Erstes Buch über Erzbischof Grünwidl

Biografie
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"Überall, wo ich hinkomme, gibt es nur gute Erinnerungen an den Seelsorger Josef Grünwidl", sagte Autor Andreas Batlogg bei der Buchpräsentation seiner Biografie über Erzbischof Josef Grünwidl am Donnerstag.
"Überall, wo ich hinkomme, gibt es nur gute Erinnerungen an den Seelsorger Josef Grünwidl", sagte Autor Andreas Batlogg bei der Buchpräsentation seiner Biografie über Erzbischof Josef Grünwidl am Donnerstag. ©Erzdiözese Wien/Stephan Schönlaub
Erzbischof Josef Grünwidl: "Gott umarmt uns in der Wirklichkeit".
Erzbischof Josef Grünwidl: "Gott umarmt uns in der Wirklichkeit". ©Erzdiözese Wien/Stephan Schönlaub
Der Jesuit Andreas Batlogg bezeichnete sein Werk bewusst nicht als klassische Lebensbeschreibung, sondern als "theologisches Porträt".
Der Jesuit Andreas Batlogg bezeichnete sein Werk bewusst nicht als klassische Lebensbeschreibung, sondern als "theologisches Porträt". ©Erzdiözese Wien/Stephan Schönlaub
Die Chefredakteurin des "SONNTAG", Sophie Lauringer, führte als Moderatorin durch den Abend.
Die Chefredakteurin des "SONNTAG", Sophie Lauringer, führte als Moderatorin durch den Abend. ©Erzdiözese Wien/Stephan Schönlaub
Die Lektorin des Verlags Tyrolia, Helene Daxecker-Okon und Barbara Kornherr, die Leiterin des Wiener Dom-Verlags bei der Buchpräsentation.
Die Lektorin des Verlags Tyrolia, Helene Daxecker-Okon und Barbara Kornherr, die Leiterin des Wiener Dom-Verlags bei der Buchpräsentation. ©Erzdiözese Wien/Stephan Schönlaub

Der Wiener Erzbischof Josef Grünwidl steht im Mittelpunkt eines neuen Buchs, das weit mehr sein will als eine klassische Biografie. Der Jesuit Andreas Batlogg zeichnet das Bild eines Seelsorgers, Brückenbauers und Menschenfreundes, der die Kirche in Wien prägt.

Mit "Für euch Bischof, mit euch Christ" ist die erste biografische Skizze des Wiener Erzbischofs Josef Grünwidl erschienen. Der Jesuit Andreas Batlogg zeichnet darin das Porträt eines Kirchenmannes, dessen Selbstverständnis wesentlich von seiner Tätigkeit als Seelsorger geprägt ist. Bei der Präsentation am Donnerstagabend im restlos gefüllten Thomassaal des Wiener Dominikanerklosters sprach Grünwidl über sein erstes Jahr als Erzbischof und sein Verständnis des bischöflichen Dienstes.

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"Theologisches Porträt" von Erzbischof Josef Grünwidl

Batlogg bezeichnete sein Werk bewusst nicht als klassische Lebensbeschreibung, sondern als "theologisches Porträt". Als er selbst im Frühjahr 2025 von Vorarlberg nach Wien kam, habe er Grünwidl zunächst nicht persönlich gekannt. Begegnungen, Gespräche und Recherchen hätten sein Interesse an dem damaligen Apostolischen Administrator geweckt. "Überall, wo ich hinkomme, gibt es nur gute Erinnerungen an den Seelsorger Josef Grünwidl", berichtete der Ordensmann und Autor. Er habe deshalb wissen wollen, wer hinter diesem Bild stehe. Für das Buch habe er unterschiedliche Perspektiven eingeholt und Angaben gegengeprüft.

"Nur wer innerlich brennt, kann leuchten"

Erzbischof Josef Grünwidl

Spruch des Jahres 2025

Zum Gelingen des Buches hätten neben den Gesprächspartnern auch Fotograf Stephan Schönlaub und Gestalter David Kassel beigetragen. Besonders hob Batlogg Grünwidls Predigten hervor, die dieser selbst verfasse. Sie seien authentisch, kurz und auf den Punkt gebracht, ohne professoral zu wirken. Zentrale Ansprachen des ersten Jahres in Wien sind im Buch ebenfalls nachzulesen. Formulierungen wie "MMMM - Man muss Menschen mögen" oder "Nicht perfekt, aber verfügbar" blieben im Gedächtnis. Auch der Satz "Nur wer innerlich brennt, kann leuchten" sei prägnant. Er wurde von der Gesellschaft für deutsche Sprache zum österreichischen "Spruch des Jahres 2025" gewählt.

