Im Namen Jesu Christi

6. Sonntag der Osterzeit
Ausgabe Nr. 18
  • Sonntag
Zeichnung mit bunten Silhoutetten von Menschen.
Gott liebt die Vielfalt. ©Pixabay/Gerd Altmann

Gedanken zur 1. Lesung von Sr. M. Anna Pointinger

6. Sonntag der Osterzeit, Lesejahr B – 5. Mai

Im Haus des Hauptmanns Kornelius verstand der Apostel Petrus, nachdem er schrittweise dahingeführt wurde, nun endgültig, dass Gott in jedem Volk willkommen ist, wer ihn fürchtet.

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Der Apostel hatte seine Rede noch gar nicht beendet, da schenkte sich der Heilige Geist in die Herzen aller, unabhängig davon, welcher Nation, Gruppe, gesellschaftlichen Schicht sie auch angehörten, und vereinte sie im gemeinsamen Lobpreis Gottes. Dem zuvorkommenden Wirken Gottes musste die sakramentale Aufnahme in die Kirche durch die Taufe im Namen Jesu Christi folgen. Was bedeutet mir die Taufe? Wo erfahre ich das zuvorkommende Wirken Gottes?

In der Taufe nimmt der dreifaltige Gott Wohnung in mir und ich bin hineingenommen in ihn, der in sich Gemeinschaft ist. Mit der Taufe gehöre ich zur Gemeinschaft der Kirche und habe Anteil an ihrer Sendung.

Gemeinschaft in diesem Geist ist stets offen und unterwegs zu den Menschen und möchte neue Gemeinschaften bilden, deren gemeinsame Mitte der Glaube an den dreifaltigen Gott ist. Das entspricht unserem Menschsein und unserem Glaubensweg, auf welchem wir auf Gemeinschaft angewiesen sind. So sehr Gemeinschaft auch herausfordern kann, ist die Kleine
Schwester Magdeleine Hutin doch überzeugt, dass sich „die Sendung Christi mit jeder Kultur und jedem Nationalcharakter verbinden lässt“.

Die tiefe Verwurzelung in den vielfältigen Formen christlicher Gemeinschaften ist der Nährboden, um im christlichen Leben zu wachsen und die Auferstehung Jesu mit seinem eigenen Leben zu bezeugen.

1. Lesung Apostelgeschichte 10,25–26.34–35.44–48

Die junge Kirche breitet sich über die Grenzen des Judentums hinaus aus und tauft Heiden.

Als Petrus in Cäsaréa beim Hauptmann Kornélius ankam, ging ihm dieser entgegen und warf sich ihm ehrfürchtig zu Füßen. Petrus aber richtete ihn auf und sagte: Steh auf! Auch ich bin nur ein Mensch. Da begann Petrus zu reden und sagte: Wahrhaftig, jetzt begreife ich, dass Gott nicht auf die Person sieht, sondern dass ihm in jedem Volk willkommen ist, wer ihn fürchtet und tut, was recht ist. Noch während Petrus redete, kam der Heilige Geist auf alle herab, die das Wort hörten. Die gläubig gewordenen Juden, die mit Petrus gekommen waren, konnten es nicht fassen, dass auch auf die Heiden die Gabe des Heiligen Geistes ausgegossen wurde. Denn sie hörten sie in Zungen reden und Gott preisen. Petrus aber sagte: Kann jemand denen das Wasser zur Taufe verweigern, die ebenso wie wir den Heiligen Geist empfangen haben? Und er ordnete an, sie im Namen Jesu Christi zu taufen. Danach baten sie ihn, einige Tage zu bleiben.

2. Lesung 1. Johannesbrief 4,7–10

Gott liebt uns und hat uns seinen Sohn gesandt.

Geliebte, wir wollen einander lieben; denn die Liebe ist aus Gott und jeder, der liebt, stammt von Gott und erkennt Gott. Wer nicht liebt, hat Gott nicht erkannt; denn Gott ist Liebe. Darin offenbarte sich die Liebe Gottes unter uns, dass Gott seinen einzigen Sohn in die Welt gesandt hat, damit wir durch ihn leben. Darin besteht die Liebe: Nicht dass wir Gott geliebt haben, sondern dass er uns geliebt und seinen Sohn als Sühne für unsere Sünden gesandt hat.

Evangelium Johannes 15,9–17

Der Auftrag Jesu ist, einander zu lieben.

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Wie mich der Vater geliebt hat, so habe auch ich euch geliebt. Bleibt in meiner Liebe! Wenn ihr meine Gebote haltet, werdet ihr in meiner Liebe bleiben, so wie ich die Gebote meines Vaters gehalten habe und in seiner Liebe bleibe. Dies habe ich euch gesagt, damit meine Freude in euch ist und damit eure Freude vollkommen wird. Das ist mein Gebot, dass ihr einander liebt, so wie ich euch geliebt habe.
Es gibt keine größere Liebe, als wenn einer sein Leben für seine Freunde hingibt. Ihr seid meine Freunde, wenn ihr tut, was ich euch auftrage. Ich nenne euch nicht mehr Knechte; denn der Knecht weiß nicht, was sein Herr tut. Vielmehr habe ich euch Freunde genannt; denn ich habe euch alles mitgeteilt, was ich von meinem Vater gehört habe. Nicht ihr habt mich erwählt, sondern ich habe euch erwählt und dazu bestimmt, dass ihr euch aufmacht und Frucht bringt und dass eure Frucht bleibt. Dann wird euch der Vater alles geben, um was ihr ihn in meinem Namen bittet. Dies trage ich euch auf, dass ihr einander liebt.

Quelle: Lektionar für die Bistümer des deutschen Sprachgebiets. Authentische Ausgabe für den liturgischen Gebrauch. Band I: Die Sonntage und Festtage im Lesejahr A, Freiburg u. a. 2019. © staeko.net

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