Weihrauch: Empfehlung für Daheim

Aus dem Stephansdom
Ausgabe Nr. 50
  • Wien und Niederösterreich
Autor:
Heilige Düfte aus dem Stephansdom: Sakristeidirektor Rejdas Lieblingsweihrauch für Gottesdienst und Heim. ©Griesshammer
Sakristeidirektor Georg Rejda
Vorweihnachtliches Riechen: Sakristeidirektor Georg Rejda und die Weihrauch-Proben. ©Markus A. Langer
Weihrauch auf Kohle
Weihrauch auf Kohle zum Duften bringen ©Markus A. Langer
Weihrauchsorten im Stephansdom
Beliebte Weihrauchsorten im Stephansdom sind „Eritrea Granen“ (weiße Körner), „Pontifikal“ (schwarz) und „Salomon“ (rote Körner). Dazu kommt der „Rosen“-Weihrauch (vorne).
©Markus A. Langer

Exklusive Weihrauch-Tipps aus dem Stephansdom. Ausgewählt vom Sakristeidirektor Georg Rejda. Düfte die sowohl im Dom als auch zu Hause bezaubern.

Georg Rejda ist als Sakristeidirektor des Stephansdomes verantwortlich für den gesamten Sakristeibetrieb des berühmtesten Wahrzeichens Österreichs. Von der Sakristei geht alles aus, was für den Gottesdienst notwendig ist. Rejda ist seit 1985 im Stephansdom tätig und hat daher auch seit damals beruflich mit dem Weihrauch zu tun. „Weihrauch wird bei Hochämtern eingesetzt, auch bei Segensandachten und bei vielen feierlichen Gottesdiensten“, zählt er auf. Für den SONNTAG „erschnüffelte“  Rejda die beliebtesten Weihrauchsorten. „Das ist aber nicht so wie bei der Weinkost, etwa mit der Frage nach dem Abgang“, scherzt der Sakristeidirektor, der Bescheid weiß. Werden doch im Stephansdom jährlich 15 Kilogramm Weihrauch verbrannt.

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Weihrauch „Pontifikal“

Ein weihnachtlicher Duft

„Dieser Weihrauch hat einen sehr vollen, einen sehr schweren, ja einen intensiven, massiven Duft. Er riecht irgendwie nach Weihnachten“, sagt Rejda: „Und irgendwie riecht er sehr fein und feierlich.“ Gemeint ist die Weihrauch-Sorte „Pontifikal“. Rejda weiß auch: „Überhaupt nimmt man die bekömmliche Duft-Note des Weihrauchs eher aus der Entfernung wahr.“ 

Weihrauch „Salomon“

Wie verbranntes Edelholz

„Ein sehr intensiver Duft, ähnlich wie der Pontifikal, mit einem starken Aroma“, so beschreibt Rejda den Weihrauch mit dem schönen biblischen Namen „Salomon“: „Er riecht etwas hölzern und erinnert mich ein bisschen an verbranntes Edelholz, mit einem feierlichen, nicht alltäglichen Duft.“

Weihrauch „Eritrea Granen“

Zitrus-Note im Aroma

„Dieser Weihrauch hat ein bisschen eine Zitrus-Note im Aroma, er erinnert mich an Zitrus-Früchte und er wirkt auf mich sehr erfrischend im Gegensatz zu den vorhergegangenen Sorten“, sagt Rejda. „Eritrea Granen“, so lautet der Name des Weihrauchs.

Rosen-Weihrauch

Duft nach Rosen und nach Orthodoxie

„Ein schwerer Weihrauch, ein herrlicher Duft, sehr intensiv – einfach nach Rosen“, sagt der Sakristeidirektor über den „Rosen“-Weihrauch. „Er erinnert mich an Griechenland, als ich im Urlaub eine orthodoxe Kirche besuchte. Der Kirchenraum war von diesem Duft erfüllt.“ Im Stephansdom wird der seltene „Rosen“-Weihrauch „zu besonderen Anlässen verwendet, etwa zu Weihnachten“.

Für das Räuchern zuhause empfiehlt der Sakristeidirektor die Sorten „Pontifikal“ und „Rosen“. Rejda: „Zu bedenken ist auf jeden Fall die Dosierung. So genügt beispielsweise ein Körnchen von dem Rosen-Weihrauch und es genügen drei, vier Körnchen von dem Pontifikal. Dann haben Sie einen sehr feinen Duft im Raum.“  

Autor:
  • Stefan Kronthaler
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