Gegen Gewalt

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Ausgabe Nr. 49
  • Meinung
Noch bis 10. Dezember läuft die internationale Kampagne „16 Tage gegen Gewalt an Frauen“.
Noch bis 10. Dezember läuft die internationale Kampagne „16 Tage gegen Gewalt an Frauen“. ©iStock_Amy_Mitchell

Chefredakteurin Sophie Lauringer schreibt über Gewalt an Frauen und das mutige Beispiel eines Mädchens.

Noch bis 10. Dezember läuft die internationale Kampagne „16 Tage gegen Gewalt an Frauen“. Auch die Katholische Frauenbewegung Österreichs (kfb) erhebt dazu einmal mehr ihre Stimme: Jedes Jahr werden Frauen von Männern aus ihrem engsten Umfeld getötet. Jede dritte Frau in Österreich hat körperliche oder sexuelle Gewalt erlebt. Diese Zahlen stehen für unzählige zerstörte Leben, für Angst, Abhängigkeit und Ohnmacht und sie zeigen, dass der Schutz von Frauen weiterhin eine zentrale politische und gesellschaftliche Aufgabe bleibt. 

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SOS-Zeichen als "Hilfeschrei" gegen Gewalt

Wie kann denn das alles sein, fragt man sich. Wer hat diese Männer in ihrer Kindheit erzogen, die wie zum Beispiel diese Woche medial bekannt geworden ihre Ex-Partnerin und zwei Kinder entführen? Und umgekehrt, wer hat dem mutigen Mädchen beigebracht, dass es möglich ist, Hilfe zu erhalten? Es hat der Polizei bei einer Kontrolle mit dem SOS-Zeichen zu erkennen gegeben, dass hier eine Notsituation vorliegt. Wie großartig, dass es das nicht nur weiß, sondern auch aktiv umsetzt! Diese Kinder machen auch jenen Erwachsenen alle Ehre, die ihnen das beibringen!

Christinnen an der Seite der Frauen

Angelika Ritter-Grepl, Vorsitzende der kfb, sagt treffend: „Als Christinnen wissen wir, dass jeder Mensch Ebenbild Gottes ist. Wo Frauen erniedrigt und geschlagen werden oder in Angst leben müssen, ist auch das Antlitz Gottes entstellt. Eine Kirche, die diesen Anspruch ernst nimmt, muss an der Seite der Frauen stehen, laut, klar und unüberhörbar.“ 

Hilfe gegen Gewalt

Wenn Sie oder Menschen in Ihrem Umfeld Hilfe brauchen: Die 24-Stunden-Frauenhelpline unter 0800 222 555 ist kostenlos, anonym und rund um die Uhr erreichbar. In akuten Gefahrensituationen wenden Sie sich bitte direkt an die Polizei unter 133.

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