24. September: Rupert von Salzburg

Gründer Salzburgs
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Der ruhmreich Glänzende – so die Bedeutung des Namens Rupert ©Irene Unger

Wöchentliche Heilige, vorgestellt von Bernadette Spitzer.

Salzburg feiert die nächsten 5 Tage den jährlichen Rupertikirtag. Rupert, der Bischof aus dem 8. Jahrhundert, der als Gründer Salzburgs bezeichnet wird, ist der Patron der Stadt und des Landes Salzburg und hat auch in der Erzdiözese Wien Spuren hinterlassen. Über seine Herkunft kann nur spekuliert werden. Jedenfalls war er Bischof von Worms in Rheinland-Pfalz. 696 erhielt er den Auftrag zur Mission in ganz Bayern, und das umfasste damals auch Teile Österreichs.

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Vom Missionar zum Gründer Salzburgs

Rupert fuhr bis an die Grenze des Herrschaftsgebietes, nämlich Lorch und weiter nach Salzburg, das ihm Herzog Theodo schenkte, eine durch die Völkerwanderung weithin verwüstete Ruinenstadt. Außerdem erhielt er Salzquellen in Bad Reichenhall. Die wurden die wirtschaftliche Grundlage für den Neubeginn. Nach diesem Salz wurde auch die Befestigung auf dem Nonnberg und später die gesamte Siedlung benannt - Salzburg.

Rupert half der Bevölkerung beim Wiederaufbau der Stadt. Außerdem gründete er das Männerkloster Sankt Peter, wo er Abt wurde und das Frauenkloster am Nonnberg. Beide sind heute die ältesten noch bestehenden im deutschen Sprachraum. Auch die Orte Seekirchen am Wallersee und Bischofshofen gehen auf Rupert zurück.

Ruperts Vermächtnis bis heute

Rupert starb vermutlich am 27. März 718, wahrscheinlich in Worms. Sein Gedenktag ist aber der 24. September, weil an diesem Tag im Jahr 774 seine Gebeine in den Salzburger Dom überführt wurden. In der Erzdiözese Wien ist Rupert unter anderem die Ruprechtskirche im ersten Bezirk geweiht. Mit Rupert wird heute auch Virgil gefeiert. Über ihn erzähle ich Ihnen mehr an seinem Gedenktag am 27. November.

Buchcover Von Bischofsstab bis Besenstiel
©Wiener Dom-Verlag

Das Buch zum Podcast

Heilige, das sind beeindruckende Persönlichkeiten auf allen Kontinenten, in allen Jahrhunderten: Herrscher und Sklaven, Brave und Aufmüpfige, Geistliche und Laien. Diese bunte Schar porträtiert Autorin Bernadette Spitzer in kurzweilig-informativen Geschichten, wobei sie die Besonderheit der jeweiligen Persönlichkeit treffend hervorkehrt. Sie übersetzt die teils sperrigen Quellen in eine heutige Sprache und spart dabei nicht mit einem Augenzwinkern. Die tägliche Auswahl dieser „Vorbilder“ reicht von in der breiten Öffentlichkeit weniger bekannten, bis hin zu solchen, die erst vor kurzem heilig- oder seliggesprochen wurden. Aufgefrischt durch moderne Illustrationen und bemerkenswerte  Zitate wird das Buch zur täglichen Inspirationsquelle.

 

Bernadette Spitzer
Von Bischofsstab bis Besenstiel. Mit 365 Heiligen durchs Jahr.
Wiener Dom-Verlag.
ISBN: 978-3-85351-294-4

Erhältlich im Webshop des Wiener Dom-Verlags.

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