Gemeinsam Kirche gestalten

Meinung
Ausgabe Nr. 4
  • Meinung
Autor:
Priorin Franziska Madl und Propst Anton Höslinger leiten als Vorsitzende die Österreichische Ordenskonferenz.
Priorin Franziska Madl und Propst Anton Höslinger leiten als Vorsitzende die Österreichische Ordenskonferenz.
©Ordensgemeinschaften Österreich, Fotograf W. Hanzmann

Priorin Franziska Madl und Propst Anton Höslinger leiten als Vorsitzende die Österreichische Ordenskonferenz. In ihrem Kommentar gratulieren Sie Josef Grünwidl zur baldigen Weihe zum 33. Erzbischof von Wien und über die Arbeit für die katholische Kirche.

Mit großer Freude und Dankbarkeit begleiten wir die Weihe von Erzbischof Josef Grünwidl. Seine Ernennung und Weihe ist ein wichtiges Signal für die Erzdiözese Wien und die Kirche in Österreich. Im Namen aller Ordensleute in Österreich gratulieren wir ihm von Herzen und danken ihm, dass er diese schwierige Herausforderung auch angenommen hat. 

Werbung

Erzbischof Josef Grünwidl wird die Kirche Österreichs prägen

Wir kennen ihn als einen den Menschen zugewandten, reflektierten und spirituellen Seelsorger, der aus einer geistlichen Mitte heraus handelt, nahe an den Menschen ist und mit viel pastoraler Erfahrung auftritt. Diese Eigenschaften werden ihm helfen, die Kirche durch die herausfordernden Jahre des Umbruchs zu führen, in denen wir längst stehen. Für diese Aufgabe wünschen wir ihm Kraft, Zuversicht, Gottes Segen – und Menschen, die ihn tragen, beraten und unterstützen. Erzbischof Josef Grünwidl wird die Kirche Österreichs in den nächsten Jahren sicher prägen und in eine gute Zukunft führen. 

Mit Menschenliebe und Freude Kirche leben

Für uns Ordensgemeinschaften ist die Weihe auch ein Moment der Zusage: Wir verstehen uns als verlässliche Partner der Erzdiözese. Schon die Zusammenarbeit in seiner Zeit als Bischofsvikar war geprägt von gegenseitigem Respekt und einem gemeinsamen Blick nach vorne. Viele Ordensmänner und Ordensfrauen arbeiten seit Jahrzehnten in der Pfarrseelsorge und kategorialen Seelsorge der Diözese – ein Feld, das Erzbischof Grünwidl besonders vertraut ist. Mit seiner Menschenliebe und Freude will er Kirche leben, Kirche bauen – ein guter Ansatz, um eine so große Diözese zu leiten.

In den kommenden Jahren sehen wir breite gemeinsame Aufgaben. Zentrum unseres gemeinsamen Handelns bleibt die Begleitung von Menschen in allen Lebenslagen. Diese Aufgabe stellt sich heute inmitten eines tiefgreifenden Informationsumbruchs: In Zeiten von künstlicher Intelligenz, sozialen Medien und Fake News gilt es, Glaubwürdigkeit und Wahrhaftigkeit neu zu gewinnen. Hinzu kommen weitere gemeinsame Aufgaben wie Pflege und Altersversorgung, Ausbildung, die Sorge um jüngere Mitglieder sowie Opferschutz. Wir sind überzeugt: All diese Herausforderungen können nur gemeinsam bewältigt werden. Denn: Was einen Bischof und eine Diözese beschäftigt, beschäftigt auch die Orden.

Wir freuen uns auf diesen gemeinsamen Weg! 

Der Kommentar drückt ihre persönliche Meinung aus!

Schlagwörter
Autor:
  • Priorin Franziska Madl
  • Propst Anton Höslinger
Werbung

Neueste Beiträge

Advertorial
Ausbildung am Konservatorium für Kirchenmusik
Diözesankonservatorium

In den drei Ausbildungszweigen "Kirchenmusik", "Lied-Messe-Oratorium" sowie "Neues Geistliches Lied“ werden Schülerinnen und Schüler auf die vielfältigen Aufgaben, als Kirchenmusikerinnen und Kirchenmusiker vorbereitet.

| Leben
5. Mai, Tag des Lokaljournalismus

Was passiert eigentlich in unseren Pfarrgemeinden? Wer berichtet über Kirchenfeste sowie neue Projekte und gibt Einblicke in Kultur und Glauben? Genau hier zeigt sich, wie wichtig Lokaljournalismus für das kirchliche Leben ist. Doch was ist „Lokaljournalismus“ überhaupt?

| Weltkirche
Friede als Auftrag

Die Herausforderungen des neuen Prager Erzbischof Přibyl sind unter anderem, Versöhnung zu schaffen und Reformstaus anzugehen: Mit Stanislav Přibyl übernimmt ein erfahrener Seelsorger und Kirchenfunktionär die Erzdiözese Prag. Der Redemptorist bringt den Friedensgedanken nicht nur als Motto, sondern als konkreten Auftrag mit.