Fasten von A–Z

Meinung
Ausgabe Nr. 8
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Die Katholische Presseagentur veröffentlicht ein Fasten-Alphabet.
Die Katholische Presseagentur veröffentlicht ein Fasten-Alphabet. ©Stephan Schönlaub

Zur 40 Tage dauernden vorösterlichen Fastenzeit buchstabiert sich die Katholische Nachrichten-Agentur durch den Verzicht.

A wie Askese: stammt vom griechischen „üben“ ab und meint praktische Selbstschulung zu religiösen Zwecken. 

B wie Bier: galt wie Wein in den Klöstern traditionell als erlaubt, vor allem auch wegen der schlechten Wasserqualität.

C wie Christus: Die Fastenzeit erinnert an jene  40 Tage, die Christus in der Wüste verbrachte. 

D wie Diät: medizinische Variante des Fastens. 

E wie Eucharistische Nüchternheit: Enthaltung von allen Speisen und Getränken (außer Wasser und Medikamenten) für eine gewisse Zeit vor der Kommunion. 

F wie Fleisch: Verzicht auf Fleisch ist ein Klassiker des Fastens. 

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G wie Gandhi („Mahatma“, 1869–1948): drohte im Kampf um Indiens Unabhängigkeit mehrfach mit „Fasten bis zum Tod“ durch Hungerstreik.

H wie Handy: Auch Abstinenz vom Handy kann hilfreich sein. 

I wie Id al-Fitr: Fastenbrechen am Ende des  islamischen Fastenmonats Ramadan. 

J wie Jom Kippur: Im Judentum gilt: Faste oft, aber höchstens 25 Stunden. 

K wie Karneval: Vertreibung des Winters, leitet zum Aschermittwoch über. Der strengste Fasttag: K wie Karfreitag.

L wie Leibfeindlichkeit: bewusste Körperübung, Züchtigung bis Kasteiung.

M wie Martin: Weil sein Gedenktag auf den letzten Tag vor der vorweihnachtlichen Fastenzeit fiel, wurde am Martinstag noch einmal richtig geschlemmt. 

N wie Nüchternheit: ohne Frühstück oder ernsthaft.

O wie Orthodoxie: Gläubige sind zweimal die Woche zum Fasten ermuntert, am Mittwoch und am Freitag. 

P wie Prophetisches Fasten: Vorbereitung einer Begegnung mit dem Göttlichen.

Q wie Quadragese: lateinisch für „40 Tage“, die Dauer des Fastens zwischen Aschermittwoch und Ostern.

R wie Ramadan: Der islamische Fastenmonat verlangt von gläubigen Muslimen, bei Tag weder Nahrung noch Flüssigkeit zu sich zu nehmen. 

S wie Sex: Sexuelle Enthaltsamkeit kann ein Buß- oder Fastengebot sein.

T wie Tod: ritualisiertes Fasten bis zum Tod im Jainismus und im Hinduismus. 

U wie Umkehr: Fasten kann ein Sündenbekenntnis sein und zu einem Bußritus werden.

V wie Verzicht: Klimafasten, Flugfasten, Alkoholfasten, Autofasten etc.

W wie Wurstessen, Zürcher: 1522 verstieß Christoph Froschauer im Beisein mehrerer Geistlicher demonstrativ gegen das geltende Abstinenzgebot. 
 

X wie Xanthippe: Die Ehefrau des Philosophen Sokrates hatte oft üble Laune. 

Y wie Yoga: Die indischstämmige Lehre empfiehlt geistige und körperliche Übungen.

Z wie Zeit: ganz modern: Intervallfasten –  aus diätetischen, nicht religiösen Gründen.

Der Kommentar drückt die persönliche Meinung aus!

Autor:
  • KAP
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