Pfarrer stürzt in den Bergen ab

Anekdoten
Ausgabe Nr. 5
  • Heiter bis heilig
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Wanderschuhe auf Berg
Wanderunfall im Höllental. ©iStock / Melpomenem
Pfarrer Tassilo
Herr Tassilo, hier in einem offiziellen Foto von Stift Klosterneuburg, ist sportlich und kraxelt auch auf Berge. ©Niki Trat

Chorherr Tassilo Lorenz aus dem Stift Klosterneuburg verletzte sich beim Wandern im Höllental.

Einen Tag vor seinem Geburtstag am 17. Jänner 2024 ging der Chorherr Tassilo Lorenz aus dem Stift Klosterneuburg zum Wandern ins Höllental, das den Schneeberg und die Rax trennt. Am Rückweg querte er ein Schneefeld, das allerdings unter der Schneeschicht stark vereist war.

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Dabei kam er ins Rutschen und stieß mit seinem Knöchel so massiv an einen Felsen, dass er sich Schien- und Wadenbein des rechten Unterschenkels brach. 

Pfarrer in Gefahr

Er lag auf dem Eisfeld und konnte sich kaum bewegen. Zudem hatte er weder im Stift Bescheid gesagt, dass er die Tour machen werde, noch irgendeinen Menschen am Berg getroffen. Zum Zeitpunkt des Unfalls wusste daher niemand, wo er war. Gott sei Dank hatte er Handyempfang und wurde von der Bergrettung Reichenau geborgen. Im Spital Wiener Neustadt wurde er noch in der Nacht operiert. Später bedankte er sich bei der Bergrettung Reichenau für die professionelle Arbeit der Bergkameraden.

Opfer gesucht und im Stift gefunden

Kurz darauf plante der ORF mit dem Alpenverein eine Sendung für die Reihe „Kreuz und Quer“ zum Thema „Helden und Mut“. Bei der Planungssitzung kam die Idee auf, ein Opfer eines Bergunfalls zur Sprache kommen zu lassen. Die Reichenauer Bergretter erzählten dem Drehbuchautor, dass sie einen netten Pfarrer kennen würden. Also rief der ORF bei Tassilo an, ob er für einen Dreh bereit wäre. Dieser sagte unter einer Bedingung zu: „Nachspielen werde ich den Unfall nicht.“ Kurz darauf drehte man im schönen Höllental, der Beitrag wurde dann auch im ORF ausgestrahlt.

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Autor:
  • Bernadette Spitzer
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