Ausgabe Nr. 37 - 12.09.2010
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Verbunden durch das Gebet
Seit Oktober beten die Delegierten von „Apg 2010” füreinander - Jede und jeder erhielt damals ein Gebetskärtchen mit dem Namen einer/eines Delegierten.

In den letzten Jahren gab es immer wieder „Pfarrmissionen” in der Erzdiözese Wien. Was ist davon geblieben?

Kleine „Stadtmission” der Dompfarre

© kathbild.at/Rupprecht
„Wien ist anders. Gott auch” war der Thema der Stadtmission der Dompfarre St. Stephan vom 31. März bis 9. April 2000.

Unsere Pfarrmission im Jahr 2000 hat folgende „konkrete” Früchte hervorgebracht: Seit damals gibt es einmal im Monat (jeweils Freitag statt der 19-Uhr-Messe) eine „Stunde der Barmherzigkeit”, eine – im mit Kerzen stimmungsvoll beleuchteten Dom – gestaltete Anbetungsstunde mit Beicht- und Fürbittgebetsmöglichkeit, die zu besonderen Anlässen (Steffl-Kirtag, Lange Nacht der Kirchen u.a.) zu einem „Abend der Barmherzigkeit” ausgeweitet wird.

Seit der zweiten Stadtmission im Jahr 2003 steht im hintersten Teil des Domes eine „Fürbittbox”, ein Schreibpult mit Abreißblättern und Briefkasten, auf dem in mehreren Sprachen zu Bitte und Dank an Gott eingeladen wird. Die Hunderten von Bitten werden regelmäßig gelesen, „bebetet” und einmal im Monat bei der „Messe für Leidende und Kranke” (jeweils Donnerstag, 19 Uhr) auf den Altar gelegt.

Die Fürbitten in dieser hl. Messe werden aktuell danach gestaltet. Am Ende der Messe wird nach dem allgemeinen Segen zum persönlichen Fürbittgebet und zum Segen mit Handauflegung eingeladen.

Seit damals laden wir auch mehrmals im Jahr (zu Weihnachten, zu „Erntedank” im Herbst und im Rahmen des Steffl-Kirtags) Bedürftige zu einem „Festmahl für den Nächsten” ein, bei dem etwa 150 Personen von Pfarrmitarbeitern mit einem 3-gängigen Essen verwöhnt werden.

Karin Domany, PGR-Vorstandsmitglied der Dompfarre St. Stephan (Wien 1)

Pfarrmission in Baden

© kathbild.at/Rupprecht
Über „Geld regiert die Welt – und Gott?” wurde 2002 in Baden diskutiert.

Für einen großen Teil der Pfarre Baden-St. Stephan war die Pfarrmission im Jahr 2002 mehr als ein punktueller, sehr positiver Event.

PGR und Pfarrversammlungen hatten sich intensiv vorbereitet, sehr außergewöhliche Veranstaltungen (nicht nur in der Kirche, sondern auch vom Kaffeehaus und beim Heurigen bis zum Theater und Casino) haben allgemeines Echo hervorgerufen – von einigen wird auch jetzt nach neun Jahren immer noch geredet.

Es gab sehr viele Gespräche an den Haustüren und in den Wohnungen. Man hat ganz einfach gespürt: Kirche lebt. Einiges ist hängen geblieben: Kontakte mit den Missionaren; immer wieder die Stunde der Barmherzigkeit; wöchentliche Anbetung; beliebeter offener Hauskreis.

Es gab viel Begeisterung, aber das große Bekehrungserlebnis ist nicht eingetreten – das war aber auch nicht zu erwarten.

Pfarrer Prälat Karl Hoffegger

Pfarr-Missionstage in Hohenau und Rabensburg

© Privat
Der gebürtige Hohenauer Günter Mokesch alias „Mo” beim Eröffnungsabend.

„Vor zwei Jahren fanden in Hohenau und Rabensburg die Pfarrmissionstage statt. Nicht wenige Mitarbeiter und Teilnehmer haben dabei etwas erfahren, was sie auf Dauer motiviert für ihren Glauben und zum Teilen ihres Glaubens.

Die eucharistische Anbetung sowie Abende der Barmherzigkeit werden immer mehr Menschen in unseren beiden Gemeinden lieb und vertraut. Die heurige Diözesanmission Apg 2010 macht uns wirklich Freude, weil es eine willkommene Auffrischung und ein weiterer Versuch ist, Begonnenes weiterzuführen und zu vertiefen.

Insgesamt ist das Verständnis gewachsen für Prozesse der Erneuerung in unserer Kirche sowie das Bewusstsein in der Bevölkerung, dass die Kirche nicht schläft, sondern neue Wege zu gehen bereit ist und auch wirklich geht.”    

Pfarrer Thomas Rath

(red)

11.03.2010

Kurz notiert

Berühmter Baum brach ab

Eine Sturmbö hat die sogenannte Anne-Frank-Kastanie in Amsterdam geknickt.

Der mehr als 150 Jahre alte und zuletzt kranke Baum, den das jüdische Mädchen Anne Frank (1929-1945) aus ihrem Fluchtversteck vor den Nationalsozialisten jahrelang vor Augen hatte brach eineinhalb Meter über dem Boden ab.