"Wir haben den Papst gesehen"

Außergewöhnlicher Firmunterricht
Ausgabe Nr. 17
  • Wien und Niederösterreich
Autor:
Erfreut: Die Gruppe der Firmlinge des De la Salle Gymnasiums Strebersdorf jubelt Papst Franziskus am Petersplatz zu. ©De la Salle Strebersdorf

Vom 4. bis zum 8. April hielt sich eine rund 45-köpfige Firmgruppe des De la Salle Gymnasiums Strebersdorf in der Ewigen Stadt auf. Zwei Jugendliche erzählen dem SONNTAG, warum sie sich firmen lassen.

Im Zentrum dieser Pilgerreise standen die Begegnung mit Papst Franziskus bei der Generalaudienz sowie die Teilnahme am Kreuzweg im Kolosseum und ein Besuch in der österreichischen Botschaft beim Heiligen Stuhl.“ Das berichtet Andreas Niedermayr vom De la Salle Gymnasium Strebersdorf: „Diverse Freizeit- und Tourismusaktivitäten rundeten das fünftägige Programm ab.“ In den speziell gestalteten Pilgerrucksäcken für die rund 45 jungen Pilgerinnen und Pilger befanden sich ein Pilgertagebuch, eine Jakobsmuschel, ein Buch von Papst Franziskus, ein Stadtplan, weitere Pilgerutensilien und eine Ausgabe des SONNTAG.

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Alte Kultur und neues Essen

„Rom ist wirklich eine unglaublich schöne Stadt, sie hat mir wirklich sehr gefallen“, sagt Lukas Tschabuschnig, einer der jugendlichen Pilger, zum SONNTAG: „Ich mochte es, die alte Kultur und Bauweise Roms zu sehen sowie neues Essen auszuprobieren und neue Leute kennenzulernen. Rom ist außerdem eine sehr vielfältige und außergewöhnliche Stadt. Wir hatten ein paar wirklich schöne Tage dort und wir haben Erfahrungen gesammelt und Erinnerungen gemacht, die ich garantiert nicht so schnell vergessen werde.“ Was ihm besonders gut gefallen hat? „Der Vatikan mit der Peterskirche war echt beeindruckend“, unterstreicht Lukas: „Wir waren bei einer Papstaudienz dabei und beim Kreuzweg im Kolosseum. So viele Leute waren an den beiden Orten versammelt und es war interessant zu sehen, dass alle Menschen mitgemacht und sich mitgefreut haben.“

Die Firm-Gruppe habe „tolle Momente“ erlebt. „Unsere Firmgruppe bestand aus vier unterschiedlichen Klassen und durch diesen Trip wurden wir alle irgendwie wie eine Klasse“, freut sich Lukas. Er lässt sich firmen, „weil ich den nächsten Schritt in die katholische Gemeinschaft wagen will“, betont er: „Mit der Taufe wird man in der Kirche etabliert, dabei entscheiden die Eltern, ob man in die Kirche eintritt oder nicht. Ähnlich ist es bei der Erstkommunion. Bei der Firmung jedoch darf man für sich selbst entscheiden, ob man den nächsten Schritt wagt und in die katholische Kirche aufgenommen werden will.“ Was ihm das Christsein bedeutet? „Ein Katholik zu sein ist etwas Besonderes. In einer Gemeinschaft zu leben, in der jeder einzigartig ist, ist etwas Besonderes, und ich finde es toll, ein Teil dieser Gemeinschaft zu sein“, weiß er. „Heilige Messen, Bräuche und Traditionen, schöne Feste wie Weihnachten oder Ostern, die Bibel und ihre Erzählungen. Gebete, Lieder und Weisheiten“, zählt Lukas auf: „Das ist wirklich das Schöne am Christsein und mit der Firmung bin ich nun noch mehr mit dieser Gemeinde verbunden.“

„Meine bleibenden Eindrücke von der Pilgerreise waren eigentlich alle sehr schön“, sagt Marie Lehrach, auch sie zählte zur Pilgerschar, zum SONNTAG. „Für mich war es das Schönste, den Papst sehen zu dürfen“, freut sich Marie. Sie lässt sich firmen, „um Gott näher zu kommen“. Und sie erklärt: „Mir bedeutet Christsein in Zeiten wie diesen sehr viel, da ich weiß, dass mich Christus nie verlassen wird.“

Autor:
  • Stefan Kronthaler
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