Rambo Zambo mit dem Papst

Hirtenhund
Ausgabe Nr. 8
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©Der SONNTAG

Der Hirtenhund bellt diese Woche über das aktuelle Wahlergebnis der deutschen Bundestagswahl und macht sich Sorgen über den kritischen Gesundheitszustand von „il papa", Papst Franziskus.

Eigentlich sollte in diesen Tagen die tolle Zeit ihren Höhepunkt finden. Es ist Fasching. Tatsächlich scheinen allüberall die Narren los zu sein … Gewiss, vielen Menschen ist derzeit nicht nach Feiern zumute. Und auch aus Rom kommen keine erfreulichen Nachrichten: Il Papa geht es nicht gut. Es ist ernst. Unwörter wie Thrombozytopenie, Niereninsuffizienz und Sauerstofftherapie mit Nasenkanülen machen die Runde. Dabei bräuchten wir doch eine starke Stimme so dringend – eine Stimme, die ansagt, was denn die nächsten Schritte auf dem Weg zu einer „synodalen Kirche“ sein sollen. Eine Stimme auch, die sich der allgemeinen Tristesse entgegenstemmt – und die (wohlgemerkt als absoluter Monarch …) Europa Orientierung gibt und Mut zuspricht angesichts der nationalstaatlichen Selbstverzwergung, die derzeit von Wahl zu Wahl um sich greift.

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Huch, verdekliniert?

Schließlich bräuchte es seine starke Stimme auch, um mit dem neuen starken Mann in Deutschland, Friedrich Merz, Latein zu pauken. Dieser hatte bei der Wahlparty „Ab jetzt Rambo Zambo!“ angekündigt. Rambazamba kenne ich wohl. Aber Rambo Zambo? Sind dem großen weißen Mann da vielleicht Genus und Deklinationstabellen durcheinandergeraten? Statt Ramba, Rambae, Rambae, Rambam, Ramba plötzlich Rambus, Rambi, Rambo, Rambum, Rambo? Franz(iskus), hilf! Wo, wenn nicht in Rom ließe sich dies aus-merzen. Vielleicht, wenn der Papst wieder fit ist – im März? Wobei ihn dann bereits genügend weitere Aufgaben in der Ewigen Stadt erwarten.

Halleluja-Eis

So hängt schließlich das Schicksal einer ganzen Industrie an ihm. Tatsächlich schwächelt nämlich laut jüngsten Meldungen das internationale Pilgerwesen. Und es wäre doch wirklich ärgerlich, wenn die Gelaterien im Heiligen Jahr auf ihren eigens kreierten Eissorten sitzen bleiben würden – etwa auf der „Eissorte des Jahres“ namens „Halleluja“. Kein Witz. Der Name steht bereits fest – nun ist es an den Zauber-Frostiers, einen entsprechend himmlischen Geschmack zu zaubern und bei der Süßwaren-Fachmesse „SIGEP“ in Rimini einzureichen. Der Sieger soll am 23. März bei einer großen Eisverkostung nahe dem Petersdom präsentiert werden.

Im vergangenen Sommer lag der Eiskugeldurchschnittspreis in Rom bei 3,63 Euro – pro Kugel. Heuer sollen schon Deals von 16 Euro für zwei Kugeln abgeschlossen worden sein. Ein Fall für den VKI, wenn Sie mich fragen. Oder für ein Machtwort des Papstes, der möglichst rasch wieder genesen möge. Bis dahin gilt der römische Faschingsgruß: „The pope is fine until he’s dead“. Darauf ein Halleluja(-Eis)!

 

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