Neues aus dem Stephansdom
Hirtenhund
Tonis Transitus
Auf den Transitus ist Österreich eigentlich nicht gut zu sprechen. LKW-Blechlawinen schieben sich unablässig über die großen Transit-Routen von Nord nach Süd über die Alpen und blasen ihre rußige Hinterlassenschaft in die Luft.
Transit auf himmlischen Routen
Im religiösen Bereich herrscht nicht nur deutlich weniger Verkehr auf den Transitus-Routen – das Wort ist auch noch positiv konnotiert: Es bedeutet nämlich so viel wie „Übergang“ von der einen Welt in die andere, vom Leben in ein anderes Leben. Vorbehalten ist er aktuell der Gottesmutter Maria und dem Hl. Franz von Assisi, dessen „Transitus“ vor 800 Jahren unlängst gefeiert wurde. Ohne Stau vor den Kirchen. Dafür hier und da mit verstopften Sprechautobahnen. Denn so viel, wie rund um den Tierfreund aus den Abruzzen, wurde schon lange nicht mehr heiße Schöpfungsverantwortungs-Luft ausgestoßen... Gut, das war jetzt ein bissi böse.
Vom Berufs- ins Pensionsleben
Blicken wir lieber liebevoller auf einen anderen Transitus – jenen vom Berufs- ins Pensionsleben: Diesen Übergang wird uns nämlich aller Voraussicht nach unser Dompfarrer Toni demnächst per Live-Ticker in die Timeline pusten. Denn seit kurzem ist Toni auf Instagram präsent – unter @tonifaber_official postet er bereits Videos aus dem Stephansdom. Und er erklärt im Blick auf seine Nicht-Teilnahme bei „Dancing Stars“ in vielsagender James-Bond-Manier „Sag niemals nie“.
Der Stephansdom und seine Verbotsliste
Apropos Stephansdom: Falls Sie mal wieder in der Innenstadt mit einem Schrankkoffer oder einem sonstigen Doppelhaushälften-großen Gepäckstück unterwegs sein sollten, Achtung: Der Dom lässt Sie nicht mehr hinein. Man habe die Sicherheitsvorkehrungen an internationale Standards angepasst, hieß es. Ein Blick in die Verbotsliste zeigt eindrucksvoll, was sonst alles verboten ist: Handys, Eiscreme, Burger, Zigaretten, kurze Röcke und Tops, Musik, Hüte, kleine Luftballons und – Hunde! Trösten Sie sich: Es bleiben ja wesentliche Dinge weiterhin erlaubt. Etwa Drohnen, Heißluftballons und Zeppeline, Kabelgebundene Wählscheibentelefone, Pizza und Pommes, Pfeifen, Kopftücher (! Hui, tatsächlich?), mobile Campingkocher, E-Bikes und - Katzen.
Mit Maria durch den Transit
Falls Sie also demnächst wieder auf einer der Transit-Routen durch die Republik rauschen, bleiben Sie doch kurz an einer Kirche stehen und gedenken Sie, wenn schon nicht Ihres vermutlich nicht Franziskus-gerechten ökologischen Fußabdrucks, so doch zumindest der Gottesmutter. Als „Magna Mater Austriae“ gibt sie sicher sicheres Geleit – bei welchem Transitus auch immer. Vielleicht postet ja Toni kurz vor seinem Pensions-Transitus etwas zur Gottesmutter. Zumindest auf Frauen soll er ja angeblich hören.