Gottes Boygroup: Die neuen Priester

Priesterweihe am 22. Juni
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Das sind die neuen Priesterkandidaten.
Das sind die neuen Priesterkandidaten. ©Stephan Schönlaub
Vier Priester werden heuer von Kardinal Christoph Schönborn geweiht.
Vier Priester werden heuer von Kardinal Christoph Schönborn geweiht. ©kathbild.at/Rupprecht
Das Zentrum: Laut dem Konzil ist die Eucharistie Quelle und Höhepunkt der Evangelisierung.
Das Zentrum: Laut dem Konzil ist die Eucharistie Quelle und Höhepunkt der Evangelisierung. ©Kathbild.at/Rupprecht

Durch Handauflegung und Gebet wird Kardinal Christoph Schönborn am 22. Juni um 9.30 Uhr im Stephansdom fünf Männer zu Priestern weihen: drei aus dem Wiener Priesterseminar und zwei aus dem Orden der Salesianer Don Boscos.

 

Am 22. Juni weiht Kardinal Christoph Schönborn im Wiener Stephansdom fünf Männer zu Priestern. Der Sonntag stellt Ihnen die neuen Männer Gottes vor. 

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Siluan T. Gall wurde byzantinisch geweiht.
Siluan T. Gall wurde byzantinisch geweiht. ©Erzdiözese Wien/Stephan Schönlaub

Erste byzantinische Priesterweihe im Dom

Siluan T. Gall empfing am  1. Juni als erster der vier heurigen Wiener Weihekandidaten die Priesterweihe – im byzantinischen Ritus. Es ist das erste Mal in der 665-jährigen Geschichte des Stephansdoms, dass eine Priesterweihe im byzantinischen Ritus gefeiert wurde, was auch eine Premiere in der 555-jährigen Diözesangeschichte darstellte. Aus dem 1758 gegründeten Priesterseminar geht mit Siluan Gall der erste „Byzantiner“ hervor. Die Weihe wurde von Stepan Sus, Bischof der Kurie des Großerzbischofs der ukrainisch griechisch-katholischen Kirche in Kiev, geleitet. 

Priester in Wisconsin

Nach seiner Priesterweihe wird Gall ein Jahr in einem griechisch-katholischen Kloster, dem Holy Resurrection Monastery in Wisconsin, verbringen. Hier wird er seine Ausbildung im byzantinischen Ritus abzuschließen und sich im ostkirchlichen Mönchtum vertiefen. Im Anschluss daran kehrt er nach Wien zurück, um in den Dienst der Erzdiözese zu treten. Die historische Priesterweihe im Stephansdom stellt ein bedeutsames Ereignis für die Wiener Erzdiözese dar und symbolisiert die zunehmende Vielfalt in der Einheit der katholischen Kirche. Dies wird auch dadurch sichtbar, dass die Gläubigen der unterschiedlichen katholischen Ostkirchen in einem eigenen Ordinariat zusammengefasst sind. Ordinarius ist Kardinal Christoph Schönborn. Sein Zuständigkeitsbereich umfasst alle katholischen Ostkirchen in ganz Österreich. 

Teil der Priester der katholischen Ostkirchen in Österreich

Ein Teil der Priester der katholischen Ostkirchen in Österreich bekam die Erlaubnis, zugunsten der Seelsorge die Sakramente im lateinischen Ritus zu feiern. Alle Gottesdienste der katholischen Ostkirchen stehen auch den Katholiken des lateinischen Ritus offen. In Wien sind das, neben den verschiedenen unierten byzantinischen Kirchen, die Gemeinden des maronitischen, des chaldäischen, syromalabarischen, syro-malankarischen sowie des äthiopisch-eriträischen Ritus. Das Gesicht der Diözese wird zunehmend bunter. Siluan T. Gall verkörpert diese Einheit in der Vielfalt in seiner Person und seinem Dienst.

