Papst ist im Gemelli-Krankenhaus

Operation
Exklusiv nur Online
  • Papst
Autor:
Nach dem Tod von Johannes Paul I. (1978) wurde im zehnten Stock des "Policlinico Universitario Agostino Gemelli" ein eigenes Appartement für den Papst reserviert.
Nach dem Tod von Johannes Paul I. (1978) wurde im zehnten Stock des "Policlinico Universitario Agostino Gemelli" ein eigenes Appartement für den Papst reserviert. ©Justin McLellan/CNS photo/KNA

Papst Leo XIV. wurde am Dienstagvormittag in das römische Gemelli-Krankenhaus eingeliefert. Am Sonntag hatte er im Zuge des Mittagsgebets auf dem Petersplatz mitgeteilt, dass er wegen eines Knotens in der Lunge operiert werden müsse.

Im Gemelli-Spital gibt es seit mehreren Jahrzehnten eine eigene Patientenwohnung für die Päpste. Vatikansprecher Matteo Bruni hatte am Sonntag mitgeteilt, dass Leo XIV. nach dem aktuellen Eingriff voraussichtlich eine zusätzliche Zeit von "etwa einer Woche" im Spital verbringen werde.

Werbung

Papst Leo XIV. hat Knoten in der Lunge

"Kürzlich haben die Ärzte bei einigen Untersuchungen einen begrenzten Knoten in meiner Lunge festgestellt", hatte Papst Leo XIV. am Sonntag erklärt. "Er wurde in einem sehr frühen Stadium entdeckt und ist gut lokalisiert. Die Ärzte halten einen Eingriff für angebracht." Aus dem Vatikan hieß es auf Nachfrage von Journalisten am Montag, dass der Lungenknoten bei routinemäßigen Kontrolluntersuchungen entdeckt worden sei. Die Ankündigung des Papstes löste eine Welle von Genesungswünschen aus. "Die ganze Kirche Österreichs ist Ihnen nahe, Heiliger Vater!", ließ auch Österreichs Bischofskonferenz-Vorsitzender Franz Lackner wissen und rief zum Gebet für Leo XIV. auf.

Spital mit eigenem "Papst-Trakt"

Das "Policlinico Universitario Agostino Gemelli" ist das akademische Lehrkrankenhaus der Katholischen Universität "Sacro Cuore" in Rom. Das Klinikum nahm seinen Dienst 1964 auf; es gilt als eines der besten Krankenhäuser Roms. Seinen Namen verdankt es dem Mediziner und Psychologen Pater Agostino Gemelli (1878-1959). Nach dem plötzlichen Tod von Johannes Paul I. (1978) wurde im zehnten Stock der Klinik ein eigenes Appartement für Päpste reserviert. Bis dahin wurden sie im Fall einer Erkrankung im Vatikan oder am Sommersitz Castel Gandolfo medizinisch behandelt.

Eigene Räumlichkeiten im Gemelli

Der "Papst-Trakt" in dem Krankenhaus besteht aus einem Krankenzimmer, einer Kapelle und Räumen für die engsten Mitarbeiter und Betreuer des Kirchenoberhauptes. Die Abteilung ist nur über einen streng bewachten eigenen Aufzug zu erreichen. Papst Johannes Paul II. wurde am 13. Mai 1981, nach dem Attentat auf dem Petersplatz, ins Gemelli gebracht. Danach suchte er die Klinik noch mehrere Male wegen unterschiedlicher Erkrankungen und Operationen auf, bevor er am 2. April 2005 im Vatikan starb. Auch Papst Franziskus war mehrfach im Gemelli-Spital in Behandlung.

Autor:
  • Kathpress
Werbung

Neueste Beiträge

| Theologie
Metaphysik-Tagung am 16. Oktober in Heiligenkreuz

Das Mittelalter ist weit besser als sein Ruf. Denn das Streiten war kultiviert. Damals herrschte eine Streit- und Diskussionskultur, von der wir noch heute lernen können. Rolf Schönberger, langjähriger Universitätsprofessor für Philosophie in Regensburg, erläutert gegenüber dem SONNTAG, warum Sachlichkeit und nicht Polemik heutzutage so wichtig wären. Schönberger spricht am 16. Oktober bei der Metaphysik-Tagung an der Hochschule Heiligenkreuz. Die Metaphysik behandelt grundlegende Fragen der Philosophie.

| Leben
Ein Ort für an Demenz Erkrankte

Das „Café Zeitreise“ bietet seit über zehn Jahren an mehr als 20 Standorten in Wien und Niederösterreich Räume für Begegnung, Austausch und gesellschaftliche Teilhabe. Ein Herbstnachmittag in einer Wiener Pfarre.

| Kunst und Kultur
Ausstellung im Dom Museum Wien

Anfang Oktober eröffnete die neue Jahresausstellung „tierisch menschlich“ im Wiener Dom Museum. Die Schau widmet sich dem ambivalenten Verhältnis zwischen Tieren und Menschen. Sie fragt nach Unterschieden und Gemeinsamkeiten und der Grenze zwischen Tier und Mensch.