Bilder zur Buchpräsentation am Donnerstag (zum Vergrößern anklicken):

Die Buchpräsentation des ersten Buches über Erzbischof Josef Grünwidl am Abend des 15. Oktobers war ausverkauft.
Die Buchpräsentation des ersten Buches über Erzbischof Josef Grünwidl am Abend des 15. Oktobers war ausverkauft. ©Erzdiözese Wien/Stephan Schönlaub
Der Jesuit Andreas Batlogg bezeichnete sein Werk bewusst nicht als klassische Lebensbeschreibung, sondern als "theologisches Porträt".
Der Jesuit Andreas Batlogg bezeichnete sein Werk bewusst nicht als klassische Lebensbeschreibung, sondern als "theologisches Porträt". ©Erzdiözese Wien/Stephan Schönlaub
Das Musikensemble MP8 führte bei der Buchpräsentation "Locus iste" von Anton Bruckner auf.
Das Musikensemble MP8 führte bei der Buchpräsentation "Locus iste" von Anton Bruckner auf. ©Erzdiözese Wien/Stephan Schönlaub
"Überall, wo ich hinkomme, gibt es nur gute Erinnerungen an den Seelsorger Josef Grünwidl", sagte Autor Andreas Batlogg bei der Buchpräsentation seiner Biografie über Erzbischof Josef Grünwidl am Donnerstag.
"Überall, wo ich hinkomme, gibt es nur gute Erinnerungen an den Seelsorger Josef Grünwidl", sagte Autor Andreas Batlogg bei der Buchpräsentation seiner Biografie über Erzbischof Josef Grünwidl am Donnerstag. ©Erzdiözese Wien/Stephan Schönlaub
Erzbischof Josef Grünwidl: "Gott umarmt uns in der Wirklichkeit".
Erzbischof Josef Grünwidl: "Gott umarmt uns in der Wirklichkeit". ©Erzdiözese Wien/Stephan Schönlaub
Die Chefredakteurin des "SONNTAG", Sophie Lauringer, führte als Moderatorin durch den Abend.
Die Chefredakteurin des "SONNTAG", Sophie Lauringer, führte als Moderatorin durch den Abend. ©Erzdiözese Wien/Stephan Schönlaub
Die Lektorin des Verlags Tyrolia, Helene Daxecker-Okon und Barbara Kornherr, die Leiterin des Wiener Dom-Verlags bei der Buchpräsentation.
Die Lektorin des Verlags Tyrolia, Helene Daxecker-Okon und Barbara Kornherr, die Leiterin des Wiener Dom-Verlags bei der Buchpräsentation. ©Erzdiözese Wien/Stephan Schönlaub

Erzbischof Grünwidls Fähigkeit Theologie verständlich zu machen

Batlogg verwies auf Grünwidls Fähigkeit, theologische Anliegen in verständliche Sprache zu übersetzen. Kardinal Christoph Schönborn habe schon vor Jahren gemeint, Wien brauche einen Seelsorger. Dass Papst Leo XIV. in der Ernennungsurkunde ebenfalls Begriffe wie "Seelsorger, Brückenbauer und Teamplayer" aufgegriffen habe, passe zu diesem Profil, sagte der Autor. Grünwidl sei "ein Glücksfall für Wien und auch für Österreich".

Christsein heißt Christwerden

Grünwidl selbst beschrieb seine Bischofsernennung am 17. Oktober 2025 als einschneidenden Moment. Er habe sich zunächst dagegen zu wehren versucht, doch Papst Leo XIV. habe "nicht lockergelassen". Inzwischen gehe es ihm sehr gut; das erste Jahr sei spannend gewesen. Obwohl er die Erzdiözese aus seiner früheren Tätigkeit gut gekannt habe, sei ihm als Erzbischof die Breite der Aufgaben erst richtig bewusst geworden. Zugleich betonte er, dass er sich weiterhin als lernender Christ verstehe.

