger Familienvater war die Einladung der Tageszeitung „Die Presse“, für einige Zeit zu schreiben, willkommen – daraus wurden viele Jahre inklusive der Position des stellvertretenden Chefredakteurs. 

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Michael Prüller als Journalist und Pressesprecher

2011 wechselte er auf die andere Seite der Medienarbeit und wurde Pressesprecher von Kardinal Christoph Schönborn sowie Leiter der Öffentlichkeitsarbeit der Wiener Kirche. Es gab Talsohlen und Höhepunkte von der Missbrauchskrise bis zur Bischofsweihe von Josef Grünwidl. Wirklich frömmer waren die Menschen früher auch nicht, denkt der unerschütterliche Glaubensoptimist. 

Die Kirche und die Familie

Die Arbeit für die Kirche liegt in seiner Familie: Vater Leo war Leiter des Bildungshauses St. Hippolyt, Michael Prüllers Mutter Theresia war Redakteurin der St. Pöltner Kirchenzeitung "kirche bunt". Seine Schwester Veronika war Pastoralamtsleiterin und ist jetzt bei der Caritas tätig. Seine Schwester Maria hat für Stift Melk gearbeitet. Durch seine Familie habe Michael Prüller auch immer die aktuellen theologischen und kirchlichen Debatten mitbekommen, erzählt der Journalist in der SONNTAGs-Jause. 

Was Michael Prüller über die Kirche positiv stimmt

Was stimmt ihn weiter in der Kirche positiv? „Dass so viel guter Wille da ist!“ Michael Prüller lebt in einer Großfamilie mit acht Kindern und mittlerweile zehn Enkeln. Daheim ist er ein bekennender anspruchsvoller Esser, die Topfen­golatschen seiner Frau sind berühmt und „ein Hit“ – das Rezept gibt es online zum Nachbacken. 

©Foto: guteküche.at

Rezept: Topfengolatschen

 

Zutaten für die ganze Familie (Prüller mit zwei Eltern, acht Kindern, zehn Enkelkindern):

  • drei Packungen Blätterteig zum Beispiel Finis Feinstes (ergeben 45 kleine Golatschen)
  • zwei Packungen fetten (gerne 40 Prozent) Topfen à 250 Gramm
  • ein Becher Sauerrahm
  • neun Esslöffel Kristallzucker (weniger, wenn man es nicht gerne so süß hat)
  • eine halbe Zitrone
  • Schalen-Abrieb von einer halben Zitrone
  • drei Packerl Vanillezucker
  • eineinhalb handvoll Rosinen
  • ein Ei

 

Zubereitung:

 

Die Füllung gut durchmischen. Teigblätter aufrollen. Von der Schmalseite drei Bahnen schneiden, von der Breitseite fünf Bahnen (also pro Blätterteig 15 fast quadratische Rechtecke). Füllung auftragen. Gegenüberliegende Ecken zusammendrücken. Blätterteig mit verquirltem Ei bestreichen. Im vorgeheizten Rohr bei Umlufthitze 180 Grad für 20 bis 25 Minuten backen (bis sie schön braun sind). Abkühlen lassen, mit Staubzucker bestreuen. Servieren. Genießen.

Autor:
  • Sophie Lauringer
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