18. Februar: Heiliger Fra Angelico

Der Maler Gottes
Ausgabe Nr. 7
  • Heiligenschein
Autor:
Künstler: Fra Angelico prägte mit seinen Werken die Kunst des 15. Jahrhunderts. ©Irene Unger

Wöchentliche Heilige, vorgestellt von Bernadette Spitzer.

Unzählige Maler haben im Laufe der Jahrhunderte religiöse Motive festgehalten, das Heilsgeschehen künstlerisch interpretiert und damit auf ihre Weise zur Verkündigung beigetragen. 

Werbung

Fra Angelico als Patron der Maler

Dennoch wurde keiner von ihnen heiliggesprochen. Eine Ausnahme bildet Guido di Pietro: Er wurde seliggesprochen und gilt seither als Patron der Maler. Schon bald nach seinem Tod wurde er allgemein „Fra Angelico“ genannt – der Engelsgleiche. Er war ein Spätberufener, denn er war bereits Kunstmaler, als er in Florenz in den Dominikanerorden eintrat und Priester wurde. Im Kloster konnte er sich künstlerisch voll entfalten.

Fra Angelicos Ruhm und sein Beitrag zur Kunstgeschichte

Er gilt als bedeutendster Maler des 15. Jahrhunderts. Er war schon zu Lebzeiten ein Star, ließ sich außerordentlich hoch bezahlen und führte eine sehr effiziente Werkstatt. Als Mönch musste er außerdem keine Steuern zahlen. Seliggesprochen wurde er aufgrund seiner Malereien. Diese sind hell, bunt, leuchtend, friedvoll, überirdisch und technisch fortschrittlich. Michelangelo sagte über ihn: „Dieser Mann hat wirklich das Paradies gesehen.“ Sein bedeutendstes Werk sind mehr als 40 Fresken im Konvent San Marco in Florenz. Fra Angelico starb am 18. Februar 1455 in Rom. 1982 wurde er seliggesprochen. 

Buchcover Von Bischofsstab bis Besenstiel
©Wiener Dom-Verlag

Das Buch zum Podcast

Heilige, das sind beeindruckende Persönlichkeiten auf allen Kontinenten, in allen Jahrhunderten: Herrscher und Sklaven, Brave und Aufmüpfige, Geistliche und Laien. Diese bunte Schar porträtiert Autorin Bernadette Spitzer in kurzweilig-informativen Geschichten, wobei sie die Besonderheit der jeweiligen Persönlichkeit treffend hervorkehrt. Sie übersetzt die teils sperrigen Quellen in eine heutige Sprache und spart dabei nicht mit einem Augenzwinkern. Die tägliche Auswahl dieser „Vorbilder“ reicht von in der breiten Öffentlichkeit weniger bekannten, bis hin zu solchen, die erst vor kurzem heilig- oder seliggesprochen wurden. Aufgefrischt durch moderne Illustrationen und bemerkenswerte  Zitate wird das Buch zur täglichen Inspirationsquelle.

 

Bernadette Spitzer
Von Bischofsstab bis Besenstiel. Mit 365 Heiligen durchs Jahr.
Wiener Dom-Verlag.
ISBN: 978-3-85351-294-4

Erhältlich im Webshop des Wiener Dom-Verlags.

Schlagwörter
Autor:
  • Bernadette Spitzer
0:00
0:00
Werbung

Neueste Beiträge

| Politik
Ukraine-Krieg

Am 24. Februar 2022 attackierte Russland die Ukraine und eskalierte damit einen Krieg, der schon mit der Annexion der Halbinsel Krim im Jahr 2014 begonnen hatte. Während Europa an seiner Sicherheitspolitik arbeitet, frieren die Ukrainerinnen und Ukrainer im vierten Kriegswinter.

| Chronik
Sehenswert

Was war los in Wien und Niederösterreich?

| Wien und Niederösterreich
Aschermittwoch

In mehreren österreichischen Städten bietet die Katholische Kirche auch heuer wieder ein "Aschenkreuz to go" - also das "Aschenkreuz zum Mitnehmen" - an.