Florian Damberger stammt aus Passau.
Florian Damberger stammt aus Passau. ©Erzdiözese Wien/Stephan Schönlaub

Florian Damberger

  • Geboren: 28. 3. 1992 in Passau
  • Diakonatsjahr: Lichtental (Wien 9)
  • Ausbildung: Lehramt für Deutsch und Geschichte, Studium der Theologie
  • Lieblingsbibelstelle: Psalm 113 (Loblied auf Gottes Hoheit und Liebe zu den Geringen) 
  • Lieblingsheilige: Maria
  • Hobbys: Musik (Singen, Chor, Orgel, klassische Musik), Sport, Reisen
  • Lieblingsspeise: Schweinsbraten
  • Lieblingsbuch: Theodor Fontane, Der Stechlin
  • Lieblingsmusik: Herz und Mund und Tat und Leben (J. S. Bach)
  • Primiz: 23. 6., 9:30 Uhr, Lichtental
     
Enrico Grube geht in seiner Freizeit gerne Bergwandern.
Enrico Grube geht in seiner Freizeit gerne Bergwandern. ©Erzdiözese Wien/Stephan Schönlaub

Enrico Grube

  • Geboren: 12. 9. 1978 in Torgau/Sachsen
  • Diakonatsjahr: Cyrill und Method (Wien 21), dann Dom zu St. Jakob in Innsbruck
  • Ausbildung: Doktorat in Philosophie bereits vor dem Theologiestudium in Wien abgeschlossen, Universitätsassistent
  • Lieblingsbibelstelle/Primizspruch: „Denn die Liebe Christi drängt uns.“ (2 Korinther 5,14) 
  • Lieblingsheilige: Augustinus, Thomas von Aquin
  • Hobbys: Theologie, Romane lesen, Bergwandern, Skifahren
  • Lieblingsspeise: Kaninchenbraten nach Art der Eltern
  • Lieblingsbuch: Bekenntnisse des Augustinus, Summa Theologiae des Thomas von Aquin
  • Lieblingsmusik: Gregorianischer Choral bis Jazz
  • Primiz: 23. 6.,17:00 Uhr, Peterskirche, Wien 1
     
Daniel Schmitt ist SK Rapid-Fan.
Daniel Schmitt ist SK Rapid-Fan. ©Erzdiözese Wien/Stephan Schönlaub

Daniel Schmitt

  • Geboren: 27. 3. 1993 in Würzburg
  • Diakonatsjahr: Heilige Mutter Teresa (Wien 14)
  • Ausbildung: Studium der Theologie
  • Lieblingsbibelstelle: Eine Kombination aus NT und AT: Johannes 20,28b u. Psalm 25,5 
  • Lieblingsheiliger: Kilian und Gefährten
  • Hobbys: SK Rapid, Singen/Musik machen und hören, Reisen
  • Lieblingsspeise: Schäufele mit fränkischen Kartoffelklößen/Kaiserschmarrn
  • Lieblingsbuch: Das Kantorale / Clemens Brentano, Die Betrachtungen von Anna Katharina Emmerick
  • Lieblingsmusik: Geistlich: Klassische Chormusik mit Vorliebe für die Renaissance / profan: Stimmungsmusik
  • Primiz: 23. 6., 10:30 Uhr, Pfarrkirche St. Anna (Gruschaplatz, Wien 14)
Neupriester Michael Klucka von den Salesianern Don Boscos.
Neupriester Michael Klucka von den Salesianern Don Boscos. ©Erzdiözese Wien/Stephan Schönlaub

Michal Klucka (Salesianer Don Boscos)

  • Geboren: 1. 8 1985 in Bratislava (Slowakei)
  • Diakonatsjahr: Amstetten
  • Ausbildung: Lehramt Religion und Mathematik, Fachtheologie, Theaterpädagogik
  • Lieblingsbibelstelle: „Umsonst habt ihr empfangen, umsonst sollt ihr geben.“ (Matthäus 10,8) 
  • Lieblingsheiliger: Sel. Carlo Acutis
  • Hobbys: Eishockey, Theater, Fußball, Bergsteigen, Musik, Volleyball
  • Lieblingsspeise: Brimsennockerl
  • Lieblingsbuch: Joseph Ratzinger, Einführung in das Christentum
  • Lieblingsmusik: Vivaldi, Vier Jahreszeiten
  • Primiz: 28. 6. in Unterwaltersdorf (Abschlussmesse des Don-Bosco-Gymnasiums)
     
