History: Die Geschichte der Erzdiözese Wien

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Besonders beliebt und in guter Erinnerung geblieben ist Franz König, damaliger Kardinal und Erzbischof der Erzdiözese Wien. Hier ist er mit Konzilsvater Papst Johannes XXIII. (Mitte) und seinem Zeremoniär Helmut Krätzl (rechts) zu sehen.
Besonders beliebt und in guter Erinnerung geblieben ist Franz König, damaliger Kardinal und Erzbischof der Erzdiözese Wien. Hier ist er mit Konzilsvater Papst Johannes XXIII. (Mitte) und seinem Zeremoniär Helmut Krätzl (rechts) zu sehen. ©Archiv Wiener Kirchenzeitung
Den Osten im Blick: Begegnung zwischen Kardinal Franz König (schon als hochbetagter Emeritus) und dem Ökumenischen Patriarchen Bartholomaios 1999 in Wien.
Den Osten im Blick: Begegnung zwischen Kardinal Franz König (schon als hochbetagter Emeritus) und dem Ökumenischen Patriarchen Bartholomaios 1999 in Wien. ©kathbild.at/Rupprecht

Die Erzdiözese Wien resultiert aus einer späten und politisch erkämpften kirchlichen Emanzipation vom Bistum Passau, dessen Jurisdiktion große Teile Österreichs umfasste.

Die Gründung des Bistums Wien erfolgte 1469 unter Kaiser Friedrich III. durch Papst Paul II., trat aber erst 1480 in Kraft, da Passau die Umsetzung lange blockiert hatte. Der Stephansdom wurde zur Kathedrale. Die neue Diözese, zu der auch das gleichzeitig entstandene kleine Bistum Wiener Neustadt zählte, blieb zunächst territorial und finanziell stark limitiert. 1722/23 wurde Wien unter Kaiser Karl VI. zur Erzdiözese und Metropolie erhoben.

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Territoriale Gestalt der Erzdiözese Wien

Die heutige territoriale Gestalt wurde jedoch erst durch die tiefgreifende Diözesanregulierung unter Kaiser Joseph II. (1784/85) geschaffen. Er beendete die Jurisdiktion Passaus in Österreich und das Erzbistum Wien erhielt seinen heutigen Umfang in Wien und dem östlichen Niederösterreich. Gleichzeitig wurde das Bistum Wiener Neustadt aufgelöst und sein Gebiet ging in die neugegründete Diözese Sankt Pölten über. Pfarren außerhalb der Erblande, beispielsweise in Mähren, wurden den dortigen Diözesen zugeschlagen. Die letzte Anpassung erfolgte 1960 mit der Gründung der Diözese Eisenstadt (Burgenland), die ebenfalls der Kirchenprovinz Wien angehört. Bislang hatte Wien 32 Bischöfe, davon 16 Erzbischöfe und 14 Kardinäle. Wien gilt seit dem 18. Jahrhundert als traditioneller Sitz eines Kardinals. Der erste Wiener Kardinal war Melchior Khlesl (1598–1630). Von den 16 Erzbischöfen wurden nur drei nicht zu Kardinälen erhoben. Als Erzbischof ist der Wiener Oberhirte Metropolit der Wiener Kirchenprovinz mit den Suffraganbistümern Linz, Sankt Pölten und Eisenstadt.

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