Bibelwerk wirbt für die Bibel in ihrer ganzen Tiefe

60 Jahre Bibelwerk
Exklusiv nur Online
  • Österreich
Autor:
Sechzig Jahre Bibelwerk: Gäste aus ganz Österreich feierten im Stift Klosterneuburg 60 Jahre Bibelwerk.
Sechzig Jahre Bibelwerk: Gäste aus ganz Österreich feierten im Stift Klosterneuburg 60 Jahre Bibelwerk. ©Österreichisches Katholisches Bibelwerk
Weihbischof Anton Leichtfried, in der Bischofskonferenz für das Bibelwerk zuständig, würdigte beim Festakt dessen langjähriges Wirken.
Weihbischof Anton Leichtfried, in der Bischofskonferenz für das Bibelwerk zuständig, würdigte beim Festakt dessen langjähriges Wirken. ©Österreichisches Katholisches Bibelwerk

Festakt mit Rückblicken und Ausblick - Bibelwerk-Direktorin Birnbaum warnt vor fundamentalistischen, interessensgeleiteten und verkürzenden Auslegungen der Bibel.

Das Österreichische Katholische Bibelwerk feierte am vergangenen Freitag mit einem Festakt im Stift Klosterneuburg sein 60-jähriges Bestehen. Bibelwerk-Direktorin Elisabeth Birnbaum, Weihbischofs Anton Leichtfried und der Klosterneuburger Propst Anton Höslinger konnten dazu zahlreiche Gäste aus ganz Österreich und darüber hinaus begrüßen, die das Bibelwerk über die Jahre begleitet, unterstützt und mitgestaltet haben. In den Räumlichkeiten des Stifts hatte das Bibelwerk auch bis zu seinem Umzug nach Wien im Jahr 2015 seinen Sitz.

Werbung

Weihbischof Leichtfried würdigte in seinem Grußwort das langjährige Wirken des Bibelwerks, getragen von vielen Menschen, die sich

"mit großer Kenntnis, voller Ideenreichtum und mit Herzblut dafür einsetzen, dass das Saatkorn des Wortes Gottes Wurzel schlagen und Frucht bringen kann im Leben von vielen Menschen".

Leichtfried ist in der Österreichischen Bischofskonferenz für das Bibelwerk zuständig.

Das Bibelwerk will den Blick aufs Ganze

Direktorin Birnbaum plädierte dafür, die Tiefe und den Reichtum der gesamten Bibel zu entdecken, sich auf ihre vielfältigen Themen einzulassen und sie vor fundamentalistischen, interessengeleiteten und verkürzenden Auslegungen zu bewahren. Das bedeute u. a. auch, die Bibel nicht auf die eigenen Lieblingsthemen zu reduzieren.

Das Bibelwerk im Spiegel seiner Gäste

Anstelle eines klassischen Festvortrags kamen mehrere Gäste zu Wort, die auf unterschiedliche Weise mit der Bibel und dem Bibelwerk verbunden sind. So berichtete etwa die Kärntner Krankenhausseelsorgerin Viola Weiß, dass sie immer wieder beobachte, wie gerade junge Menschen in der Bibel lesen und daraus Kraft schöpfen. Die Wiener Bibelwissenschaftlerin Agnethe Siquans hob die ungebrochene Aktualität der Bibel hervor. Gerade weil biblische Texte auch für politische Zwecke missbraucht würden, sei es wichtig, ihnen fundierte Auslegungen entgegenzusetzen.

Katrin Brockmöller, Direktorin des Katholischen Bibelwerks Stuttgart, griff das „Tohuwabohu“ am Anfang der Bibel auf und stellte Bezüge zu den Herausforderungen der heutigen Welt her. Inmitten von Unordnung und Unsicherheit brauche es heilige Orte, die Halt geben. Dazu könne auch das Bibelwerk einen wichtigen Beitrag leisten.

Erinnerungen an die Anfänge des Bibelwerks

Zwei besondere Präsentationen standen im Laufe des Festakts ebenfalls am Programm: Zum einen wurde ein Jubiläumsfilm gezeigt, der einen Einblick in die vielfältige Arbeit des Bibelwerks gibt. Zum anderen wurde eine Festschrift vorgestellt, die die Geschichte des Bibelwerks anhand einer Chronik nachzeichnet und persönliche Erinnerungen von Weggefährtinnen und Weggefährten festhält. Einer dieser Beiträge stammt von Propst Anton Höslinger, der über seinen Onkel Norbert Höslinger, den ersten Direktor des Österreichischen Katholischen Bibelwerks, und die enge Beziehung von Bibel und Liturgie schreibt.

Homepage Österreichisches Katholisches Bibelwerk

Autor:
  • Kathpress
Werbung

Neueste Beiträge

| Meinung
Ihnen gesagt

Chefredakteurin Sophie Lauringer schreibt über das Vertrauen in die katholische Kirche.

| Spiritualität
Buchpräsentation

In seinem neuen Buch "Die Welt beginnt in dir" wirbt Matthias Beck für eine moderne christliche Spiritualität. Er fordert einen Paradigmenwechsel in der Kirche und ermutigt Menschen, ihre persönliche Berufung zu entdecken.

| Meinung
Meinung

Andreas Guganeder, Militärkurat und Generalvikar der österreichischen Militär­diözese, schreibt über die Bedeutung des Nationalfeiertag.