Vom Jubel zum Jubilieren
Ihnen gesagtWas für eine Woche haben wir vor uns! Der Palmsonntag führt uns Jahr für Jahr in eine unglaubliche Spannung. Der Jubel über Jesu Einzug in Jerusalem steht Seite an Seite mit dem Wissen um das, was kommen wird: Verrat, Einsamkeit, Leid. Die Nähe von Begeisterung und Ablehnung erinnert uns daran, wie schnell Stimmungen kippen. So berühren mich die bevorstehenden Tage Jahr für Jahr – und auch 2026 wieder. Der Palmsonntag und seine Folgen stellen mich vor die Frage, wofür wir mit unserem Glauben wirklich stehen – und wie verlässlich unser eigenes Bekenntnis ist, wenn es unbequem wird, wie frühere Generationen es erlebt haben.
Jubel und Palmzweige statt Schokohasen und bunte Dekohühner
Die Palmzweige, die wir in den Händen halten, sollen mehr sein als ein traditionelles Symbol. Sie erinnern daran, dass Glauben kein oberflächlicher Applaus ist, sondern ein Weg, der manchmal auch Mut verlangt. Heute vielleicht den Mut gegen die Beliebigkeit herziger Schokohasen und bunter Dekohühner – und ich will Ihnen den aufmerksam gestalteten Tischschmuck und viele nette Bräuche nicht madigmachen! Wir können auch ein Zeichen setzen gegen die Gleichgültigkeit gegenüber dem größten Wunder unseres Glaubens. Der Palmsonntag lädt ein, genauer hinzusehen: Wo brauchen wir die Bereitschaft, Haltung zu zeigen, auch wenn der Gegenwind zunimmt?
Vom Jubel des Palmsonntags
Möge diese Karwoche uns stärken: In einer Zeit, in der vieles laut und hastig erscheint, können die Heiligen Tage ein stiller Gegenakzent sein. Dieser Sonntag ruft uns dazu auf, bewusst durch die Woche zu gehen. Kommen wir vom Jubel des Palmsonntags über die Betroffenheit am Karfreitag zum Jubilieren über die Auferstehung?