Podcast: Susanne Kalss

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Susanne Kalss lächelt in die Kamera und isst einen Topfenstrudel.
Juristin Susanne Kalss bäckt am liebsten Topfenstrudel. ©Sophie Lauringer
Ein bunter Blumenstrauß ziert den Tisch bei Susanne Kalss.
Ein Blumenstrauß darf zum Muttertag auch bei Susanne Kalss nicht fehlen. ©Sophie Lauringer
Der selbstgebackene Topfenstrudel ohne Rosinen.
Der selbstgebackene Topfenstrudel von Susanne Kalss. ©Sophie Lauringer
Ein von Susanne Kalss selbstgestrickter Kissenbezug ist zu sehen.
Stricken ist eine Leidenschaft von Susanne Kalss. ©Sophie Lauringer

Chefredakteurin Sophie Lauringer war in der SONNTAGs-Jause zum Muttertag bei Susanne Kalss zu Gast. Die Juristin ist Österreichs führende Expertin in Sachen Aufsichtsrat. Im Podcast verrät sie, vor welchen Herausforderungen sie als Frau an der Universtität stand. Zur Jause gab es Topfenstrudel.

Susanne Kalss ist leidenschaftliche Juristin und Professorin an der Wirtschaftsuniversität Wien. Ihr Jus-Studium an der Universität Wien hat Kalss flott absolviert. Als Hauptvorraussetzungen für das Studium und den Beruf als Juristin sieht die Professorin Begeisterung, Neugier und Freude.

Im Podcast mit Chefredakteurin Sophie Lauringer verrät Susanne Kalss nicht nur die Herausforderungen in ihrer Laufbahn, sondern auch, wie sie und ihre Familie den Muttertag feiern. Der selbstgebackene Topfenstrudel wird gerne zu Hause gegessen.

Susanne Kalss Laufbahn als Juristin

Die Professorin studierte mit Begeisterung Jus, absolvierte ihr Doktorrat schnell und konnte daher bald in den Beruf auf der Wirtschaftsuni als Assistentin im Unternehmensrecht bei Peter Doralt einsteigen.


Das war der Kalss zu wenig und sie hatte bald den Anspruch an sich etwas ganz Anderes zu machen und so entschied sie sich ein Postgraduate-Studium zu machen. Ihre Entscheidung lag zwischen Bologna und einem eher klassischen politikwissenschaftlichem Zugang
an der Johns Hopkins oder einem juristischeren Zugang am Europäischen Hochschulinstitut in Florenz. Zufall, dass beides in Italien war. Ihre Entscheidung für Florenz bezeichnet sie als "vollkommen richtige Entscheidung und das schönste Jahr" ihrer Studienzeit.

Die Herausforderung als Frau 

Bei der Habilitation war Kalss sehr jung - erst 33 Jahre alt. Dafür hat sie untypisch viel gemacht. Sie hat nicht nur ihre Dissertation im Forstrecht und ihre Habilitation im Kapitalrecht und in der Schnittstelle zwischen Kapitalrecht und Aktien- und Anlegerrecht geschrieben, sondern zusätzlich mehrere Bücher veröffentlicht.

"Als Frau muss man mehr leisten als Männer", erklärt Kalss. Welche Herausforderungen und Schwierigkeiten auf eine Frau als Juristin und Professorin zukamen, erzählt die Wissenschafterin im Podcast. 
 

 

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Ein Preis für die junge Juristin

Ein besonderes Erlebnis für Susanne Kalss war, als sie 1998 den Kardinal-Innitzer-Förderungspreis für Rechts- und Staatswissenschaften erhielt. Diesen Preis bekam die Juristin für ihr Buch „Verschmelzung, Spaltung, Umwandlung“. Dabei ging es um den Beitritt Österreichs zur Europäischen Union im Jahr 1995. Ein wichtiger Bereich war damals die Anpassung des Österreichischen Gesellschaftsrechts an das der Europäischen Union. Susanne Kalss hatte die Gelegenheit als junge Assistentin dabei zu sein.

