Physikstudent und glaubt an Gott

Vorbild Pauline Marie Jaricot
Ausgabe Nr. 36
  • Meinung
Autor:
Im Musical „Pauline“ spielt Michael Garz die Fledermaus. ©KISI– God’s singing kids

Seit frühester Kindheit an singt und tanzt Michael Garz bei KISI – God’s singing kids. Zurzeit spielt der 22-jährige Physikstudent die Fledermaus im Musical "Pauline – Mut verändert die Welt".

Das Musical ‚Pauline‘ dreht sich um das Leben der seligen Pauline Marie Jaricot, die Gründerin der Päpstlichen Missionswerke.

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Herr Garz, Sie spielen in ‚Pauline‘ eine Fledermaus. Was hat eine Fledermaus mit dem Leben von Pauline Marie Jaricot zu tun?

Die Fledermaus ist eine von drei Hauptfiguren im Stück. Sie befindet sich in den Gedanken von Pauline, genauso wie Monsieur Discourage, der Pauline, wie sein Name schon sagt, entmutigt. Ohne zu viel zu erraten: Am Anfang ist die Fledermaus böse, später ändert sich das.

Das Musical ‚Pauline‘ möchte unterhalten, hat darüber hinaus aber auch einen anderen Anspruch.

Wir möchten eine relativ unbekannte Selige vorstellen und zeigen, wie sie gelebt und was sie gemacht hat. Das Musical ist eine Kooperation mit den päpstlichen Missionswerken, die ja von Pauline gegründet wurden.

Was denken Sie persönlich über Pauline?

Sie ist mir ein Megavorbild. Sie wurde stark angefochten und hatte es nicht leicht. Aufgewachsen ist sie im Reichtum, später hat sie alles verloren. Trotz allem hat sie immer auf Gott vertraut, egal wie schwer es war. Pauline ist eine starke Frau.

Gibt es eine Stelle im Stück, die Sie besonders anspricht?

Am Beginn vom zweiten Akt erzählt Pauline, was ihr alles passiert ist: dass man ihren Bruder vergiftet hat, dass sie nicht zur Gründung des Vereins eingeladen wurde, weil sie eine Frau war. Aber sie ist stark geblieben und hatte weiterhin viel Vertrauen.

Sie sind seit frühester Kindheit bei KISI – God’s singing kids. Erinnern Sie sich an Ihre erste Bühnenerfahrung?

Ich habe als Fünfjähriger Pauli, das Schaf, gespielt. Später dann in vielen verschiedenen Stücken. Im ‚Barmherzigen Vater‘ war ich zum Beispiel der zweite, also der daheimgebliebene Sohn, im Weihnachtsmusical ‚Bethlehem‘ der Heilige Josef.

Die Proben für so ein Stück sind sehr aufwendig, viele Wochenenden gehen dafür drauf. Muss man da oft durchbeißen?

Manchmal ist es schon sehr anstrengend, und ich frage mich, warum ich das jetzt mache. Aber es ist einfach so cool, den Menschen auf diese Weise die frohe Botschaft zu verkünden.

Wie sind die Rückmeldungen auf Ihre Rolle in ‚Pauline‘?

Als Fledermaus bin ich sehr stark geschminkt. Die Leute erkennen mich im Stück oft gar nicht und sind sehr überrascht, wenn ich ihnen sage, wen ich spiele. Insgesamt sind alle, die das Stück sehen, sehr davon begeistert.

Sie studieren Physik und machen Musical. Physik und Musical: Wie passt das zusammen?

Sehr gut! Musik ist ja auch Physik, ist hörbare Mathematik. Das fasziniert mich sehr. Ich singe sehr, sehr gern und stehe gern auf der Bühne. Das macht mir eine wahnsinnige Freude.

„Es ist einfach so cool, den Menschen auf diese Weise die Frohe Botschaft zu verkünden.“

Michael Garz

Wie ergeht es Ihnen im Studium als gläubiger Katholik?

Es gibt zum Glück ein paar andere gläubige Mitstudenten, wofür ich sehr dankbar bin. Aber ja, manchmal ist es schon herausfordernd. Zu seinem Glauben zu stehen, wenn andere es lächerlich finden, an Gott zu glauben, ist nicht immer leicht.

Autor:
  • Sandra Lobnig
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