Eine Helferin in vielen Nöten

Zum 100. Geburtstag von Maria Loley
Ausgabe Nr. 46
  • Soziales
Autor:
Maria Loley: Ihr „Lebenszeugnis“ handelt von einem außerordentlichen Vertrauen in die Kraft des Gebetes.
Maria Loley: Ihr „Lebenszeugnis“ handelt von einem außerordentlichen Vertrauen in die Kraft des Gebetes. ©kathbild.at

Am 16. Oktober 1995 wird Maria Loley , die sich für Flüchtlinge einsetzt, Opfer einer Briefbomben-Attacke. 2024 jährt sich der 100. Geburtstag einer großen Helferin.

Am 16. Oktober 1995 soll eine heimtückische Briefbombe dem Engagement und Leben von Maria Loley für Flüchtlinge ein gewaltsames Ende setzen. Doch Maria Loley überlebt, sie verliert „nur“ einen Finger.

Werbung

Buch von Maria Loley

In ihrem Buch „Zur Liebe berufen. Ein Lebenszeugnis“ (Tyrolia-Verlag) blickt Maria Loley, heuer am 4. Februar verstorben, zurück auf ein erfülltes Leben. Und sie legt auch Zeugnis ab über die Quellen, aus denen sie lebte: Ihr Glaube, das Vertrauen in die Heilige Schrift als „wichtigster Wegweiser“, das Gebet und das Verzeihen. Dieses „Lebenszeugnis“ handelt von einem außerordentlichen Vertrauen in die Kraft des Gebetes. Angefangen von ihrer Erstkommunion, die ihr Leben „entscheidend geprägt“ hat bis hin zum „Jesus-Gebet“ – „Herr Jesus, erbarme dich meiner“ – in späteren Jahren.

Fürsorgerin Loley

Ob als Fürsorgerin, die sie in Wirklichkeit bis zu ihrem Lebensende in allen Varianten auch geblieben ist, oder als Helfende beim Brünner Todesmarsch 1945, später in der Polenhilfe, dann bei den Flüchtlingen aus Bosnien oder bei der „Bewegung Mitmensch“, immer ist das ungekürzte Evangelium für sie Richtschnur und Maßstab gewesen, ob für ihre Umgebung gelegen oder ungelegen. Die Weinviertlerin Maria Loley hat immer geholfen, sie selbst sagt in ihrem Buch dazu: „Wie oft habe ich im Laufe der Jahre unverhoffte Hilfe erfahren.“ Und sie kümmerte sich gerade auch um jene, die der Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit entzogen sind oder sich entziehen (müssen): Die Verachteten, Geringgeschätzten“ wurden ihre „Lieblinge“. Loley nannte es so: „Gott ist es, der mir im Mitmenschen begegnet.

©Tyrolia

Buchtipp:

Zur Liebe berufen
von Maria Loley
Verlag: Tyrolia, 2007

Schlagwörter
Autor:
  • Stefan Kronthaler
Werbung

Neueste Beiträge

| Spiritualität
Glaubenszeugnis

Als junge Frau wollte Margit Jachimow in ferne Länder gehen, um dort den Menschen von Gott zu erzählen. Stattdessen klopft die 70-Jährige seit 42 Jahren für Legio Maria an Wohnungstüren in Döbling.

| Termine
Termintipp

Auf der Sportanlage in Röschitz kommt es am 31. Mai zu einem Fußball-Highlight. Die österreichische Priesternationalmannschaft trifft auf die heimische Winzer-Auswahl.

| Heiligenschein
Retterin Frankreichs

Wöchentliche Heilige, vorgestellt von Bernadette Spitzer.