Neue Schöpfung

Meinung
Ausgabe Nr. 39
  • Spiritualität
Autor:
©Canva

Pater Georg Ziselsberger, Steyler Missionar und Vorstandsmitglied der ARGE Schöpfungsverantwortung, schreibt über Schöpfungsverantwortung, die drei kirchlichen Gedenktage im September und die Gedanken Ivan Illichs.

Welche Botschaft können wir in den drei kirchlichen Fest- beziehungsweise. Gedenktagen im September im Kontext der Schöpfungszeit entdecken? Die Kirche feiert das Fest der Kreuzerhöhung am 14.9., gedenkt am Tag danach (15.9.) der Schmerzen Mariens und am 17.9. der Heiligen Hildegard von Bingen. 

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Die Schöpfung als Geschenk

Gottes Schöpfung ist ein wunderbares Geschenk. Auch wenn sie in ihrer materiellen Form vergänglich ist, bleibt sie in der Hoffnung auf eine Neue Schöpfung unvergänglich. Dieses Geschenk soll die Liebe im Menschen wecken und zu einem verantwortungsvollen Handeln für Gerechtigkeit und Frieden bewegen.

Kreuz, Leid und Hoffnung

Das Kreuz hat eine besondere Bedeutung für die Neue Schöpfung in Christus. Die „Schmerzen Mariens“ erinnern daran, dass Liebe auch mit Leid verbunden ist. Die heilige Hildegard von Bingen sieht den Menschen als Teil des „Gemeinsamen Hauses der Schöpfung“ und ruft dazu auf, Hoffnung zu verkünden und für Gerechtigkeit einzustehen.

Ivan Illichs prophetische Botschaft

Anlässlich des 100. Geburtstags des katholischen Priesters Ivan Illich erinnert Ziselsberger an dessen Kritik an der modernen Industriegesellschaft. Illich warnte davor, dass Bürokratie und Hochtechnologie die natürlichen Grenzen der Schöpfung überschreiten und dadurch Mensch und Natur schaden.

Selbstbegrenzung und Konvivialität

Als Antwort darauf steht Illichs Forderung nach „Selbstbegrenzung und Konvivialität“. Die drei kirchlichen Gedenktage erinnern daran, Verantwortung für die Schöpfung zu übernehmen und trotz bestehender Krisen an Hoffnung und eine bessere Zukunft festzuhalten.

Autor:
  • Pater Georg Ziselsberger
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