Neupriester Chinedu Okafor von den Salesianern Don Boscos.
Neupriester Chinedu Okafor von den Salesianern Don Boscos. ©Erzdiözese Wien/Stephan Schönlaub

Chinedu Okafor (Salesianer Don Boscos)

  • Geboren: 8. 4. 1984 in Adikpo, Benue State, Nigeria
  • Diakonatsjahr: Stadlau (Wien 22)
  • Ausbildung: Verkäufer, Bachelor Philosophie in Nigeria, Theologie in Innsbruck
  • Lieblingsbibelstelle: „Seht, ich mache alles neu.“ (Offenbarung 21,5) 
  • Lieblingsheilige: Jesus, Paulus
  • Hobbys: Sport, Musik hören, Lesen, andere zum Lachen bringen
  • Lieblingsspeise: Pounded Yam & Egusi Soup (Nationalgericht in Nigeria), Reis, Paradeissuppe
  • Lieblingsbuch: Die Bibel
  • Lieblingsmusik: Christliche Musik 
  • Primiz: 23. 6., 11:30 Uhr, Afrikanische Gemeinde (Antonsplatz, Wien 10); 30. 6., 10:15 Uhr, in Stadlau- Herz Jesu
Clemens Maria Gudenus wurde in Rom geweiht.
Clemens Maria Gudenus wurde in Rom geweiht. ©Erzdiözese Wien/Stephan Schönlaub

Clemens Maria Gudenus

Am 25. Mai wurde der 36-jährige Wiener Clemens Gudenus in der Basilika Sant‘Eugenio in Rom gemeinsam mit weiteren 28 Diakonen aus 19 Ländern von Paul Toshihiro Sakai, Weihbischof von Osaka-Takamatsu, zum Priester geweiht. Clemens Maria Gudenus wurde 1987 in Mailand geboren und besuchte in Wien die Schule.

Priester des Opus Dei 

Nach einer Tischlerlehre mit Matura am Evangelischen Gymnasium in Wien und dem Präsenzdienst studierte er Architektur in Innsbruck und arbeitete in einem Architekturbüro. Er trat dem Opus Dei als „Numerarier“ bei – Laien, die zölibatär leben und einen Zivilberuf ausüben. Er absolvierte ein Studium der Theologie und Philosophie an der Päpstlichen Universität Santa Croce in Rom. Seit 2018 ist er Leiter des Jugendclubs „Delphin“ in Wien. 

Das Zentrum: Laut dem Konzil ist die Eucharistie Quelle und Höhepunkt der Evangelisierung.

Die Vollmachten der Priester

Das Zweite Vatikanische Konzil (1962 bis 1965) bringt den Dienst und das Leben der Priester in dem Konzils-Dokument „Presbyterorum ordinis“, verabschiedet im Jahr 1965, so auf den Punkt: „Da das Amt der Priester dem Bischofsstand verbunden ist, nimmt es an der Vollmacht teil, mit der Christus selbst seinen Leib auferbaut, heiligt und leitet. Darum setzt das Priestertum der Amtspriester zwar die christlichen Grundsakramente voraus, wird aber durch ein eigenes Sakrament übertragen. Dieses zeichnet die Priester durch die Salbung des Heiligen Geistes mit einem besonderen Prägemal und macht sie auf diese Weise dem Priester Christus gleichförmig, so dass sie in der Person des Hauptes Christus handeln können. ... Ob die Priester sich darum dem Gebet und der Anbetung hingeben, ob sie das Wort verkünden, das eucharistische Opfer darbringen und die übrigen Sakramente verwalten oder den Menschen auf andere Weise dienen, immer fördern sie die Ehre Gottes und das Wachstum des göttlichen Lebens im Menschen.“

Autor:
  • Stefan Kronthaler
  • Georg Schimmerl
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