 "Christsein heißt Christwerden"

Erzbischof Josef Grünwidl

Die Frage, wie sich Bischofsamt und Christsein zueinander verhielten, beantwortete Grünwidl mit einem Verweis auf die Taufe: "Das wichtigste Sakrament ist die Taufe und das Christsein. Das ist die Basis." Der bischöfliche Dienst sei ein Dienst an der Gemeinschaft der Kirche, den er als Getaufter ausübe. "Christsein heißt Christwerden", sagte Grünwidl. Das gelte für alle Getauften, ausdrücklich auch für die Geweihten.

Die Stimme des Erzbischofs

Mit Blick auf die Zukunft der Kirche verwies Batlogg auf Grünwidls Aussage, die Kirche solle wachsen. Gemeint sei damit nicht vorrangig ein zahlenmäßiges Wachstum, sondern eines in der Gottesbeziehung und in der Freundschaft mit Jesus. Auch angesichts sinkender Mitgliederzahlen in der Erzdiözese Wien bleibe die Stimme eines Erzbischofs in gesellschaftlichen und politischen Debatten wichtig, betonte Batlogg. Grünwidl wiederum erinnerte daran, dass manche kirchenpolitischen Fragen, etwa Zölibat und Frauenweihe, nicht in Wien, sondern in Rom entschieden würden. Eine Veränderung könne jedoch auch davon abhängen, ob mehrere Bischöfe vergleichbare Anliegen vorbrächten.

"Gott umarmt uns in der Wirklichkeit".

Erzbischof Josef Grünwidl

Erzbischof Grünwidl über "Locus iste"

Zum Abschluss des von Sophie Lauringer, Chefredakteurin der Wiener Kirchenzeitung "Der Sonntag", moderierten Abends deutete Grünwidl spontan das zuvor vom Musikensemble MP8 aufgeführte "Locus iste" von Anton Bruckner als Bild für die Kirche und den Glauben im Alltag. Es verweise auf den biblischen Stein, an dem Jakob Gottes Gegenwart erkennt, und stehe für die konkrete Lebenswirklichkeit mit ihren Sorgen und Problemen. "Da, wo ich bin, da gibt es eine Leiter, da ist Gott gegenwärtig", sagte der Erzbischof. Es gehe nicht nur um Kirchengebäude, sondern darum, Gottes Gegenwart im eigenen Leben wahrzunehmen. "Gott umarmt uns in der Wirklichkeit".

Erzbischof dankte Batlogg, den Verlagen, Kardinal Schönborn und Papst Leo

Für das Buchprojekt dankte Grünwidl Batlogg, den beteiligten Verlagen, Schönborn und Papst Leo XIV. Das Porträt solle Leserinnen und Lesern ermöglichen, ihn durch Texte und Bilder näher kennenzulernen. Es erschien in einer erstmals zustande gekommenen Produktionsgemeinschaft des Dom Verlags und des Tyrolia Verlags. Eine Signierstunde mit Batlogg und Grünwidl findet am 18. November um 17 Uhr in der Buchhandlung Tyrolia am Stephansplatz in Wien statt.

©Wiener Dom-Verlag

Buchtipp


Mit ausgewählten Predigten und Ansprachen Josef Grünwidls sowie zahlreichen Farbfotos von Stephan Schönlaub.


Andreas R. Batlogg Societas Jesu/Jesuiten: "Für euch Bischof, mit euch Christ. Josef Grünwidl, Erzbischof von Wien." Tyrolia Verlag, Innsbruck-Wien, und Wiener Dom-Verlag, Wien, 2026, 200 Seiten. Preis: 25 Euro; ISBN 978-3-7022-4369-2 (Tyrolia) bzw. 978-3-85351-341-5 (Wiener Dom-Verlag).


Zur Bestellung

©Erzdiözese Wien/Stephan Schönlaub

Termintipp


Signierstunde mit Erzbischof Josef Gründwidl und Autor Andreas R. Batlogg!
 

  • WO: Buchhandlung Tyrolia, Stephansplatz 5, 1010 Wien
  • Wann: 18. November 2026, 17:00 Uhr
  • Anmeldung unter: anmeldung@domverlag.at
Autor:
  • Kathpress/Redaktion
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