8. April: Seliger August Czartoryski

Alles für die Berufung
Ausgabe Nr. 14
  • Heiligenschein
Autor:
Vermächtnis: Ein Fürstensohn, der alles für seinen Glauben hingab.
Vermächtnis: Ein Fürstensohn, der alles für seinen Glauben hingab. ©Irene Unger

Wöchentliche Heilige, vorgestellt von Bernadette Spitzer.

August Czartoryski wurde 1858 in Paris in eine der mächtigsten polnischen Fürstenfamilien geboren. Mit sechs Jahren verlor er seine Mutter durch Tuberkulose, eine Krankheit, die später auch sein eigenes Leben über Jahrzehnte bestimmen sollte.

Werbung

August findet seinen Weg zur geistlichen Berufung

Schon früh lehnte er das luxuriöse Leben eines Fürsten ab und entwickelte den Wunsch, sich ganz Gott zu widmen. Im Alter von 25 Jahren lernte er in Paris Don Bosco kennen und bat ihn um Aufnahme in seinen Orden. Zunächst scheiterte sein Anliegen, da sein Vater ihn lieber in einer diplomatischen Karriere sah und Don Bosco seinen Orden nicht für adelsgeeignet hielt. Erst nachdem August dem Papst von seinen Visionen berichtet hatte und dieser sie bestätigte, änderte sich die Haltung.

Ein geistlicher Weg mit August als Vorbild

August verzichtete auf sein Erbe und konnte mit 29 Jahren den Salesianern beitreten. Fünf Jahre später wurde er zum Priester geweiht, seine gesamte Familie blieb der Weihe aber demonstrativ fern. Ein Jahr später starb August im Alter von 35 Jahren an Tuberkulose. Bei seinem Begräbnis baten 120 junge Polen um Aufnahme in den Orden und fünf Jahre später konnte das erste Salesianerhaus eröffnet werden. 2004 wurde August seliggesprochen.

Buchcover Von Bischofsstab bis Besenstiel
©Wiener Dom-Verlag

Das Buch zum Podcast

Heilige, das sind beeindruckende Persönlichkeiten auf allen Kontinenten, in allen Jahrhunderten: Herrscher und Sklaven, Brave und Aufmüpfige, Geistliche und Laien. Diese bunte Schar porträtiert Autorin Bernadette Spitzer in kurzweilig-informativen Geschichten, wobei sie die Besonderheit der jeweiligen Persönlichkeit treffend hervorkehrt. Sie übersetzt die teils sperrigen Quellen in eine heutige Sprache und spart dabei nicht mit einem Augenzwinkern. Die tägliche Auswahl dieser „Vorbilder“ reicht von in der breiten Öffentlichkeit weniger bekannten, bis hin zu solchen, die erst vor kurzem heilig- oder seliggesprochen wurden. Aufgefrischt durch moderne Illustrationen und bemerkenswerte  Zitate wird das Buch zur täglichen Inspirationsquelle.

 

Bernadette Spitzer
Von Bischofsstab bis Besenstiel. Mit 365 Heiligen durchs Jahr.
Wiener Dom-Verlag.
ISBN: 978-3-85351-294-4

Erhältlich im Webshop des Wiener Dom-Verlags.

Schlagwörter
Autor:
  • Bernadette Spitzer
0:00
0:00
Werbung

Neueste Beiträge

Advertorial
Ausbildung am Konservatorium für Kirchenmusik
Diözesankonservatorium

In den drei Ausbildungszweigen "Kirchenmusik", "Lied-Messe-Oratorium" sowie "Neues Geistliches Lied“ werden Schülerinnen und Schüler auf die vielfältigen Aufgaben, als Kirchenmusikerinnen und Kirchenmusiker vorbereitet.

| Kunst und Kultur
Tröstliche Botschaft

Mittelalterliche Karner stehen oft unscheinbar auf alten Friedhöfen – doch ihre Geschichte ist überraschend reich. Sie erzählen davon, wie unsere Vorfahren mit Tod, Gedenken und Auferstehung umgingen. Ein neues Buch von Doris Demmer rückt diese stillen Zeugen wieder ins Licht. Wir haben die Autorin dazu getroffen.

| Spiritualität
Glaubenszeugnis

Ingrid Donharl, 86, hat den Glauben nach ihrer Pensionierung wiederentdeckt und viele Jahre ihr Organisationstalent in den Dienst der Kirche gestellt.