Auszeichnung: Regina Polak fördert Zusammenhalt

Interreligiöser Dialog in Wien
Ausgabe Nr. 47
  • Wien und Niederösterreich
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Ausgezeichnete Regina Polak: mutig gegen Vorurteile. ©PID/Votava
Gemeinderabbiner Schlomo Hofmeister, Theologin Regina Polak, Imam Ramazan Demir mit Bürgermeister Michael Ludwig. ©KPH, EM

Ausgezeichnet: Regina Polak, Schlomo Hofmeister und Imam Ramazan Demir setzen Zeichen gegen Antisemitismus und für Integration. Ihre Arbeit fördert Verständnis und sozialen Zusammenhalt.

Die Vertreterinnen und Vertreter der Erzdiözese Wien, der Israelitischen Kultusgemeinde sowie der Islamischen Glaubensgemeinschaft leisten an Wiener Schulen wichtige Aufklärungsarbeit. Im Rahmen gemeinsamer Besuche in den Klassenzimmern treten sie entschieden gegen Antisemitismus, Islamfeindlichkeit und Rassismus auf und fördern den interkulturellen Austausch, die Integration und das friedliche Miteinander. Insbesondere die vergangenen Wochen hätte „deutlich gezeigt, wie wichtig religiöse Toleranz und ein verständnisvolles Miteinander sind, um ein friedliches Zusammenleben in der Gesellschaft zu ermöglichen“, betonte Bürgermeister Ludwig im Hinblick auf den Krieg im Nahen Osten. Die Arbeit der Geehrten vermittle den jungen Menschen an den Schulen ebenfalls eine ganz wesentliche Botschaft, „dass wir Einheit in der Vielfalt finden können und das Gemeinsame vor das Trennende stellen. Es ist nicht notwendig, in Angst vor dem anderen zu leben.“ Dies in den Schulen näherzubringen sei aber nicht einfach – die Botschafterinnen und Botschafter müssten sich bei dieser Arbeit oft mit Vorbehalten, Vorurteilen und Ängsten auseinandersetzen. Dies erfordere „Mut, Geduld und viel persönlichen Einsatz“.

In ihrer Dankesrede bezeichnete Regina Polak die Auszeichnung als persönliche Motivation – gerade in einer Zeit, in der Menschenhass, Antisemitismus und Islamfeindlichkeit beispiellose Ausmaße angenommen hätten. Dies bringe auch in Österreich Juden in Lebensgefahr, schüre den Hass auf Muslime und gefährde die Demokratie sowie den sozialen Frieden. „Religion ist oft Teil gesellschaftlicher Probleme, aber viel öfter ist sie Teil der Lösung.“

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