Frauenpower im Vatikan

SONNTAGs-Jause
Ausgabe Nr. 102
  • Sonntagsjause
Autor:
Berichtet aus und lebt in Rom: Gudrun Sailer trinkt als Österreicherin ihren Cappuccino auch am Nachmittag.
Berichtet aus und lebt in Rom: Gudrun Sailer ist begeisterte Journalistin und interessiert sich für Frauen im Vatikan. ©Privat/zur Verfügung gestellt
Obwohl Sie in Rom lebt, trinkt Gudrun Sailer ihren Kaffee lieber nach Wiener Art.
Obwohl Sie in Rom lebt, trinkt Gudrun Sailer ihren Cappuccino nach Wiener Art auch am Nachmittag - das ist in Italien ganz unüblich. ©Redaktion

Am 8. März 2026 ist Chefredakteurin Sophie Lauringer in der SONNTAGs-Jause bei der österreichischen Vaticanista, Gudrun Sailer, im Vatikan zu Gast.

Der erste Papst, der den Frauen am 8. März zum Weltfrauentag gratuliert hat, war Johannes Paul II., der die Tradition aus dem damals kommunistischen Polen in den Vatikan gebracht hat.

Werbung

Frauen im Vatikan

Seit dem Pontifikat von Papst Franziskus sind die Frauen im Vatikan auch an der Spitze angekommen, weiß Gudrun Sailer. Die Österreicherin selbst arbeitet seit 23 Jahren bei Vatican News. Die Vaticanista ist auch eine Networkerin. Seit zehn Jahren gibt es den Verein „Donne in Vaticano“ – „Frauen im Vatikan“. Denn 1.300 Frauen, das sind ¼ der Mitarbeiterinnen im kleinsten Staat der Welt,arbeiten im Vatikan. Sie selbst ist pragmatisch: „Gekämpft wird nicht, aber wir Frauen sind da!“ Und so ist sie weiter zuversichtlich.

Ihre Geheimtipps in Rom sind Bibliotheken, die wir gerne verlinken, und die deutschsprachige Gemeinde in der Santa Maria dell'Anima sowie der Campo Santo Teutonico, bei dessen Bruderschaft sie selbst Erzschwester ist.

Vatikan und Vanillekipferl

Ihre österreichische Identität lebt sie auch in Rom gerne, wo es jedoch keine Jause gibt. Gudrun Sailer trinkt ihren Cappuccino auch am Nachmittag, was in Italien absolut unüblich ist, und sie bäckt alljährlich Vanillekipferl, die bei ihrer italienischen Familie zu Weihnachten besonders willkommen sind. 

©Redaktion

Rezept: Vanillekipferl


Zutaten (für zwei Bleche):

  • 280 Gramm Mehl
  • 210 Gramm kalte Butter
  • 100 Gramm geriebene Mandeln
  • zwei gehäufte Esslöffel Zucker
  • zwei Dotter
  • eine Prise Salz
  • Vanilleschote
  • Staubzucker zum Wälzen


Zubereitung:

Kalte Butter in kleine Würfel schneiden und mit Mehl abbröseln. Mit Dotter, Zucker, Salz und Mandelmehl rasch zu einem Teig verarbeiten.  In vier Portionen aufteilen und eine Stunde kaltstellen.  Kipferl formen, im vorgeheizten Rohr blassgelb backen bei 160 Grad Umluft, circa 8 Minuten. Vanille aus der Schote kratzen, mit Staubzucker mischen, die Kipferl noch heiß darin rollen.

Autor:
  • Sophie Lauringer
0:00
0:00
Werbung

Neueste Beiträge

| Termine
Highlights

Entdecken Sie spirituelle Höhepunkte in Wien und Niederösterreich. Stöbern Sie in unseren sorgfältig ausgewählten Terminen für kirchliche Highlights und lassen Sie sich inspirieren.

| Meinung
Ihnen gesagt

Chefredakteurin Sophie Lauringer über den Frauenmonat März, den Weltfrauentag am 8. März und Rechte von Frauen weltweit.

| Kunst und Kultur
„Teil des ganz normalen Lebens bleiben“

Mit „Vier minus drei“ hat Barbara Pachl-Eberhart 2010 nicht nur ein Buch über den Unfalltod ihrer Familie geschrieben, sondern auch davon erzählt, wie sie sich weder das Leben davor noch das Leben danach wegnehmen hat lassen. Adrian Goiginger bringt die Geschichte nun auf die Leinwand.