29. Juli: Heilige Beatrix

Geschwisterquartett
Ausgabe Nr. 31
  • Heiligenschein
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Beatrix wird üblicherweise als Römerin dargestellt mit einem Strick in der Hand.
Beatrix wird üblicherweise als Römerin dargestellt mit einem Strick in der Hand. ©Irene Unger

Wöchentliche Heilige, vorgestellt von Bernadette Spitzer.

Heute hat ein Geschwisterquartett Gedenktag, frühchristliche Märtyrer. Interessanterweise ist einer der Namen bis heute populär, obwohl er gar nicht der richtige ist: Beatrix. Ihre Brüder Simplicius, Rufus und Faustinus hingegen kennt man nicht mehr.

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Beatrix zog ihre toten Brüder aus dem Wasser

Von den Vieren zeugen bis heute Fresken in Rom, wo sie um das Jahr 304 ihr Leben verloren. Die Legende erzählt, dass Simplicius und Faustinus Soldaten waren, die wegen ihres Glaubens ermordet wurden. Sie wurden von einer Steinbrücke in den Tiber geworfen. Ihre Schwester Beatrix konnte sie aus dem Wasser ziehen und in einer Katakombe beisetzen, die einer reichen Römerin namens Generosa gehörte.

Beatrix wurde im Kerker erdrosselt

Beatrix wurde dann auch ergriffen, und da auch sie Christus nicht abschwörte, wurde sie im Kerker erdrosselt. Es gibt in den Katakomben der Generosa, wo alle vier ihre letzte Ruhestätte gefunden haben, ein Fresko: Christus in der Mitte, der die Märtyrerkronen an Beatrix und ihre Brüder Simplicius, Faustinus und Rufus übergibt. Aus der beigefügten Inschrift geht übrigens hervor, dass Beatrix – auf Deutsch die Glücksbringern - eigentlich Viatrix hieß, die Reisende. Der Name entwickelte sich im Spätlateinischen zu Beatrix.

Beatrix wird üblicherweise als Römerin dargestellt mit einem Strick in der Hand, ihre Brüder Simplicius und Faustinus in gepanzerter römischer Soldatentracht.

Buchcover Von Bischofsstab bis Besenstiel
©Wiener Dom-Verlag

Das Buch zum Podcast

Heilige, das sind beeindruckende Persönlichkeiten auf allen Kontinenten, in allen Jahrhunderten: Herrscher und Sklaven, Brave und Aufmüpfige, Geistliche und Laien. Diese bunte Schar porträtiert Autorin Bernadette Spitzer in kurzweilig-informativen Geschichten, wobei sie die Besonderheit der jeweiligen Persönlichkeit treffend hervorkehrt. Sie übersetzt die teils sperrigen Quellen in eine heutige Sprache und spart dabei nicht mit einem Augenzwinkern. Die tägliche Auswahl dieser „Vorbilder“ reicht von in der breiten Öffentlichkeit weniger bekannten, bis hin zu solchen, die erst vor kurzem heilig- oder seliggesprochen wurden. Aufgefrischt durch moderne Illustrationen und bemerkenswerte  Zitate wird das Buch zur täglichen Inspirationsquelle.

 

Bernadette Spitzer
Von Bischofsstab bis Besenstiel. Mit 365 Heiligen durchs Jahr.
Wiener Dom-Verlag.
ISBN: 978-3-85351-294-4

Erhältlich im Webshop des Wiener Dom-Verlags.

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  • Bernadette Spitzer
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