An die 35 Millionen vertieften ihren Glauben in Rom

Heiliges Jahr beendet
Ausgabe Nr. 2
  • Weltkirche
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Sichtbares Ende: Papst Leo XIV. schloss am 6. Jänner die Heilige Pforte am Petersdom. ©Vatican Media

Das Heilige Jahr 2025 mit seinem Motto „Pilger der Hoffnung“ endete offiziell am 6. Jänner mit der Schließung der Heiligen Pforte am Petersdom durch Papst Leo XIV. Seit dem Konklave im Mai herrscht in Rom eine spürbare Aufbruchsstimmung.

Bis zur Schließung der Heiligen Pforte am Petersdom dürften an die 35 Millionen Pilgerinnen und Pilger anlässlich des Heiligen Jahres in die Ewige Stadt gekommen sein. Zum Vergleich: Im Heiligen Jahr 2000 kamen 25 Millionen Menschen, beim Heiligen Jahr der Barmherzigkeit 2016 waren es 20 Millionen. Gigantisch war die Zahl beim Heilig-Jahr-Treffen der Jugend: Im August versammelten sich südöstlich von Rom an die 1,2 Millionen junge Menschen, um mit dem Papst den Glauben zu feiern. Jede Woche gab es in diesem Heiligen Jahr thematische Sondertreffen, für die Armen, die Gefangenen, für Regierungen, Priester, Diakone, Beschäftigte im Gesundheitswesen, in Justiz oder Medien, für Chöre, Sportler, Influencer, für Familien, Jugendliche und Senioren.

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Petersdom: neuer „Raum des Zuhörens“

Im Heiligen Jahr sind viele nach Rom gekommen, um die Heiligen Pforten zu durchschreiten, am Grab des Apostels Petrus zu beten und ihre Bindung an Christus zu erneuern. „Dies erinnert uns daran, dass unser ganzes Leben eine Reise ist, deren letztes Ziel Raum und Zeit übersteigt, um sich in der Begegnung mit Gott in der vollkommenen und ewigen Gemeinschaft mit ihm zu vollenden“, betonte Papst Leo XIV. Der Vatikan reagierte auch auf die veränderten Erwartungen der Menschen an die Kirche: Im September wurde im Petersdom ein „Raum des Zuhörens“ geschaffen. In einer schlichten Kabine im linken Seitenschiff kann man Priestern, Ordensleuten oder Laien sein Herz ausschütten über Probleme und existentielle Fragen.

Heilige Jahre mit zwei Päpsten

Das Jubiläum 2025 war das zweite Heilige Jahr der Kirchengeschichte, das von zwei Päpsten geprägt wurde. Im Heiligen Jahr 1700 starb Innozenz XII., ihm folgte Papst Clemens XI. Der Tod von Franziskus im April 2025 und die Wahl von Papst Leo XIV. im Mai haben dem Heiligen Jahr dann eine besondere Dynamik verliehen. Während die ersten Monate von der krankheitsbedingten Abwesenheit des Papstes geprägt waren, hat sich nach dem Konklave eine Aufbruchsstimmung eingestellt.

2033: Das „Jahr der Erlösung“

Bereits die Ankündigungsbulle von Papst Franziskus stellte das Heilige Jahr 2025 in einen größeren zeitlichen Bogen – von 2000 über das Heilige Jahr der Barmherzigkeit 2016 bis hin zum Jahr 2033. Papst Leo XIV. hat für 2033 ein „Heiliges Jahr der Erlösung“ angekündigt, in Erinnerung an den Tod und an die Auferstehung von Jesus Christus vor 2.000 Jahren. Die Planungen dafür können beginnen – in den Diözesen, in den Pfarren und auch persönlich. 

Autor:
  • Stefan Kronthaler
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