16. Februar: Heilige Juliana

Für eine gute Geburt
Ausgabe Nr. 7
  • Heiligenschein
Autor:
Den Teufel vorgeführt! Juliana ist aber auch Patronin bei der Entbindung.
Den Teufel vorgeführt! Juliana ist aber auch Patronin bei der Entbindung. ©Irene Unger

Wöchentliche Heilige, vorgestellt von Bernadette Spitzer.

An sich weiß man fast nichts über Juliana von Nikomedien. Ihr Name weist auf ihre Abstammung hin, nämlich auf das Geschlecht der Julier.

Werbung

Juliana verweigerte die Eheschließung

Das war eine altrömische, sehr vornehme Sippe, ein Patriziergeschlecht, dem unter anderem Julius Cäsar angehörte. Sie sollte im Jahr 304 mit 19 Jahren standesgemäß verheiratet werden. Die Wahl fiel auf den Sohn des Stadtpräfekten. Diese Eheschließung aber verweigerte Juliana mit der Begründung, sie sei Christin und er nicht.

Die Anklage gegen Juliana

Juliana wurde angeklagt und, als sie dem Glauben nicht abschwor, gefoltert. Danach wurde sie in den Kerker geworfen. Interessant ist, wie Juliana oft dargestellt wird. Sie hat nämlich den Teufel an der Leine. Das hat folgenden Hintergrund: Im Kerker erschien er ihr in Engelsgestalt, aber sie erkannte ihn. Nicht nur das. Selbst ist die Frau, von wegen wehrloses Hascherl. Sie fesselte ihn mit ihren eigenen Ketten, die von ihr abfielen.

Julianas Tod

Als man sie aus dem Kerker holte, zog sie ihn hinter sich her und warf ihn auf dem Marktplatz in die Latrine. Danach wurde sie enthauptet und mit ihr Hunderte weitere Christen, darunter ihre Henker, die sich spontan bekehrt hatten. Der Richter ertrank später auf einer Meerfahrt, heißt es.

Buchcover Von Bischofsstab bis Besenstiel
©Wiener Dom-Verlag

Das Buch zum Podcast

Heilige, das sind beeindruckende Persönlichkeiten auf allen Kontinenten, in allen Jahrhunderten: Herrscher und Sklaven, Brave und Aufmüpfige, Geistliche und Laien. Diese bunte Schar porträtiert Autorin Bernadette Spitzer in kurzweilig-informativen Geschichten, wobei sie die Besonderheit der jeweiligen Persönlichkeit treffend hervorkehrt. Sie übersetzt die teils sperrigen Quellen in eine heutige Sprache und spart dabei nicht mit einem Augenzwinkern. Die tägliche Auswahl dieser „Vorbilder“ reicht von in der breiten Öffentlichkeit weniger bekannten, bis hin zu solchen, die erst vor kurzem heilig- oder seliggesprochen wurden. Aufgefrischt durch moderne Illustrationen und bemerkenswerte  Zitate wird das Buch zur täglichen Inspirationsquelle.

 

Bernadette Spitzer
Von Bischofsstab bis Besenstiel. Mit 365 Heiligen durchs Jahr.
Wiener Dom-Verlag.
ISBN: 978-3-85351-294-4

Erhältlich im Webshop des Wiener Dom-Verlags.

Schlagwörter
Autor:
  • Bernadette Spitzer
0:00
0:00
Werbung

Neueste Beiträge

Advertorial
Ausbildung am Konservatorium für Kirchenmusik
Diözesankonservatorium

In den drei Ausbildungszweigen "Kirchenmusik", "Lied-Messe-Oratorium" sowie "Neues Geistliches Lied“ werden Schülerinnen und Schüler auf die vielfältigen Aufgaben, als Kirchenmusikerinnen und Kirchenmusiker vorbereitet.

| Leben
5. Mai: Tag des Lokaljournalismus

Was passiert eigentlich in unseren Pfarrgemeinden? Wer berichtet über Kirchenfeste sowie neue Projekte und gibt Einblicke in Kultur und Glauben? Genau hier zeigt sich, wie wichtig Lokaljournalismus für das kirchliche Leben ist. Doch was ist „Lokaljournalismus“ überhaupt?

| Weltkirche
Friede als Auftrag

Die Herausforderungen des neuen Prager Erzbischof Přibyl sind unter anderem, Versöhnung zu schaffen und Reformstaus anzugehen: Mit Stanislav Přibyl übernimmt ein erfahrener Seelsorger und Kirchenfunktionär die Erzdiözese Prag. Der Redemptorist bringt den Friedensgedanken nicht nur als Motto, sondern als konkreten Auftrag mit.