Himmlisch: Wie Bienen dem Stephansdom helfen

Umweltschutz und Kulturerbe
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Der Stephansdom beheimatet 400.000 Bienen. ©Erzdiözese Wien/Schönlaub
Den Bienen gefällt es an der Westfassade des Stephansdoms. ©Erzdiözese Wien/Schönlaub
Dompfarrer Toni Faber bei den Bienen am Stephansdom. ©Erzdiözese Wien/Schönlaub
Dompfarrer Toni Faber segnet Bienen und Imker. ©Erzdiözese Wien/Schönlaub

Was machen 400.000 Bienen auf dem Stephansdom? Und warum hilft himmlischer Honig unserem Steffl?

Dompfarrer Toni Faber segnet Bienenvölker und fördert damit den Umweltschutz und die Erhaltung des Kulturerbes - Seit rund einem Jahr summt es auf dem Wiener Stephansdom. Vier Bienenvölker haben dort, auf einem Balkon des sogenannten "Bläserchors", ihre neue Heimat gefunden. Für alle, die in der Schnittmenge von katholischem Glauben, Umweltschutz und Nachhaltigkeit stehen, ist diese Nachricht ein Zeichen der Hoffnung.

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Ein Segen für die Bienen und für den Dom

Dompfarrer Toni Faber segnete die Bienenstöcke auf dem Stephansdom. Zudem lud er zur Verkostung des ersten "himmlischen Honigs" aus der Domimkerei ein. Der geplante Verkauf dieses Honigs soll nicht nur die Gaumen der Gläubigen erfreuen, sondern auch zur Erhaltung und Sanierung des historischen Domes beitragen. Faber äußerte seinen Respekt und seine Faszination für die Bienen und blickte optimistisch in die Zukunft: "Die Bienen spüren wohl die besondere Energie dieses Ortes", so der Dompfarrer.

Natur und Spiritualität im Einklang

Die Bienen werden liebevoll von den Imkern Peter Stich und Gregor de Lijzer betreut. Trotz einer nicht optimalen Nordwestausrichtung der Bienenstöcke auf dem Stephansdom, haben die Tiere sich gut an ihren neuen Standort gewöhnt. Dieser Ort bietet den Bienen Zugang zu Wiens zahlreichen Grünanlagen, darunter der Stadtpark und der Prater, sowie zu immer mehr "bienenfreundlich" gestalteten Dachgärten.

Modell für nachhaltiges Engagement im Glauben

Diese Initiative zeigt, wie kulturelles Erbe und Umweltschutz Hand in Hand gehen können und sollten, gerade in einer Zeit, in der beide dringend unserer Aufmerksamkeit bedürfen. Es ist ein beispielhafter Akt der Symbiose zwischen Mensch und Natur, ganz im Einklang mit den katholischen Werten der Schöpfungsverantwortung. Insgesamt strömen somit 400.000 Bienen mehr durch die Innenstadt.

Fazit: Die süße Seite der Nachhaltigkeit und des Glaubens

Für Katholiken, die an Umweltschutz und Nachhaltigkeit glauben, vereint die Stephansdom-Imkerei Spiritualität und ökologische Verantwortung auf inspirierende Weise. Durch den Segen der Bienen und den Verkauf des "himmlischen Honigs" eröffnet sich eine neue, nachhaltige Einnahmequelle für die Erhaltung eines der bedeutendsten Kulturerben Österreichs. So wird der Stephansdom zum lebendigen Symbol für einen Glauben, der sowohl Himmel als auch Erde umfasst.

Autor:
  • Georg Gatnar
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