Mitarbeitende Gottes

Dreifaltigkeitssonntag
Ausgabe Nr. 21
  • Sonntag
EIn gold glänzendes Kreuz umrahmt von mit unterschiedlichen Vornamen beschrifteten Papierstreifen
Das Kreuz in der Pfarrkirche Fußach (Bezirk Bregenz) ist ein Gemeinschaftsprodukt: Mehrere hundert Fingerabdrücke aus Silberlehm wurden auf das Kreuz gelegt. Anschließend brannte und vergoldete die zeitgenössische Künstlerin Lena Grabher das Kreuz in ihrem Goldschmiedeatelier. Die rund 600 Abdrücke stehen stellvertretend für alle, die sich der Gemeinde zugehörig fühlen. ©Roswitha Rosenstein

Gedanken zur 1. Lesung von Sr. M. Anna Pointinger

Dreifaltigkeitssonntag, Lesejahr B – 26. Mai

„Ich möchte die Welt durcheilen, deinen Namen verkünden. Ich möchte das Evangelium in allen fünf Weltteilen gleichzeitig verkünden, bis zu den fernsten Inseln!“ So die Karmelitin Thérèse von Lisieux, Influencerin des 19. Jahrhunderts bis in die Gegenwart! Mit ihrer Sehnsucht steht sie dem Auftrag des Auferstandenen, zu allen Völkern zu gehen und zu lehren und zu taufen, sehr nahe. Ihr Vertrauen bringt sie in Berührung mit den Möglichkeiten Gottes. Sie selbst versteht sich in ihrem Ordensleben als Apostelin der Apostel.

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Wie kann ich heute die Sendung des Auferstandenen erfüllen? In einem Mosaik ist jeder Stein bedeutsam und trägt zu einem klaren Gesamtbild bei. So darf ich vertrauen, dass auch meine begrenzten menschlichen Möglichkeiten, gleich einem Stein in einem Mosaik, dazu beitragen, den dreifaltigen Gott aufleuchten zu lassen. Mit der Erfüllung meiner Taufberufung komme ich zusammen mit meinen Mitchristinnen und Mitchristen dem Auftrag des Auferstandenen nach, durch alle Zeiten und Orte hindurch. Wir sind dazu berufen, miteinander im Glauben unterwegs zu sein und den Glauben zu teilen. Das ist lebendige Kirche aus dem Herzen des dreifaltigen Gottes.
Am Ende des Matthäusevangeliums sagt uns Jesus seine bleibende Nähe zu. Seine geheimnisvolle Gegenwart umhüllt und durchdringt uns. Zu jeder Zeit und an jedem Ort können wir uns im Gebet an ihn wenden. Im Jahr des Gebetes sind wir eingeladen, unser Beten auch zu reflektieren. Wer bin ich? Wer ist Gott, zu dem ich bete? Was bewirkt das Gebet? Albert Schweitzer ist überzeugt, dass das Gebet die Menschen ändert und Menschen die Welt ändern.

 

1. Lesung Deuteronomium 4,32–34.39–40

Gott ist immer bei allen Menschen, die ihn suchen und die auf ihn hören.

Mose sprach zum Volk; er sagte: Forsche einmal in früheren Zeiten nach, die vor dir gewesen sind, seit dem Tag, als Gott den Menschen auf der Erde erschuf; forsche nach vom einen Ende des Himmels bis zum andern Ende: Hat sich je etwas so Großes ereignet wie dieses und hat man je solches gehört? Hat je ein Volk mitten aus dem Feuer die donnernde Stimme eines Gottes reden gehört, wie du sie gehört hast, und ist am Leben geblieben? Oder hat je ein Gott es ebenso versucht, zu einer Nation zu kommen und sie sich mitten aus einer anderen herauszuholen unter Prüfungen, unter Zeichen, Wundern und Krieg, mit starker Hand und hoch erhobenem Arm und unter großen Schrecken, wie alles, was der HERR, euer Gott, in Ägypten mit euch getan hat, vor deinen Augen? Heute sollst du erkennen und zuinnerst begreifen: Der HERR ist der Gott im Himmel droben und auf der Erde unten, keiner sonst. Daher sollst du seine Gesetze und seine Gebote, auf die ich dich heute verpflichte, bewahren, damit es dir und später deinen Nachkommen gut geht und du lange lebst in dem Land, das der HERR, dein Gott, dir gibt für alle Zeit.

2. Lesung Römer 8,14–17

Als Kinder Gottes sind wir Miterben Christi.

Schwestern und Brüder! Alle, die sich vom Geist Gottes leiten lassen, sind Kinder Gottes.Denn ihr habt nicht einen Geist der Knechtschaft empfangen, sodass ihr immer noch Furcht haben müsstet, sondern ihr habt den Geist der Kindschaft empfangen, in dem wir rufen: Abba, Vater! Der Geist selber bezeugt unserem Geist, dass wir Kinder Gottes sind. Sind wir aber Kinder, dann auch Erben; Erben Gottes und Miterben Christi, wenn wir mit ihm leiden, um mit ihm auch verherrlicht zu werden.

Evangelium Matthäus 28,16–20

Jesus fordert auf, Menschen aus allen Völkern zu taufen.

In jener Zeit gingen die elf Jünger nach Galiläa auf den Berg, den Jesus ihnen genannt hatte.
Und als sie Jesus sahen, fielen sie vor ihm nieder, einige aber hatten Zweifel. Da trat Jesus auf sie zu und sagte zu ihnen: Mir ist alle Vollmacht gegeben im Himmel und auf der Erde. Darum geht und macht alle Völker zu meinen Jüngern; tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes und lehrt sie, alles zu befolgen, was ich euch geboten habe. Und siehe, ich bin mit euch alle Tage bis zum Ende der Welt.

Quelle: Lektionar für die Bistümer des deutschen Sprachgebiets. Authentische Ausgabe für den liturgischen Gebrauch. Band I: Die Sonntage und Festtage im Lesejahr A, Freiburg u. a. 2019. © staeko.net

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