 Erwin Hinterholzer mit Sohn Florian.
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”Super, jetzt werde ich auch Papa“, dachte ich zuerst, als meine Frau
schwanger war. Dann wurde ich jedoch immer nachdenklicher und schlitterte in
eine Krise. War ich, obwohl schon 30, reif für ein Kind?
Ich überlegte oft, wie ich meinen Vater als Kind erlebt habe. In der Zeit
der Schwangerschaft war ich so mit mir selbst beschäftigt, dass ich das
Wunder des heranwachsenden Babys gar nicht richtig mitbekam.
Mit der Geburt unseres Sohnes Florian waren alle Fragen und Zweifel mit
einem Schlag beseitigt. Ich war dem Neugeborenen ein hingebungsvoller Vater.
Mein Sohn verlieh mir einen riesigen Energieschub. Selbst wenige Stunden
Schlaf in der Nacht machten mir nichts aus!
Die ersten 14 Tage verbrachte unsere kleine Familie zu Hause, das Handy war
abgeschaltet und wir genossen die gemeinsame Zeit. Voll Vaterstolz schob ich
den Kinderwagen. Schon in den ersten Tagen knipste ich ein kleines Fotoalbum
voll. Meine Frau und ich teilten uns die Karenzzeit. Mein Arbeitgeber
reagierte auf meinen Wunsch nach einem Papa-Jahr sehr verständnisvoll.
Florian ist mittlerweile zwei Jahre alt. Wir verbringen viel Zeit in der
Natur. Ich studiere Multimedia-Design an der Uni. In drei Monaten wird unser
zweites Baby zur Welt kommen und ich freue mich schon sehr darauf. Zweifel
oder Ängste habe ich nun gar keine mehr, denn eines weiß ich: Papa sein, das
kann ich!“
Erwin Hinterholzer
Erwin Hinterholzer arbeitet bald wieder bei ”Jugend Eine Welt“ – Don Bosco
Aktion Österreich. Er ist begeisterter Skifahrer und Mountainbiker.
Was die Ehefrau dazu sagt
”Mein Mann war ein stolzer und fürsorglicher werdender Papa. Manchmal kam
ich mir wie eine zerbrechliche Prinzessin vor – nichts durfte ich heben. Er
massierte liebevoll meinen Bauch und registrierte fast mit Bedauern, dass
ich keine sonderbaren Gustos hatte. Die erste
Ultraschalluntersuchung war ein besonders bewegendes Erlebnis für ihn, denn
unser Kind wurde sichtbar und real.
Im letzten Teil der Schwangerschaft zog er sich zurück und wälzte Probleme,
die gar keine waren. Zum Glück war das mit der Geburt von Florian
schlagartig vorbei!“
Sabine Wieser
Viele Männer erleben die Schwangerschaft ihrer Partnerin voll Angst und
Stress, weil sie nicht über ihre Gefühle sprechen. Die positive Gestaltung
der Beziehung ist aber sehr wichtig.
Die Aktion Leben lädt werdende Väter ein, das Angebot der Beratung für
werdende Väter in Anspruch zu nehmen: Tel: 01/ 512 52 21.
www.aktionleben.at.
Auch bei ihrer Fachtagung Anfang Oktober hatte sich die Aktion Leben mit dem
Thema ”Schwanger - Männer zwischen Verantwortung und Flucht“ beschäftigt.
Diesen Bericht lesen Sie auf Seite 15 der aktuellen Ausgabe von "Der
Sonntag" Nr. 45 vom 9. 11. 2008 (erhältlich in Ihrer Kirche)
07.11.2008 |