Ausgabe Nr. 20 - 20.05.2012
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Als Vater gefordert: Vater-Sein, das kann ich!
Erstmals Vater! Über sein Vater-Werden berichtet Erwin Hinterholzer. Seine Frau Sabine Wieser kommentiert.

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Erwin Hinterholzer mit Sohn Florian.

”Super, jetzt werde ich auch Papa“, dachte ich zuerst, als meine Frau schwanger war. Dann wurde ich jedoch immer nachdenklicher und schlitterte in eine Krise. War ich, obwohl schon 30, reif für ein Kind?

Ich überlegte oft, wie ich meinen Vater als Kind erlebt habe. In der Zeit der Schwangerschaft war ich so mit mir selbst beschäftigt, dass ich das Wunder des heranwachsenden Babys gar nicht richtig mitbekam.

Mit der Geburt unseres Sohnes Florian waren alle Fragen und Zweifel mit einem Schlag beseitigt. Ich war dem Neugeborenen ein hingebungsvoller Vater. Mein Sohn verlieh mir einen riesigen Energieschub. Selbst wenige Stunden Schlaf in der Nacht machten mir nichts aus!

Die ersten 14 Tage verbrachte unsere kleine Familie zu Hause, das Handy war abgeschaltet und wir genossen die gemeinsame Zeit. Voll Vaterstolz schob ich den Kinderwagen. Schon in den ersten Tagen knipste ich ein kleines Fotoalbum voll. Meine Frau und ich teilten uns die Karenzzeit. Mein Arbeitgeber reagierte auf meinen Wunsch nach einem Papa-Jahr sehr verständnisvoll. Florian ist mittlerweile zwei Jahre alt. Wir verbringen viel Zeit in der Natur. Ich studiere Multimedia-Design an der Uni. In drei Monaten wird unser zweites Baby zur Welt kommen und ich freue mich schon sehr darauf. Zweifel oder Ängste habe ich nun gar keine mehr, denn eines weiß ich: Papa sein, das kann ich!“    
Erwin Hinterholzer

Erwin Hinterholzer arbeitet bald wieder bei ”Jugend Eine Welt“ – Don Bosco Aktion Österreich. Er ist begeisterter Skifahrer und Mountainbiker.

Was die Ehefrau dazu sagt

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”Mein Mann war ein stolzer und fürsorglicher werdender Papa. Manchmal kam ich mir wie eine zerbrechliche Prinzessin vor – nichts durfte ich heben. Er massierte liebevoll meinen Bauch und registrierte fast mit Bedauern, dass ich keine sonderbaren Gustos hatte. Die erste
Ultraschalluntersuchung war ein besonders bewegendes Erlebnis für ihn, denn unser Kind wurde sichtbar und real.

Im letzten Teil der Schwangerschaft zog er sich zurück und wälzte Probleme, die gar keine waren. Zum Glück war das mit der Geburt von Florian schlagartig vorbei!“   
   Sabine Wieser







Viele Männer erleben die Schwangerschaft ihrer Partnerin voll Angst und Stress, weil sie nicht über ihre Gefühle sprechen. Die positive Gestaltung der Beziehung ist aber sehr wichtig.

Die Aktion Leben lädt werdende Väter ein
, das Angebot der Beratung für werdende Väter in Anspruch zu nehmen:  Tel: 01/ 512 52 21.
www.aktionleben.at.

Auch bei ihrer Fachtagung Anfang Oktober hatte sich die Aktion Leben mit dem Thema ”Schwanger - Männer zwischen Verantwortung und Flucht“ beschäftigt.









Diesen Bericht lesen Sie auf Seite 15 der aktuellen Ausgabe von "Der Sonntag" Nr.  45 vom 9. 11. 2008 (erhältlich in Ihrer Kirche)

07.11.2008