Freunde und Familie sind ihr höchstes Gut

Mentale Gesundheit von Jugendlichen
Ausgabe Nr. 5
  • Leben
Jugendliche vor einem Schulgebäude
Mehr Zufriedenheit und weniger ausgeprägte depressive Verstimmung: Jugendlichen in Österreich geht es psychisch wieder besser. ©istock/JackF

Die aktuelle „mental health days“-Studie zeigt: Die psychische Lage von Schülern in Österreich hat sich zuletzt leicht verbessert.

Grundlage für die Studie sind Befragungen von rund 8.000 Schülerinnen und Schülern mit einem Durchschnittsalter von 14 Jahren. 78 Prozent der Befragten gaben dabei an, insgesamt zufrieden mit ihrem Leben zu sein. Besonders hoch ist die Zufriedenheit mit Freunden und Familie, niedriger mit Schule und eigenem Aussehen. Gleichzeitig ging der Anteil jener Schülerinnen und Schüler zurück, die eine ausgeprägte depressive Symptomatik aufweisen. Lag dieser Wert 2024 noch bei rund 15 Prozent, sank er 2025 auf etwa 12 Prozent. „Ein Rückgang um drei Prozentpunkte ist bei so großen Stichproben bemerkenswert“, sagte Thomas Dienlin von der Universität Zürich. Immer noch berichtete eine Mehrheit der Jugendlichen von zeitweiser Niedergeschlagenheit, und mehr als ein Viertel gab an, in den vergangenen zwei Wochen Gedanken an Selbstverletzung gehabt zu haben. Besonders belastet zeigten sich Jugendliche ohne österreichische Staatsbürgerschaft, jene, die nicht mit beiden Elternteilen leben, und Jugendliche, die sich als divers identifizieren.

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Einfluss sozialer Netzwerke

Die Studie untersuchte auch den Zusammenhang zwischen Wohlbefinden und der Mediennutzung der Jugendlichen. Eine häufige Nutzung sozialer Netzwerke ging dabei mit einer geringeren Lebenszufriedenheit und mehr depressiven Symptomen einher. „Diese potentiell negativen Effekte sehen wir vor allem bei Mädchen und bei jüngeren Nutzern“, sagte Dienlin. Messenger-Dienste, Streaming und Nachrichtenkonsum zeigten hingegen keine negativen Zusammenhänge.

Vorbeugen statt sanieren

Die Studie wurde im Umfeld der „mental health days“ durchgeführt, einem Präventionsangebot des Vereins zur Förderung eines selbstbestimmten Umgangs mit Medien. Die „mental health days“ finden einmal jährlich an teilnehmenden Schulen statt und richten sich an Schülerinnen und Schüler sowie an Lehrende und Eltern. Thematisiert werden unter anderem Mobbing, Leistungsdruck, Sucht, Depression, Suizidalität und Mediennutzung. Dem Initiator Golli Marboe zufolge geht es darum, „vorzubeugen statt zu sanieren und dafür zu sorgen, dass alle wissen, wo es Hilfe gibt“.

Mehr Informationen finden Sie unter: mentalhealthdays.eu

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