Valentinstag: Tipps für die Liebe

Beziehungselixier
Ausgabe Nr. 6
  • Leben
Autor:
Eine Bank: Gelegenheit zum Unterbrechen, Innehalten, Zurück-Schauen, Nach-vorne-Schauen. ©Andre Furtado

Tipps für die Liebe zum Valentinstag. Erfahren Sie mehr über diese Tradition und wie gemeinsame Momente die Beziehung stärken.

Besonders in England und Amerika hat der „Valentinstag“ am 14. Februar eine sehr lange Tradition, wo man dem geliebten Partner, der Partnerin Blumen und kleinere Geschenke überreicht. Erst nach dem Zweiten Weltkrieg verbreitete sich dieser „Tag der Liebe“ auch in Mitteleuropa. Leider Gottes hat mal wieder eine ganze Geschenk- und Blumenindustrie in dieser Geste ein riesiges Geschäftspotenzial erkannt und schuf so einen sehr großen, aber auch einen sehr oberflächlichen Bekanntheitsgrad für dieses Fest der Liebe. Hat das Gedenken an die gegenseitige Liebe wirklich nichts Besseres verdient? 

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Die vielen Bräuche gegenseitiger Liebesbezeugungen gehen einem Mythos nach zurück auf einen römischen Bischof Valentinus, der im 3. Jahrhundert in der italienischen Stadt Terni lebte. Unter Kaiser Claudius Gothicus soll er wegen seines christlichen Glaubens am 14. Februar im Jahre 268 den Märtyrertod erlitten haben, weil zu dieser Zeit die öffentliche Ausübung des christlichen Glaubens noch unter Todesstrafe stand und Bischof Valentin sich hingegen nicht an diese Weisung hielt und immer wieder Liebespaaren Gelegenheit gab, christlich zu heiraten. Im Jahre 496 nach Christus erklärte Papst Gelasius I. den 14. Februar zum „Valentinstag“. Paare schreiben sich seitdem Liebesbriefe oder beschenken sich mit kleinen Aufmerksamkeiten.  Viele schenken sich ein Vorhängeschloss, auf das sie ihre Initialen schreiben. Anschließend sperren sie die Schlösser an einem Brückengeländer ab und werfen die Schlüssel in den Fluss – als Symbol für ewige Liebe. 

Liebe durch: erholen, erfrischen, stärken und beschützen

Ich würde gerne allen Paaren wünschen, dass sie sich mal wieder für ein paar Stunden Zeit füreinander nehmen, um einen Spaziergang, eine kleine Wanderung zu machen und dabei eine schöne Ruhebank zu suchen, auf der sie in aller Entspannung eine Weile rasten können. Eine solche Bank könnte geradezu ein Symbol für all das werden, was eine Liebesbeziehung immer wieder aufs Neue erfrischen, stärken und beschützen kann. Die Zeit auf einer solchen Bank erinnert daran, dass die gemeinsame Beziehung auch immer wieder genügend Zeit miteinander braucht, eine Zeit, Ruhe zu finden, um sich wieder ein wenig zu erholen von so vielen alltäglichen Anstrengungen, die eine jede Beziehung in Anspruch nehmen und auch ermüden können. Es ist die Zeit, den Alltag einmal zu unterbrechen, innezuhalten.

Die gemeinsame Zeit auf der Bank ist eine gute Gelegenheit, miteinander ins Gespräch zu kommen, sich auszutauschen, nicht nur die Dinge des Alltags, sondern auch die eigene Beziehung wieder anzusprechen. Momentane oder auch noch nicht gelöste Probleme und Schwierigkeiten in der Beziehung könnten so rechtzeitig angesprochen werden, es könnte miteinander nach Lösungen gesucht werden, man könnte einander verzeihen und wieder Mut machen.

Liebe bedeutet die Nähe fühlen

Auf einer Bank spürt man in besonderer Weise seinen Partner, fühlt seine Nähe, seine Wärme, kann seinen Arm um ihn legen, kann es so richtig genießen, nicht alleine zu sein. Ganz dicht nebeneinander zu sitzen, kann auch wieder bewusster machen, dass das, was der Dichter Antoine de Saint-Exupéry allen Liebenden ans Herz legt, wieder neu versucht werden kann, dass nämlich die Liebe sich nicht nur darin erschöpfen kann, dem geliebten Menschen in die Augen zu schauen, sondern mit ihm in die gleiche Richtung zu blicken. So wird Zeit und Gelegenheit geschaffen für gemeinsame Ideen, Wünsche, Pläne und Zielsetzungen.

Mit dem geliebten Menschen auf einer Bank zu sitzen, das entspannt, so dass man den Blick in die Ferne schweifen lassen kann. Es lädt geradezu ein, sich auch einmal den eigenen Träumen hinzugeben, kreative Gedanken leben zu lassen, was sowohl dem Einzelnen guttut als auch zugleich jede Beziehung bereichern kann. Eine solche alltägliche Erfahrung ist wie eine Herberge, die man in seinem Leben immer wieder gerne aufsuchen möchte, in der man dann ein wenig rasten kann. Es ist dann Zeit, belastende, überflüssige Dinge aus seinem „Rucksack“ zu entfernen, neue, brauchbare und nötige Dinge für die Beziehung wieder hineinzupacken. 

Schlagwörter
Autor:
  • Stanislaus Klemm
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