Fasten von A–Z
Meinung
A wie Askese: stammt vom griechischen „üben“ ab und meint praktische Selbstschulung zu religiösen Zwecken.
B wie Bier: galt wie Wein in den Klöstern traditionell als erlaubt, vor allem auch wegen der schlechten Wasserqualität.
C wie Christus: Die Fastenzeit erinnert an jene 40 Tage, die Christus in der Wüste verbrachte.
D wie Diät: medizinische Variante des Fastens.
E wie Eucharistische Nüchternheit: Enthaltung von allen Speisen und Getränken (außer Wasser und Medikamenten) für eine gewisse Zeit vor der Kommunion.
F wie Fleisch: Verzicht auf Fleisch ist ein Klassiker des Fastens.
G wie Gandhi („Mahatma“, 1869–1948): drohte im Kampf um Indiens Unabhängigkeit mehrfach mit „Fasten bis zum Tod“ durch Hungerstreik.
H wie Handy: Auch Abstinenz vom Handy kann hilfreich sein.
I wie Id al-Fitr: Fastenbrechen am Ende des islamischen Fastenmonats Ramadan.
J wie Jom Kippur: Im Judentum gilt: Faste oft, aber höchstens 25 Stunden.
K wie Karneval: Vertreibung des Winters, leitet zum Aschermittwoch über. Der strengste Fasttag: K wie Karfreitag.
L wie Leibfeindlichkeit: bewusste Körperübung, Züchtigung bis Kasteiung.
M wie Martin: Weil sein Gedenktag auf den letzten Tag vor der vorweihnachtlichen Fastenzeit fiel, wurde am Martinstag noch einmal richtig geschlemmt.
N wie Nüchternheit: ohne Frühstück oder ernsthaft.
O wie Orthodoxie: Gläubige sind zweimal die Woche zum Fasten ermuntert, am Mittwoch und am Freitag.
P wie Prophetisches Fasten: Vorbereitung einer Begegnung mit dem Göttlichen.
Q wie Quadragese: lateinisch für „40 Tage“, die Dauer des Fastens zwischen Aschermittwoch und Ostern.
R wie Ramadan: Der islamische Fastenmonat verlangt von gläubigen Muslimen, bei Tag weder Nahrung noch Flüssigkeit zu sich zu nehmen.
S wie Sex: Sexuelle Enthaltsamkeit kann ein Buß- oder Fastengebot sein.
T wie Tod: ritualisiertes Fasten bis zum Tod im Jainismus und im Hinduismus.
U wie Umkehr: Fasten kann ein Sündenbekenntnis sein und zu einem Bußritus werden.
V wie Verzicht: Klimafasten, Flugfasten, Alkoholfasten, Autofasten etc.
W wie Wurstessen, Zürcher: 1522 verstieß Christoph Froschauer im Beisein mehrerer Geistlicher demonstrativ gegen das geltende Abstinenzgebot.
X wie Xanthippe: Die Ehefrau des Philosophen Sokrates hatte oft üble Laune.
Y wie Yoga: Die indischstämmige Lehre empfiehlt geistige und körperliche Übungen.
Z wie Zeit: ganz modern: Intervallfasten – aus diätetischen, nicht religiösen Gründen.
Der Kommentar drückt die persönliche Meinung aus!