Schöpfungszeit

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Ausgabe Nr. 36
  • Meinung
Gedanken zur Schöpfungszeit.
Gedanken zur Schöpfungszeit. ©pixabay

Chefredakteurin Sophie Lauringer über Klimagerechtigkeit und die Schöpfungszeit.

Eine engagierte Gruppe von „Futuro Vegetal“ in Spanien fordert mehr  „Klimagerechtigkeit“ und schritt gleich zur Tat. Einige Vertreter (ich weiß nicht, ob auch Frauen dabei waren) beschmierten die weltberühmte Basilika Sagrada Família in Barcelona mit Farbe. Die Gruppe, die ihre Intention in ihrem Facebook-Auftritt mit „Guter Zweck“ angibt, veröffentlichte dazu ein Video, in dem zwei ihrer Mitglieder eine Säule der Kathedrale mit roter und schwarzer Farbe besprühen und „Klimagerechtigkeit“ skandieren. Mit der Aktion prangere man „das Versäumnis der Regierung an, Maßnahmen gegen die Klimakrise und deren Auswirkungen auf die Waldbrände zu ergreifen“, die in den vergangenen Monaten „die iberische Halbinsel und einen Großteil Europas verwüstet haben“. Das einzig Richtige passierte danach: Sie wurden umgehend von Sicherheitskräften festgenommen. 

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Worte zur Schöpfungszeit

Was soll ich dazu schreiben nach der ersten Woche in der von der Kirche ausgerufenen Schöpfungszeit? Verstehen Sie mich bitte richtig: Seit meiner frühesten Jugend ist mir vermittelt worden, dass wir uns ALLE für unsere Welt, unseren Planeten, unsere Umwelt und unser Leben einsetzen müssen. Aber das bitte in einer Kommunikationskultur, die auch für alle erträglich ist. Mir waren Schmierereien an öffentlichen Orten schon immer unsympathisch. 

Schöpfungszeit: Anregung zum Nachdenken

Destruktives Verhalten an Gemäuern, Objekten oder auch in der Natur stört mich. Verstehen kann ich es auch nicht: Ob es dem Klima nützt, wenn eine Gruppe eine Kirche beschmiert, wage ich doch sehr in Zweifel zu ziehen. Ich hoffe, es waren zumindest umweltverträgliche Farben, die man gut abwaschen kann. Wer einen anderen Ansatz hat, ist Kardinal Peter Turkson, indem er eine weltweite Änderung einfordert. So stelle ich mir Nachdenken und eine Diskussionskultur vor. 

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