11. Oktober: Johannes XXIII.

Influencer Gottes
Ausgabe Nr. 41
  • Heiligenschein
Autor:
Mit Johannes XXIII. begann für die Kirche eine Zeit des Aufbruchs. ©Irene Unger

Wöchentliche Heilige, vorgestellt von Bernadette Spitzer.

„Man kann mit einem Hirtenstab in der Hand heilig werden, aber genauso auch mit einem Besen.“ Nur einer kommt als Autor dieses Zitats in Frage: Papst Johannes XXIII., die berühmte Anekdotenschleuder mit Tiefgang. Das Leben hatte ihn so geformt.

Werbung

Angelo Roncalli – Vom Bauernsohn zum Diplomaten

Er wurde 1881 als Angelo Roncalli bei Bergamo in eine große Bauernfamilie geboren und mit 23 Jahren Priester. Er arbeitete unter anderem als Bischofssekretär und am Priesterseminar. Dann aber wurde der liberale Priester für 20 Jahre als Diplomat auf den Balkan abgeschoben. Dort wurde ihm der Dialog mit anderen Konfessionen und Religionen sehr wichtig, und im Krieg rettete er Tausende Juden.

Johannes XXIII. – Ein Papst im Aufbruch

Schließlich wurde Angelo Roncalli mit 72 Patriarch von Venedig. Als er fünf Jahre später zum Papst gewählt wurde, war klar, dass er aufgrund seines Alters nur ein Übergangspapst werden würde. Was stimmte, denn er markierte den Übergang der Kirche in ein anderes Zeitalter. Als erster Papst seit 1870 verließ er den Vatikan, um Besuche zu machen, beendete in Italien die Exkommunikation der Kommunisten, schaffte den Fußkuss und die drei Verbeugungen bei Privataudienzen ab, gründete das Sekretariat für die Einheit der Christen und suchte Kontakt zu Juden und Muslimen.

Johannes XXIII. – Sein Vermächtnis

Sein größtes Werk war aber die Einberufung des Zweiten Vatikanischen Konzils. Acht Monate nach der Eröffnung, am 3. Juni 1963, starb Johannes XXIII. an Krebs. Das Konzil jedoch ging in seinem Sinn weiter.

 

Buchcover Von Bischofsstab bis Besenstiel
©Wiener Dom-Verlag

Das Buch zum Podcast

Heilige, das sind beeindruckende Persönlichkeiten auf allen Kontinenten, in allen Jahrhunderten: Herrscher und Sklaven, Brave und Aufmüpfige, Geistliche und Laien. Diese bunte Schar porträtiert Autorin Bernadette Spitzer in kurzweilig-informativen Geschichten, wobei sie die Besonderheit der jeweiligen Persönlichkeit treffend hervorkehrt. Sie übersetzt die teils sperrigen Quellen in eine heutige Sprache und spart dabei nicht mit einem Augenzwinkern. Die tägliche Auswahl dieser „Vorbilder“ reicht von in der breiten Öffentlichkeit weniger bekannten, bis hin zu solchen, die erst vor kurzem heilig- oder seliggesprochen wurden. Aufgefrischt durch moderne Illustrationen und bemerkenswerte  Zitate wird das Buch zur täglichen Inspirationsquelle.

 

Bernadette Spitzer
Von Bischofsstab bis Besenstiel. Mit 365 Heiligen durchs Jahr.
Wiener Dom-Verlag.
ISBN: 978-3-85351-294-4

Erhältlich im Webshop des Wiener Dom-Verlags.

Schlagwörter
Autor:
  • Bernadette Spitzer
0:00
0:00
Werbung

Neueste Beiträge

| Sonntagsjause
SONNTAGs-Jause

Der Kabarettist Günther Lainer jongliert am 11. Oktober 2026 in der SONNTAGs-Jause. Er erklärt, warum er "z'fleiß katholisch" ist und bleibt und wie eine Brettljause für ihn richtig gut schmeckt: mit Mohnflesserl und Erdäpfelkas!

| Termine
Highlights

Entdecken Sie spirituelle Höhepunkte in Wien und Niederösterreich. Stöbern Sie in unseren sorgfältig ausgewählten Terminen für kirchliche Highlights und lassen Sie sich inspirieren.

| Wien und Niederösterreich
Pfingstspiel in Wien

Kein Krippenspiel, kein Passionsspiel, sondern ein „Pfingstspiel“ präsentiert die Pfarre „Zum Heiligen Geist“. Spielleiter Roman Nosiska über dieses ungewöhnliche Format der Verkündigung.