Grabpflege rund um Allerheiligen

Rituale der Erinnerung
Ausgabe Nr. 43
  • Kunst und Kultur
Autor:
Person reinigt Grabstein
Grabsteine und -platten können mit einer Bürste, Wasser und Schmierseife gereinigt werden. ©I-Stock/djedzura

Zu Allerheiligen und Allerseelen besuchen viele Menschen die Gräber ihrer Verstorbenen. Die Grabpflege kann ein liebevolles und tröstendes Ritual sein.

Für viele Menschen ist die Gestaltung der Gräber rund um Allerheiligen ein liebevolles und tröstendes Ritual, um Trauer, Erinnerungen, Dankbarkeit und Liebe auszudrücken, die Einzigartigkeit der Verstorbenen zu ehren und ein Zeichen der Verbundenheit zu setzen. Worauf ist bei der Pflege eines Grabes besonders zu achten und welche Pflanzen eigenen sich für die kalte Jahreszeit?

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Grabpflege: Alt bewährte und neue Grabpflanzen

Die Calluna, auch bekannt als Heidekraut, ist seit Jahren eine der beliebtesten Grabpflanzen. „Mit ihrem Farbenreichtum zählt sie zu den vielseitigsten Herbstpflanzen und punktet außerdem mit ihrer unkomplizierten Pflege“, empfehlen die Österreichischen Gartengestalter auf ihrer Internetseite. Auch das Alpenveilchen, das in Pastelltönen, leuchtendem Rot oder Weiß erblühen kann, erfreut sich mittlerweile großer Beliebtheit. Bewährte Klassiker in der Grabbepflanzung sind zudem Stiefmütterchen, Tagetes und Chrysanthemen. „Ein Hingucker in der Grabgestaltung sind außerdem Pflanzen mit herbstlichen Früchten, wie etwa die hübsche Topfmyrte.“ Ideale Kombinationspartner mit den Blühern sind immergrüne Pflanzen wie die Zweige von Tannen, Fichten, Wacholder, Eiben, Latschen und Thujen, aber auch Moose und andere Bodendecker wie Fetthenne oder Efeu. 

Den Grabstein richtig pflegen

▶Grabsteine sollten regelmäßig gereinigt werden, um Verfärbungen durch Laub, Blüten und Gras zu vermeiden. Auch hier gilt: Frühe und häufige Pflege ist einfacher und schonender als das Entfernen hartnäckiger Verschmutzungen.
▶ Reinigungsmittel, die Säuren, Tenside, Öl oder Chlor enthalten, unbedingt vermeiden. Diese greifen die Oberfläche des Grabsteins an, verursachen Flecken oder verfälschen die Farbe. Schmierseife ist ideal, da sie weder aggressiv noch schädlich für den Naturstein ist.
▶ Die meisten Verschmutzungen lassen sich mit Wasser und einer Wurzelbürste entfernen. Für hartnäckigere Ablagerungen können spezielle umweltfreundliche Reiniger verwendet werden, die nach der Einwirkzeit gründlich abgespült werden. 
▶ Eine Imprägnierung schützt den Grabstein vor Schmutz und reduziert den Reinigungsaufwand. 

Schlagwörter
Autor:
  • Agathe Lauber-Gansterer
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