Ordensspitäler fordern politische Reformen

Meinung
Ausgabe Nr. 44
  • Meinung
Autor:
Gang in einem Spital
Ordensspitäler versorgen jährlich rund zwei Millionen Menschen. ©upixa
Portrait Peter Bohynik
Peter Bohynik ist Leiter der ARGE der Ordensspitäler Österreichs. ©Peter Bohynik

Peter Bohynik ist Leiter der ARGE der Ordensspitäler Österreichs und spricht über die Forderungen der Ordensspitäler an die Politik.

Die 23 Ordensspitäler Österreichs formulieren fünf konkrete Forderungen an die Politik.  

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❶ Sicherung der Trägervielfalt

Rund zwei Millionen versorgte Menschen jährlich unterstreichen den großen Beitrag der Ordensspitäler als tragende Säule der Gesundheitsversorgung. Ihre Vielfältigkeit und ihr Engagement für eine qualitativ hochwertige Versorgung sind von hohem gesellschaftlichen Wert. Die Trägervielfalt als wesentlicher Faktor für Transparenz und Effizienzsteigerung durch freien Marktzugang muss daher auch in Zukunft sichergestellt werden.

❷ Langfristige Finanzierung und Planungssicherheit

Eine rechtlich abgesicherte, einheitliche und langfristige Finanzierung der Krankenanstalten ist Voraussetzung für eine erfolgreiche wirtschaftliche Betriebsführung. Wünschenswert wäre ein Finanzierungssystem aus einer Hand für den stationären und niedergelassenen Bereich mit einem kostendeckenden Punktewert auch als Anreiz zur Kosten- und Leistungsoptimierung.

❸ Einheitliche Finanzierung

Die Ordensspitäler setzen sich für eine einheitliche Finanzierungsstruktur für alle Krankenhäuser ein. Die Ordensspitäler arbeiten mit den jeweiligen Bundesländern, in denen sie tätig sind, sehr gut zusammen; die derzeitige Finanzierung der Ordensspitäler über die Landesgesundheitsfonds (LKF) ist allerdings nicht kostendeckend. Die fondsfinanzierten Ordensspitäler fordern daher eine gesetzlich verankerte, kostendeckende Finanzierung ihrer Leistungen. 

❹ Weiterentwicklung des LKF-Systems

Das LKF-System muss an die aktuellen und zukünftigen Herausforderungen angepasst werden. Dabei sind insbesondere der medizinische Fortschritt und die demographische Entwicklung zu berücksichtigen. Dabei sollten auch Anreize für eine weitere Ambulantisierung von Spitalsleistungen umgesetzt werden.
 

❺ Pflegekräftemangel entgegenwirken

Als kurzfristige Maßnahme sollten steuerliche Anreize geschaffen werden, um die Vollzeitbeschäftigung attraktiver zu gestalten. Dadurch könnten rasch zusätzliche personelle Ressourcen geschaffen werden. Darüber hinaus braucht es eine klare und rechtssichere Zuwanderungsstrategie, um Fachkräfte nach Österreich zu holen. Die Ordensspitäler Österreichs fordern insbesondere einen nationalen Schulterschluss, um das Image der Pflegeberufe attraktiver zu gestalten. 

Der Kommentar drückt seine persönliche Meinung aus!

Autor:
  • Peter Bohynik
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