Lesen in der Fastenzeit
Drei gute Bücher
Die bislang unveröffentlichten Predigten von Papst Benedikt XVI. von der Fastenzeit bis Pfingsten; die Lehre von der Dreifaltigkeit, beschrieben von Hubert Philipp Weber; und die „Bekenntnisse“ des heiligen Augustinus: spirituelle Nahrung für die vierzig Tage bis Ostern.
Predigten im kleinen Kreis lesen
Nicht nur öffentlich in Rom oder an Orten seiner apostolischen Reisen, sondern auch während seiner Amtszeit (2005 bis 2013) und hernach auch noch als emeritierter Papst (2013 bis 2022) hat Papst Benedikt XVI. sonntags in seiner Privatkapelle immer eine Messe gefeiert und auch über die Lesungen der Liturgie gepredigt. Den kleinen Kreis bildeten die Sekretäre, die Sekretärin sowie die vier „Memores Domini“, die den (päpstlichen) Haushalt führten. Diese zeichneten auch die rund 135 auf Italienisch gehaltenen Predigten auf. Nun ist Band 1 mit den eindrucksvollen Predigten zur Fasten- und Osterzeit erschienen, die Benedikt XVI. zu einem der größten Prediger auch des 21. Jahrhunderts machen.
Buchtipp:
Benedikt XVI. Der Herr hält unsere Hand. Unveröffentlichte Predigten.
Band 1: Fasten- und Osterzeit
Herder-Verlag
272 Seiten
€ 28,80
Verständliche Gotteslehre
Nicht eine hochkomplexe, sondern eine verständliche Lehre des christlichen Gottesglaubens legt der an der Pädagogischen Hochschule Niederösterreich lehrende langjährige Sekretär von Kardinal Christoph Schönborn vor. Ausgehend vom Atheismus, der Religionskritik der sogenannten Säkularisierung, den Religionen und der christlichen Philosophie beschreibt Hubert Philipp Weber die jüdisch-christliche, also die biblische Gotteslehre anhand der Heiligen Schrift. Der dritte Teil umfasst klar und prägnant die Stationen der sogenannten Trinitätstheologie, der Lehre von der Dreifaltigkeit – kurz: ein Gott in drei Personen.
Buchtipp:
Hubert Philipp Weber
Dreifaltig - Den christlichen Gottesglauben verstehen
Matthias Grünewald Verlag
176 Seiten
€ 23,50
Der Klassiker: „Die Bekenntnisse“
Die bekanntesten Schriften zum Thema „Umkehr“ und Neuausrichtung sind seit mehr als eineinhalbtausend Jahren die „Bekenntnisse“ („Confessiones“) des nordafrikanischen Bischofs Augustinus (354 bis 430). Sie sind mehr als die erste umfassende Autobiographie der Antike, sie sind schlicht ein „Lobpreis“ Gottes. Zugleich sind sie eine Generalbeichte über die Irrwege und Fehler des jungen Augustinus, der erst als Erwachsener über die Umwege so mancher Irrlehren zum christlichen Glauben gefunden hat. Auch seine Fehler der Gegenwart klammert der große Theologe in Form einer Selbstanklage nicht aus.
Buchtipp:
Aurelius Augustinus
Die Bekenntnisse Übertragen von Hans Urs von Balthasar
Johannes Verlag
388 Seiten
€ 12,95