Muttertag bei Susanne Kalss

Im Podcast verrät Susanne Kalss wie in ihrer Familie der Muttertag gefeiert wird. Die Professorin ist ein Familienmensch. Susanne Kalss ist in einer großen Familie aufgewachsen. Sie hat drei Brüder. Mit ihrem Ehemann Martin, der als Rechtanswalt tätig ist, hat sie drei Töchter.


Einer der Themenschwerpunkte der Juristin liegt beim Familienrecht. Zum Muttertag schenkt Susanne Kalss am liebsten Zeit. Im Podcast spricht sie auch über die Muttertags-Traditionen in ihrer Familie und welche besondere Rolle dabei Maiglöckchen gespielt haben. 

Topfenstrudel: Glaubensfrage Rosinen

Besonders gerne bäckt Susanne Kalss einen Topfenstrudel. In ihrer Familie ist man beim Thema Strudel geteilter Meinung: Es gibt die Rosinen-Liebhaber und jene, die den Topfenstrudel lieber ohne dem getrockneten Obst verspeisen. 

Zur Person

Susanne Kalss ist 1966 in Sankt Martin am Grimming in der Steiermark geboren und seit 2003 Professorin am Institut für Unternehmensrecht der Wirtschaftsuniversität Wien

Kalss absolvierte nach ihrer Matura ein Studium der Rechtswissenschaft an der Universität Wien. 1989 promovierte sie mit einer Dissertation zum Forstrecht zur Doktorin der Rechtswissenschaft. Sie absolvierte ein Postgraduate-Studium an der Europäischen Hochschule in Florenz.

Expertise als Juristin: Familienrecht, Gesellschaftsrecht, Kapitalrecht und Unternehmensrecht

1999 habilitierte sich die Juristin an der Wirtschaftsuniversität Wien. Im Jahr 2000 wurde sie für ein Forschungsprojekt über Kapitalgesellschaften mit dem Start-Preis des Fonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung ausgezeichnet. Im selben Jahr wurde sie als Professorin für Privatrecht an die Universität Klagenfurt berufen. 2003 wechselte Susanne Kalss zurück an die WU. Seit 2018 hat Susanne Kalss den Institutsvorstand und den Lehrstuhl des Instituts für Unternehmensrecht an der Wirtschaftsuniversität Wien inne. 

Zu Susanne Kalss Schwerpunkten zählen Familienrecht, Gesellschaftsrecht, Kapitalrecht und Unternehmensrecht.

Der selbstgebackene Topfenstrudel ohne Rosinen.

Das Rezept zur SONNTAGs-Jause

Susanne Kalss hat einen Topfenstrudel nach eigenem Familienrezept zur SONNTAGs-Jause gebacken. 

 

Topfenstrudel
 

Zutaten für den Strudelteig:

250 Gramm Mehl
1 Eßlöffel Öl
1/2 Kaffeelöffel Salz
1/8 Liter lauwarmes Wasser

 

Zutaten für die Topfenfülle:

100 Gramm Butter
50 Gramm Zucker
3 Eier
Salz
500 Gramm Topfen
1/8 Liter Rahm
40 Gramm Grieß
geriebene Zitronenschale
Rosinen (wenn gewünscht)
etwas Kondensmilch

 

Zubereitung des Strudelteigs:

Mehl auf die Tischplatte streuen und darauf die anderen Zutaten geben. Der Strudelteig wird auf der Tischplatte geknetet, bis er Blasen wirft und geschmeidig ist. Dann soll er eine halbe Stunde rasten. Dann wird er noch mit Öl bestrichen und mit einer warmen Schüssel zugedeckt.

 

Zubereitung der Fülle:

Für die Fülle die Butter und den Zucker mit den Eiern abreiben. Sodann den Topfen, den sauren Rahm, den Grieß und die Zitronenschalen vorsichtig darunter mengen.
Die Fülle wird dann auf drei Viertel der Fläche des ausgezogenen Strudels gestrichen; mit Rosinen bestreuen oder auch nicht. Das freibleibende Viertel des Strudels mit flüssiger Butter bestreichen. Schließlich wird der Strudel zusammengerollt und im Ofen gebacken.


Tipp: Der Strudel kann noch mit kochender und gezuckerter Milch bestrichen werden.

Autor:
  • Sophie Lauringer

SONNTAGs-Jause mit Susanne Kalss

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